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Interview | Beitrag vom 20.03.2017

WeltglückstagGlücklich sein - aber wie?

Stefan Klein im Gespräch mit Anke Schaefer

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(picture-alliance/ ZB)
Zwei Glückskatzen stehen in einem Schaufenster in Berlin. (picture-alliance/ ZB)

Kann man lernen, glücklich zu sein? Ja, meint Stefan Klein, Autor des Buches "Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen". In unserem Gespräch erklärt er, was Glücklich-Sein ausmacht und gibt Tipps für mehr Glücksgefühle.

Die glücklichsten Menschen der Welt: das sind in diesem Jahr die Norweger. Zu diesem Ergebnis kam jedenfalls der Weltglücksbericht 2017. Gemessen werden dafür sechs Kriterien: das Bruttoinlandsprodukt, Lebenserwartung, die Freiheit, Großzügigkeit, soziale Unterstützung und das Fehlen von Korruption.

Mit Glücksempfinden habe das nicht unbedingt zu tun, meint Stefan Klein, Autor des Buches "Die Glücksformel". Im Deutschlandradio Kultur sagte er, individuelles Glücksgefühl, wie man es anhand von Hirnströmen messen könne, beziehe sich meistens auf soziale Situationen.

"Zum Beispiel das Wiedertreffen eines Menschen, den Sie lange nicht gesehen haben, Verliebtsein selbstverständlich." Oder frei über die eigene Zeit verfügen zu können. Auch das Wohlbefinden anderer spiele eine Rolle. "Das heißt, Sie können eigentlich gar nicht Ihr Glück nur für sich alleine haben. Ihr Glück hängt vom Glück Ihrer Mitmenschen um Sie herum ab."

Zwei Tipps zum Glücklich-Werden

Glücklich sein lässt sich lernen, betont Klein. "Das können Sie, weil sich das menschliche Hirn bis ins hohe Alter verändern kann. Und durch diese Neuroplastizität können Sie Ihre Wahrnehmung für Glück schärfen, indem Sie zum Beispiel Ihre Aufmerksamkeit auf bestimmte angenehme Situationen richten, und dann wird es Ihnen in Zukunft auch leichter fallen, diese Situationen wahrzunehmen und Sie werden Sie auch intensiver wahrnehmen."

Für Glückslernwillige hat Klein zwei Tipps. 

1. "Bewegen Sie sich mehr, als Sie es gewohnt sind!"  Denn Glücksempfinden hat sehr viel mit Bewegung zu tun, so der Autor.

2. "Versuchen Sie, die guten Momente einfach wahrzunehmen!" Zum Beispiel, in dem man am Ende des Tages aufschreibe, was einem gutgetan habe. Das schule die Aufmerksamkeit für glückliche Momente. "Dann wird es Ihnen leichter fallen, Glück wahrzunehmen."

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