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Vorweihnachtliche Beobachtungen

Moderation: Martin Böttcher

Eric Hannan, Mitglied der Freakbike Militia Montreal, auf einem seiner selbstgebauten Räder
Eric Hannan, Mitglied der Freakbike Militia Montreal, auf einem seiner selbstgebauten Räder (Sonja Beeker)

Das Neonlicht schaut einen Tag vor Heiligabend auf jene Sachen, für die jetzt keiner Zeit hat: Fahrräder, die aussehen wie Motorräder, aber keinen Motor haben. Cocktails, die von Robotern gemixt werden. Eine eiskalte Fabrik in der Ukraine, die zum schicken Kunstort werden soll. Und so richtig dämliche Internetnamen, die sich bestimmt jeder von uns schon mal ausgedacht hat.

Rocker ohne Pferdestärken
Von Sonja Beeker
Amerikas Fahrradgangs gleiten mit Selbstbau-Chopperbikes lautlos durch die Großstädte. Es sind Rocker, die den starken Motoren abgeschworen haben oder Fahrradfahrer, denen einfach nur ein Fahrrad nie genug war. Denn was Design und liebevolle Details betrifft, stehen die Freakbikes einer Harley eigentlich in nichts nach, selbst was die breiten Reifen betrifft. Der größte Feind: die Fahrradnorm.


Cocktails aus Roboterhand
Von Nadine Lindner
Roboter waren das große Technik-Versprechen des 20. Jahrhunderts. Doch längst übernehmen sie nicht alle lästigen Arbeiten, wie das in den Zukunftsvorstellungen der 1960er-Jahre prophezeit wurde. Das Verhältnis Mensch-Maschine ist dann doch noch sehr distanziert, auch wenn sich Philosophen damit ständig beschäftigen. Was herauskommt, wenn Roboter hinter der Bar Cocktails mixen und Menschen davor tanzen und feiern, hat unsere Reporterin in Wien beim Festival für Cocktail-Robotik beobachtet.


Kunst statt Produktion
Von Ute Zauft
Alte Industrie-Areale sind heutzutage beliebte Kunstorte. Vorausgesetzt, es gibt ein kulturaffines Publikum in der Nähe. Im tiefen Osten der Ukraine ist das nicht unbedingt der Fall. Im Donbas-Becken gibt es zwar viele verlassene Orte der Kohle- und Stahlproduktion. Doch für Kunst sind die Bewohner noch nicht reif. Während Kulturarbeiter ganz nach westlichem Vorbild das industrielle Erbe der Region bewahren wollen, hängen die Bewohner noch ihrer Vergangenheit als Bergleute hinterher.


Durle-Murle-Chill-Mit-Mir
Von Jürgen Stratmann
Das Internet hat viele wunderbare Dinge hervorgebracht. Zu den lächerlichen Errungenschaften aber zählen bescheuerte Internetnamen. Je nach Forum oder Blog heißen sie "Autofahren_dirk", "Schmerle72" oder "Durle-Murle-Chill-Mit-Mir". Wer schlau sein will, nennt sich lieber "Deus lo vult". Wo Kreativität nur bedingt vorhanden ist, treibt sie besondere Blüten hervor, hat unser Reporter herausgefunden. Und bei seinem eigenen E-Mail-Account angefangen ...

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Neonlicht

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