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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 26.08.2009

"Year One - Aller Anfang ist schwer"

Hans-Ulrich Pönack über einen Ulk-Streifen aus den USA

US-Regisseur Harold Ramis, ehemals Mitarbeiter der amerikanischen TV-Show "Saturday Night Live", jagt in seinem neuen Kinofilm "Year One - Aller Anfang ist schwer" zwei Urzeit-Menschen durch das Alte Testament.

USA 2009, Regie: Harold Ramis, Darsteller: Jack Black, Michael Cera, Oliver Platt, David Cross, Hank Azaria, 98 Minuten

Ach, was ist das für ein blöder Film! Dabei ist der im November 65 Jahre alt werdende Regisseur Harold Ramis nicht irgendein No Name aus Hollywood, sondern war einst stark aktiv in der amerikanischen TV-Anarcho-Ulk-Show "Saturday Night Live". Hatte Erfolg als Schauspieler in verrückten Späßen wie "Ich glaub' mich knutscht ein Elch" (1981); "Airheads" (1994); "Beim ersten Mal" sowie zuletzt "Walk Hard: The Dewey Cox Story" (beide 2007). Fand als Schauspieler und Regisseur mit den "Ghostbusters I + II"-Filmen (1984 und 1989) auf die Erfolgsspur und schuf den Komödien-Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993). Und war auch für die komischen Robert de Niro-Bekloppten-Shows "Reine Nervensache 1 + 2" (1999/2002) verantwortlich. Was ihn aber hier geritten hat…

Wir befinden uns, siehe Titel, in Ur-Urzeiten-Stimmung. Wo Comedian Jack Black (immerhin mal "School of Rock", 2003, "King Kong", 2005, und als Beatle Paul in "Walk Hard: The Dewey Cox Story") als sich total überschätzender, angeberischer Neandertaler-Idiot Zed aus dem Dorf gejagt wird und sich nun mit Kumpel-Sensibelchen Oh (Michael Cera, "Juno" und "Superbad") durch die Urzeit-Welt schlägt, auf der Suche nach Erkenntnissen. Schließlich hält er sich für den Auserwählten. Dabei landet er in der Bibelwelt, wo Kain Bruder Abel erschlägt und wo Sodom Las Vegas sündig nachempfunden wurde.

Zwei beknackte Urzeitler mit Heute-Jargon im Milieu vom Alten Testament, dies könnte ganz witzig sein. Aber man labert nur sehr viel langweilig herum, belässt es bei ziemlich unoriginellen Denk- und Raumbewegungen, setzt lieber auf die bekannten Furzkalauer und die abgestandenen Jungfrauen- und Sex-Witzeleien, stellt eine Art armselige Gag-Versuchs-Nummernrevue zusammen. "Year One" sei "grober Unfug mit Körperflüssigkeiten" und abgestandenem Schwulengetue "als Massenbespaßung", schreibt ein Kollege und hat recht. Schwachsinn pur.

Filmhomepage: "Year One - Aller Anfang ist schwer"

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