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Thema / Archiv | Beitrag vom 05.03.2012

Warum das Goethe-Institut ein Blog zum Arabischen Frühling abschaltete

Gabriele Becker wehrt sich gegen Zensur-Vorwürfe

Ägypter tragen eine ägyptische Flagge auf dem Tahrir-Platz in Kairo. (Maya Alleruzzo/AP/dapd)
Ägypter tragen eine ägyptische Flagge auf dem Tahrir-Platz in Kairo. (Maya Alleruzzo/AP/dapd)

Auf der Web-Plattform "Transit" schreiben junge Autoren über den Arabischen Frühling. Vor einigen Tagen wurde die Seite abgeschaltet. Manche sprechen nun von Zensur. Ein Interview mit Gabriele Becker vom Goethe-Institut in Kairo.

Das Goethe-Institut in Kairo hat Kritik an der vorübergehenden Abschaltung seines Webjournals "Transit" zurückgewiesen. Die Leiterin des Instituts in Kairo, Gabriele Becker, sagte im Deutschlandradio Kultur, es sei keineswegs darum gegangen, die Presse- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Vielmehr sei schon seit Monaten eine Neuauflage des Journals geplant gewesen. Von April an werde "Transit" wieder zugänglich sein, sagte Becker.

Becker sprach zugleich davon, in der angespannten Lage in Ägypten eine Gratwanderung vollziehen zu müssen. Das Goethe-Institut werde dabei an Prinzipien wie der Pressefreiheit festhalten: "Davon werden wir nie abrücken", sagte sie. Es sei momentan aber taktisch klüger, nicht zu provozieren, um keine Angriffsflächen zu bieten. "Transit" wurde vor wenigen Tagen abgeschaltet. Einige Autoren warfen dem Goethe-Institut daraufhin Zensur vor. In dem Blog hatten sie ihre Erfahrungen im Arabischen Frühling geschildert.

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Gabriele Becker mindestens bis zum 5. August 2012 als mp3-Audio.

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