Seit 08:50 Uhr Buchkritik
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 08:50 Uhr Buchkritik
 
 

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 06.09.2014

UkrainePutins Truppen schaffen angeblich Fakten in Lugansk

Die Waffenruhe verschafft eine Atempause

Von Sabine Adler

Ein Milizionär der selbsternannten "Volksrepublik Lugansk" steht an einem Grenzübergang zu Russland. (picture alliance / dpa / Maksim Blinov)
Ein Milizionär der selbst ernannten "Volksrepublik Lugansk" an einem Grenzübergang zu Russland. (picture alliance / dpa / Maksim Blinov)

In der ostukrainischen Stadt Lugansk haben angeblich russische Militärs die Kontrolle übernommen. Sie verteilen offenbar russische Pässe und russische Schulbücher, Renten werden in Rubel gezahlt. Das berichtet ein Vertreter der Exil-Gouverneursverwaltung.

Ein Vertreter der Lugansker Exil-Gouverneursverwaltung berichtet davon, dass russische Truppen die Stadt Lugansk im Osten der Ukraine unter ihrer Kontrolle haben – und nicht die prorussischen Milizen. Russische Militäringenieure haben demnach begonnen, das vor Wochen zerstörte Stromnetz zu reparieren, würden es jedoch nicht an das ukrainische, sondern an das russische anbinden.

In Lugansk gehen russische Militärangehörige angeblich von Wohnung zu Wohnung, um Lebensmittelpakete zu verteilen, die dringend gebraucht werden, auch Geld. Pensionäre bekämen Renten in Rubel ausgezahlt, nicht in der ukrainischen Währung Griwna. Zugleich würden russische Pässe ausgegeben.

In den Schulen, so sie denn geöffnet haben, werde nach russischem Lehrplan unterrichtet, mit russischen Büchern. Die Sorge, dass während der Waffenpause weiter derartige Fakten in Lugansk und Donezk geschaffen werden, ist groß.

Die Feuerpause scheint zu halten, sie wird verhalten aufgenommen, ohne Freude oder Erleichterung. Die ukrainischen Truppen haben den russischen weitaus überlegeneren wenig entgegen zu setzen, so dass die Waffenruhe eine Atempause verschafft. Man sorgt sich, dass sie wie im Juni nicht eingehalten wird und die ukrainische Armee wieder schwere Verluste erleidet.

Mehr zum Thema:

Ukraine-Konflikt - "Viele ukrainische Soldaten fühlen sich verheizt" (Deutschlandradio Kultur, Interview, 06.09.2014)
Ukraine-Konflikt - "Putin hat die Menschen in der Ukraine verloren" (Deutschlandfunk, Interview, 06.09.2014)
Ukraine-Krise - "Alte Sowjetunion im neuen Gewand" (Deutschlandradio Kultur, Interview, 05.09.2014)

Studio 9

Liga-Alltag eines Fußballreferees"Foul! Ey Schiri!"
Der Schiedsrichter zeigt bei einem Fußballspiel in der Oberligaeine gelbe Karte (dpa)

Im Fußball sind die Schiedsrichterentscheidungen immer Thema. Jetzt bei der EM, und das ganze Jahr über in den Ligen. Allerdings ist dort der Kontakt zu Publikum und Mannschaftstross direkter. Zu Besuch bei einem Kreisliga-Spiel im Berliner Norden. Mehr

Nach Briten-ReferendumSo reagiert Europa auf den Brexit
Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt im Bundeskanzleramt eine Erklärung zum Brexit ab.  (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)

Die Briten votieren für den EU-Ausstieg und David Cameron kündigt seinen Rücktritt als Premier an. Beide Meldungen sorgen an der Börse für Unruhe. Banker und Politiker sind enttäuscht, mahnen aber zur Hoffnung. Unsere Korrespondenten berichten.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur