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Kulturpresseschau

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Fazit

OperDie Verehrer sind allesamt Trottel
Die bayerische Staatsoper, aufgenommen am 12.11.2012 in München (Bayern). Vor dem Gebäude steht das Reiterdenkmal des ersten Königs von Bayern, Max I. Joseph.

In "Die Sache Makropulos" lebt Emilia ohne zu Altern, umschwärmt von Liebhabern mehrerer Generationen, und fragt sich: Weiterleben oder doch endlich sterben? Musikalisch gelingt diese tragikomische Oper, doch hapert es an der Regie.Mehr

Sibylle BergKeine peinlichen Momente!
Die Schriftstellerin Sibylle Berg auf der Leipziger Buchmesse im Jahr 2004.

Eine gute Mischung "aus viel Quatsch, Humor und ein bisschen Traurigkeit" - so könnte man einen gelungenen Theaterabend umschreiben, sagt die Schriftstellerin Sibylle Berg. Im besten Fall sei Theater gelungene Unterhaltung, meint sie. Sie selbst habe dort aber oft "Qual-Gefühle".Mehr

BühneNummerngirls im Opernhaus
Ein Bühnenbild aus dem Stück "Verlobung im Traum" von Hans Krása während einer Probe im Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Bekannt ist Hans Krása für seine Kinderoper "Brundibár", die im KZ Theresienstadt aufgeführt wurde. Seine Oper "Verlobung im Traum" hat nun das Staatstheater Karlsruhe inszeniert: pointiert, voll Wärme – und mit Varieté-Flair.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 30.05.2012

Versailles mit den Augen einer Vorleserin

Neu im Kino: "Leb wohl, meine Königin" von Benoit Jacquot

Von Anke Leweke

Diane Kruger (r.) als Marie-Antoinette und Virginie Ledoyen als Gabrielle de Polignac in einer Szene des Kinofilms "Leb wohl, meine Königin!"
Diane Kruger (r.) als Marie-Antoinette und Virginie Ledoyen als Gabrielle de Polignac in einer Szene des Kinofilms "Leb wohl, meine Königin!" (picture alliance / dpa)

Die Französische Revolution aus Sicht der königlichen Dienstboten: Langsam dringen Nachrichten in den Palast, dass Volk begehre gegen seinen König auf. Benoit Jacquot zeigt nebenbei die Machtstruktur am Hofe: Die einzige Währung ist die Gunst der Königin.

Schon häufiger waren wir auf der Leinwand in Versailles zu Gast. Doch selten haben wir das höfische Leben aus der Perspektive der Dienerschaft erlebt. Bei Jacquot steht die Vorleserin Marie Antoinettes im Mittelpunkt. Zu Beginn des Films scheint die Welt noch in Ordnung, doch peu á peu dringen ungeheuerliche Nachrichten in die Gemächer.

Das Volk begehrt gegen seinen König auf, die Bastille wird gestürmt. Die Königin findet ihren Namen auf der Todesliste der Revolutionäre wieder. Gemeinsam mit ihrer Vorleserin und ihrer geliebten Freundin Gabrielle de Polignac schmiedet sie einen Plan.

Diese Geschichte nutzt Jacquot, um einen Blick hinter die Kulissen von Versailles zu werfen, das rigide Machtgefüge zu hinterfragen, sich den Menschen hinter dem Kostüm zu nähern. "Leb wohl, meine Königin" ist kein opulenter Kostümfilm, sondern einer, der versucht, die Textur einer Epoche zu erfassen.

In aller Beiläufigkeit fängt Jacquot die nicht sonderlich hygienischen Lebensverhältnisse in Versailles ein, zeigt die Krätze an den Armen der Diener. die Ratten in den Gängen. Und er zeigt, dass die einzige Währung am Hof die Gunst der Königin ist.

Darsteller: Lea Seydoux, Diane Krüger, Virginie Ledoyen; Frankreich 2012, 100 Minuten

Weitere Informationen:
Filmhomepage "Lebe wohl, meine Königin"

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"Leb wohl meine Königin"

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Filmhomepage "Lebe wohl, meine Königin"