Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Literatur / Archiv | Beitrag vom 17.07.2012

Verlassene Geschichten

Das frühe Prosawerk des Siebenbürgers Eginald Schlattner

Von Beate Ziegs

Blick auf den kleinen Platz von Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen. (picture alliance / dpa)
Blick auf den kleinen Platz von Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen. (picture alliance / dpa)

Eginald Schlattners Romantrilogie "Der geköpfte Hahn", "Rote Handschuhe" und "Das Klavier im Nebel" wurde verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, er selbst als Spätdebütant gefeiert – ein Dorfpfarrer, der mit 65 Jahren wie ein Komet aus den Tiefen Transsylvaniens die literarische Bühne erobert. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

Die andere Hälfte lag bis vor Kurzem verschlossen in einem großen Koffer auf dem Pfarrhof Schlattners: von Mäusen angenagte Manuskripte, von denen kaum jemand etwas wusste. Zwei Geschichten hätten bereits 1958 veröffentlicht werden sollen. Sie waren Seite für Seite von der Zensur des sozialistischen Rumänien genehmigt worden und hätten dem jungen Nachwuchstalent zum Durchbruch verholfen. Aber dann wurde Eginald Schlattner verhaftet und die Publikation gestoppt.

Nach seiner Haftentlassung schrieb er weiter – für die Schublade. Einige dieser Erzählungen sind nun erstmals in einer Werkausgabe erschienen. Sie geben nicht nur Einblick in das frühe Prosawerk Eginald Schlattners und in die Maßregelungen der Zensur, sondern schließen außerdem eine Lücke in der deutschsprachigen Literaturgeschichte Rumäniens. Ein ausführliches Lebensbild des Eginald Schlattner zeichnet das Feature am kommenden Samstag.

Manuskript zum Beitrag als PDF oder im barrierefreien Textformat

Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Verlassene Geschichten (pdf)
Verlassene Geschichten (txt)

Literatur

Oswald EggerBerliner Rede zur Poesie
(picture alliance / dpa / Rolf Haid)

25 Jahre Literaturwerkstatt Berlin – das war Anlass zu einem Festakt am 12. September. Doch künftig wird die Literaturwerkstatt Berlin "Haus für Poesie" heißen und jährlich eine Rede zur Poesie ausloben: Oswald Egger läutete die neue Zeit ein.Mehr

Buchcover lesenTaschenbücher der 1950er-Jahre
Der SPD-Politiker Reinhard Klimmt in seiner Saarbrücker Wohnung, aufgenommen am 29.7.2002. Der ehemalige Bundesverkehrsminister und frühere saarländische Ministerpräsident ist leidenschaftlicher Sammler afrikanischer Kunst und von Büchern. | (picture-alliance / dpa / Becker & Bredel)

Als letzte große Buchmarktinnovation vor dem E-Book prägte das Taschenbuch die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit. Es wurde gering geschätzt als billige Massenkultur, demokratisierte jedoch den Zugang zu Literatur und Wissen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur