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Wagners "Rheingold"

Im Gespräch mit dem Schriftsteller und Juristen Herbert Rosendorfer

Moderation: Gerald Felber

"Rheingold" bei den Bayreuther Festspielen 2008, Regie: Tankred Dorst, Musikalische Leitung: Christian Thielemann
"Rheingold" bei den Bayreuther Festspielen 2008, Regie: Tankred Dorst, Musikalische Leitung: Christian Thielemann (Bayreuther Festspiele, Foto: Enrico Nawrath)

Mit dem "Rheingold" als erstem Teil der "Ring"-Tetralogie – einem "Vorabend", der es mit über zwei Stunden pausenloser Aufführungsdauer gleichwohl in sich hat - begann 1876 die Geschichte der Bayreuther Festspiele, die sich nun in diesem Sommer zum 100. Jahrgang rundet. Für die "Interpretationen"-Reihe ist das Anlass für eine Retrospektive jener Sendungen über Richard Wagners Opern, die bereits in den letzten Jahren zu hören waren sowie zur Vorstellung einiger neuer.

Zu letzteren gehört auch die heutige, dem "Rheingold" gewidmete Sendung. Der Schriftsteller und Jurist Herbert Rosendorfer - Autor etlicher Essays über Wagner, die Wagnerianer und Bayreuth, mit dessen manchmal glattem Geläuf er nicht zuletzt durch eine mehrjährige Berufstätigkeit in der Festspielstadt vertraut ist - nähert sich dabei dem Stück von jener Position, die ihm auch sonst im Leben eine besonders liebe ist: der des Außenseiters.

Im Gespräch mit Gerald Felber entwickelt er eine pointierte Schau über das Bühnenpersonal dieser Götter- und Zwergenwelt und beleuchtet dabei lustvoll deren Widersinnigkeiten, aber auch die besonderen Qualitäten dieser nach seinen Worten "einzigen wirklichen Komödie Wagners". Musikalisch gibt es - passend zum Anlass - einen Streifzug durch einige der wichtigsten Bayreuther Nachkriegs-Aufführungen zwischen Knappertsbusch und Thielemann sowie die beiden nach wie vor prägenden Studioeinspielungen unter Georg Solti und Marek Janowski.

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