Freitag, 29. August 2014MESZ14:06 Uhr

Feature

Bitte achten Sie nicht auf mein Lächeln
Ein jüngerer Mensch umfasst das Armgelenk einer älteren Person, die im Krankenbett liegt.

Nach einem Schlaganfall findet sich Klara im eigenen Körper eingeschlossen. Bis auf ihr Augenlid ist sie völlig bewegungsunfähig, aber bei klarem Bewusstsein. Über sieben Monate besuchen die Autorinnen die junge Frau, die mit dem Locked-in-Syndrom lebt. Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel

Gilsbrod
Souffleur/Souffleuse-Arbeitsplatz der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

An einem kleinen Stadttheater ist der Souffleuse gekündigt worden. Wie es dazu kam, erzählt die Souffleuse selbst. Sie hat Diven und Dirigenten erlebt - und eines Tages einen Lachanfall bekommen.Mehr

weitere Beiträge

Feature / Archiv | Beitrag vom 10.10.2012

Von einem, der auszog, den Tod nicht zu fürchten

Geschichten vom Leben und Sterben

Von Karla Krause

Die Autorin sucht den Dialog mit ihrem Liebsten an seinem Grab
Die Autorin sucht den Dialog mit ihrem Liebsten an seinem Grab (Stock.XCHNG / Piotr Ciuchta)

Der Alte St. Matthäusfriedhof in Berlin-Schöneberg. Fünf Gräber, fünf Geschichten, alle unverwechselbar, aufwühlend. Tonangebend: Bernd Bossmann, alias Ichgola androgyn, Polit-Tunte, Krankenpfleger, Schauspieler, Gastronom, Bestatter, der vom Tod als "Silvester des Lebens", als dessen absolutem Höhepunkt, überzeugt ist.

Kontrapunktisch dazu die Mutter, die um den Sohn seit Jahren im Internet trauert. Dann das junge Paar mit seinem Sternenkind und die MS-Kranke, die sich nach Ruhe unter ihrem Grabstein sehnt.

Die Autorin trägt die Begegnungen vom Friedhof ans Grab ihres Liebsten, um mit ihm im Gespräch zu bleiben.

Das Stück wurde mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2012 ausgezeichnet.


Regie: Friederike Wigger
Sprecherin: die Autorin
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: DKultur 2011
Länge: 54‘31


Karla Krause, geboren 1942, war 30 Jahre Produzentin, Redakteurin, Dramaturgin bei Film und Fernsehen, seit 2002 freie Autorin von Radiofeatures. Zahlreiche Preise. Zuletzt: "Je höher der Zaun, desto besser der Nachbar - Begegnungen in Srebrenica" (BR/HR/SR 2010).