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Interpretationen

Johannes Brahms Sextett B-DurOffene Zweierbeziehungen
Eine Skulptur von Johannes Brahms von Maria Fellinger aus dem Jahr 1889

Brahms Streichsextett in B-Dur op. 18 ist eines der berühmtesten Kammermusikwerke überhaupt. Bei seiner Entstehung 1859 war es doch auch ein Ausweichmanöver des Komponisten: vor der Sinfonie, vor dem Streichquartett und vor Beethovens übermächtigem Schatten.Mehr

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Interpretationen / Archiv | Beitrag vom 24.06.2012

Wagners "Rheingold"

Im Gespräch mit dem Schriftsteller und Juristen Herbert Rosendorfer

Moderation: Gerald Felber

"Rheingold" bei den Bayreuther Festspielen 2008, Regie: Tankred Dorst, Musikalische Leitung: Christian Thielemann
"Rheingold" bei den Bayreuther Festspielen 2008, Regie: Tankred Dorst, Musikalische Leitung: Christian Thielemann (Bayreuther Festspiele, Foto: Enrico Nawrath)

Mit dem "Rheingold" als erstem Teil der "Ring"-Tetralogie – einem "Vorabend", der es mit über zwei Stunden pausenloser Aufführungsdauer gleichwohl in sich hat - begann 1876 die Geschichte der Bayreuther Festspiele, die sich nun in diesem Sommer zum 100. Jahrgang rundet. Für die "Interpretationen"-Reihe ist das Anlass für eine Retrospektive jener Sendungen über Richard Wagners Opern, die bereits in den letzten Jahren zu hören waren sowie zur Vorstellung einiger neuer.

Zu letzteren gehört auch die heutige, dem "Rheingold" gewidmete Sendung. Der Schriftsteller und Jurist Herbert Rosendorfer - Autor etlicher Essays über Wagner, die Wagnerianer und Bayreuth, mit dessen manchmal glattem Geläuf er nicht zuletzt durch eine mehrjährige Berufstätigkeit in der Festspielstadt vertraut ist - nähert sich dabei dem Stück von jener Position, die ihm auch sonst im Leben eine besonders liebe ist: der des Außenseiters.

Im Gespräch mit Gerald Felber entwickelt er eine pointierte Schau über das Bühnenpersonal dieser Götter- und Zwergenwelt und beleuchtet dabei lustvoll deren Widersinnigkeiten, aber auch die besonderen Qualitäten dieser nach seinen Worten "einzigen wirklichen Komödie Wagners". Musikalisch gibt es - passend zum Anlass - einen Streifzug durch einige der wichtigsten Bayreuther Nachkriegs-Aufführungen zwischen Knappertsbusch und Thielemann sowie die beiden nach wie vor prägenden Studioeinspielungen unter Georg Solti und Marek Janowski.