Mittwoch, 27. Mai 2015MESZ11:52 Uhr

Literatur

Athen bei NachtWenn sich der Abend senkt
Athen - Akropolis Griechenland (picture alliance / dpa / Andreas Neumeier)

Der Schriftsteller Andreas Schäfer ist fasziniert von der Widersprüchlichkeit Athens. Um ihrem Rätsel näherzukommen, erkundet er auf einem Moped das abendliche und nächtliche Athen.Mehr

Fritz Rudolf Fries zum GedenkenDer Rausch im Niemandsland
Fritz Rudolf Fries (imago/ gezett)

Im Alter von sechs Jahren zog der in Bilbao geborene Fritz Rudolf Fries in die DDR. Jazz, Literatur, Politik: Von einem magischen Dreieck handelt das Feature über den späteren Schriftsteller, der letztes Jahr gestorben ist und am 19. Mai 80 Jahre alt geworden wäre.Mehr

OptimierungEntwürfe des perfekten Menschen
Smartphone mit einer Fitness-App, daneben eine Hantel auf einem Handtuch (Imago / Westend61)

In zeitgenössischen Romanen von Juli Zeh, Angelika Meier, Benjamin Stein und anderen wird der Mensch mittels Medizin und Technik optimiert. Dabei stellt sich die Frage: Was ist Science Fiction und was bereits Realität? Mehr

weitere Beiträge

Literatur / Archiv | Beitrag vom 17.07.2012

Verlassene Geschichten

Das frühe Prosawerk des Siebenbürgers Eginald Schlattner

Von Beate Ziegs

Blick auf den kleinen Platz von Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen. (picture alliance / dpa)
Blick auf den kleinen Platz von Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen. (picture alliance / dpa)

Eginald Schlattners Romantrilogie "Der geköpfte Hahn", "Rote Handschuhe" und "Das Klavier im Nebel" wurde verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, er selbst als Spätdebütant gefeiert – ein Dorfpfarrer, der mit 65 Jahren wie ein Komet aus den Tiefen Transsylvaniens die literarische Bühne erobert. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

Die andere Hälfte lag bis vor Kurzem verschlossen in einem großen Koffer auf dem Pfarrhof Schlattners: von Mäusen angenagte Manuskripte, von denen kaum jemand etwas wusste. Zwei Geschichten hätten bereits 1958 veröffentlicht werden sollen. Sie waren Seite für Seite von der Zensur des sozialistischen Rumänien genehmigt worden und hätten dem jungen Nachwuchstalent zum Durchbruch verholfen. Aber dann wurde Eginald Schlattner verhaftet und die Publikation gestoppt.

Nach seiner Haftentlassung schrieb er weiter – für die Schublade. Einige dieser Erzählungen sind nun erstmals in einer Werkausgabe erschienen. Sie geben nicht nur Einblick in das frühe Prosawerk Eginald Schlattners und in die Maßregelungen der Zensur, sondern schließen außerdem eine Lücke in der deutschsprachigen Literaturgeschichte Rumäniens. Ein ausführliches Lebensbild des Eginald Schlattner zeichnet das Feature am kommenden Samstag.

Manuskript zum Beitrag als PDF oder im barrierefreien Textformat

Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Verlassene Geschichten (pdf)
Verlassene Geschichten (txt)