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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 15.08.2012

Wie Jakub, mein Vater, sich von uns wegverwandelte (1/2)

Nach "Die Zimtläden" und anderen Erzählungen von Bruno Schulz

Der Vater verwandelt sich zunächst in einen Vogel (picture alliance / dpa / Laurie Campbell)
Der Vater verwandelt sich zunächst in einen Vogel (picture alliance / dpa / Laurie Campbell)

"Wie in der akustischen Übertragung diese versunkene, vernichtete faszinierende Welt der polnisch-jüdischen Kultur zum Leben erwecken, die Welt des Schtetls eben? Es ging ja nicht nur darum, aus der Fülle der phantastischen Episoden eine halbwegs erzählbare Geschichte herauszuschälen, die Geschichte jenes Vaters, der es dem Demiurgos gleichtun wollte."

"Und sich zu verwandeln begann, erst in einen Vogel, dann in eine Fliege, eine Kakerlake, bis er schließlich als Schalentier in gekochtem Zustand auf immer aus dem Kreis seiner Familie verschwand.

Um den ganzen Hintersinn eines solchen Vorgangs erkennbar zu machen, so grotesk wie tragisch, so grausig wie komisch, muss er wohl innerhalb seiner Umwelt dargestellt werden, der Welt der Pogrome, der Unterdrückung, der Notwehr (auch durch Gelächter!), des ewigen Juden Ahasver." (Heinz von Cramer)


Aus dem Polnischen von: Josef Hahn, Mikolaj Dutsch
Musikcollage, Bearbeitung und Regie: Heinz von Cramer
Mit: Walter Renneisen, Grete Wurm, Horst Bollmann u.v.a.
Ton: Martha Seeberger
Produktion: HR 1998
Länge: ca. 55’48

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