Dienstag, 21. Oktober 2014MESZ23:45 Uhr

Radiofeuilleton - Bühne

AfrikaMit einer Komödie die Realität kritisieren
Porträtfoto von Samir Yusuf Omar

Regisseurin Carla Guimaraes hat die dramatische Geschichte der somalischen Läuferin Samia Yusuf Omar auf die Bühne gebracht. Die junge Frau wurde erst bei Olympia bejubelt - und ertrank später als Flüchtling vor der Küste Italiens.Mehr

DokumentartheaterSchlachtfeld Erinnerung 1914/2014
Soldaten der französischen Armee im Ersten Weltkrieg (1914-1918) in einem Schützengraben. Ausgelöst durch die tödlichen Schüsse auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten am 28.06.1914 in Sarajevo brach im August 1914 der Große Krieg (später als 1. Weltkrieg bezeichnet) aus. Es kämpften die Mittelmächte, bestehend aus Deutschland, Österreich-Ungarn sowie später auch das Osmanische Reich (Türkei) und Bulgarien gegen die Tripelentente, bestehend aus Großbritannien, Frankreich und Russland sowie zahlreichen Bündnispartnern. Die traurige Bilanz des mit der Niederlage der Mittelmächte 1918 beendeten Weltkriegs: Rund 8,5 Millionen Gefallene, über 21 Millionen Verwundete und fast 8 Millionen Kriegsgefangene und Vermißte.

100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg befassen sich die Goethe-Institute in Südosteuropa mit der Perspektive der Menschen im Westbalkan. Aus einer einjährigen Recherche entstand das Stück "Schlachtfeld Erinnerung 1914 – 2014".Mehr

Uraufführungen"Autorenmarkt leidet an Burn-out"
Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin 2010

Als alleiniger Juror der Autorentheatertage in Berlin bricht Till Briegleb mit einer Konvention: Er hat auf dem "unglaublich hektischen Markt" keine neuen Stücke bestellt. Stattdessen sichtete er die letzten 20 Jahrgänge.Mehr

weitere Beiträge

Radiofeuilleton - Bühne / Archiv | Beitrag vom 20.01.2013

"Was ist der Mensch in der Katastrophe?"

Ein Theaterprojekt der costa compagnie auf Spurensuche in Fukushima

Felix Meyer-Christian im Gespräch mit Susanne Burkhardt

Fukushima nach der Katastrophe
Fukushima nach der Katastrophe (picture alliance / dpa)

Mit dem Stück "Fukushima, my love" geht die costa compagnie aus Hamburg auf die Spurensuche in Japan. Das Projekt sei eine Archäologie, mit dem Ziel, Geschichten und Erlebnisse der Katastrophe an die Oberfläche zu bringen, erklärt Felix Meyer-Christian, der Regisseur des Theaterprojektes.

Eineinhalb Jahre nach der Katastrophe reist ein Mitglied der costa compagnie im Oktober 2012 auf Spurensuche durch Japan. Zurück kehrt er mit einem Rucksack voller Interviews, Geschichten, Erlebnissen, Sounds und Videobildern.'

In ihrer neuen Produktion überprüft die Compagnie nun, ob sich anhand der Recherchereise und einer Performance in Hamburg unsere zeitliche, räumliche und kulturelle Distanz zu den Ereignissen der Katastrophe verringern lässt.

Drei Tänzer, zwei Performer, eine Musikerin und ein Videokünstler nähern sich anhand der vor Ort geführten Interviews und über eine Vielzahl japanischer Mythen, Musiken und Videos dem Unbegreiflichen in einer fremden und entfernten Kultur.

Es entsteht ein sinnlich-essayistischer Abend zwischen Tanz, situativer Installation und Theater, der die Frage fokussiert: Was ist der Mensch in der Katastrophe?


Das vollständige Gespräch mit Felix Meyer-Christian können Sie mindestens bis zum 20.6.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.