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Feature / Archiv | Beitrag vom 10.10.2012

Von einem, der auszog, den Tod nicht zu fürchten

Geschichten vom Leben und Sterben

Von Karla Krause

Die Autorin sucht den Dialog mit ihrem Liebsten an seinem Grab  (Stock.XCHNG / Piotr Ciuchta)
Die Autorin sucht den Dialog mit ihrem Liebsten an seinem Grab (Stock.XCHNG / Piotr Ciuchta)

Der Alte St. Matthäusfriedhof in Berlin-Schöneberg. Fünf Gräber, fünf Geschichten, alle unverwechselbar, aufwühlend. Tonangebend: Bernd Bossmann, alias Ichgola androgyn, Polit-Tunte, Krankenpfleger, Schauspieler, Gastronom, Bestatter, der vom Tod als "Silvester des Lebens", als dessen absolutem Höhepunkt, überzeugt ist.

Kontrapunktisch dazu die Mutter, die um den Sohn seit Jahren im Internet trauert. Dann das junge Paar mit seinem Sternenkind und die MS-Kranke, die sich nach Ruhe unter ihrem Grabstein sehnt.

Die Autorin trägt die Begegnungen vom Friedhof ans Grab ihres Liebsten, um mit ihm im Gespräch zu bleiben.

Das Stück wurde mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2012 ausgezeichnet.


Regie: Friederike Wigger
Sprecherin: die Autorin
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: DKultur 2011
Länge: 54‘31


Karla Krause, geboren 1942, war 30 Jahre Produzentin, Redakteurin, Dramaturgin bei Film und Fernsehen, seit 2002 freie Autorin von Radiofeatures. Zahlreiche Preise. Zuletzt: "Je höher der Zaun, desto besser der Nachbar - Begegnungen in Srebrenica" (BR/HR/SR 2010).

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