Mittwoch, 29. Juli 2015MESZ04:40 Uhr

Hörspiel

UrsendungIrgendwann geht alles kaputt
Autoreparatur (imago)

Die Zeit macht die Liebe kaputt. Die Uhr soll das Geticke sein lassen. Das Auto streikt. Nur die Liebe dürfte nicht kaputtgehen. "Ich würde es gern reparieren wollen. Dass es neu beginnt, das ganze Leben."Mehr

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

Reihe SpielregelnDas Tierspiel - Spiel für Sieben
Auf der Suchtstation des Städtischen Krankenhauses im brandenburgischen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) sitzen Patienten während einer Gruppentherapie auf Stühlen im Kreis, aufgenommen am 12.02.2009. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Sieben Personen, die sich nicht kennen, verbringen ein gemeinsames Wochenende. Sie lernen sich in Gruppensitzungen kennen und erkunden durch Spielvorschläge des Psychologen Martin Siems Formen der zwischenmenschlichen Aktion. Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 15.08.2012

Wie Jakub, mein Vater, sich von uns wegverwandelte (1/2)

Nach "Die Zimtläden" und anderen Erzählungen von Bruno Schulz

Der Vater verwandelt sich zunächst in einen Vogel (picture alliance / dpa / Laurie Campbell)
Der Vater verwandelt sich zunächst in einen Vogel (picture alliance / dpa / Laurie Campbell)

"Wie in der akustischen Übertragung diese versunkene, vernichtete faszinierende Welt der polnisch-jüdischen Kultur zum Leben erwecken, die Welt des Schtetls eben? Es ging ja nicht nur darum, aus der Fülle der phantastischen Episoden eine halbwegs erzählbare Geschichte herauszuschälen, die Geschichte jenes Vaters, der es dem Demiurgos gleichtun wollte."

"Und sich zu verwandeln begann, erst in einen Vogel, dann in eine Fliege, eine Kakerlake, bis er schließlich als Schalentier in gekochtem Zustand auf immer aus dem Kreis seiner Familie verschwand.

Um den ganzen Hintersinn eines solchen Vorgangs erkennbar zu machen, so grotesk wie tragisch, so grausig wie komisch, muss er wohl innerhalb seiner Umwelt dargestellt werden, der Welt der Pogrome, der Unterdrückung, der Notwehr (auch durch Gelächter!), des ewigen Juden Ahasver." (Heinz von Cramer)


Aus dem Polnischen von: Josef Hahn, Mikolaj Dutsch
Musikcollage, Bearbeitung und Regie: Heinz von Cramer
Mit: Walter Renneisen, Grete Wurm, Horst Bollmann u.v.a.
Ton: Martha Seeberger
Produktion: HR 1998
Länge: ca. 55’48

Biografie des Autors und Fortsetzung Teil 2 am 22. August um 21.33 Uhr