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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 06.09.2014

UkrainePutins Truppen schaffen angeblich Fakten in Lugansk

Die Waffenruhe verschafft eine Atempause

Von Sabine Adler

Ein Milizionär der selbsternannten "Volksrepublik Lugansk" steht an einem Grenzübergang zu Russland. (picture alliance / dpa / Maksim Blinov)
Ein Milizionär der selbst ernannten "Volksrepublik Lugansk" an einem Grenzübergang zu Russland. (picture alliance / dpa / Maksim Blinov)

In der ostukrainischen Stadt Lugansk haben angeblich russische Militärs die Kontrolle übernommen. Sie verteilen offenbar russische Pässe und russische Schulbücher, Renten werden in Rubel gezahlt. Das berichtet ein Vertreter der Exil-Gouverneursverwaltung.

Ein Vertreter der Lugansker Exil-Gouverneursverwaltung berichtet davon, dass russische Truppen die Stadt Lugansk im Osten der Ukraine unter ihrer Kontrolle haben – und nicht die prorussischen Milizen. Russische Militäringenieure haben demnach begonnen, das vor Wochen zerstörte Stromnetz zu reparieren, würden es jedoch nicht an das ukrainische, sondern an das russische anbinden.

In Lugansk gehen russische Militärangehörige angeblich von Wohnung zu Wohnung, um Lebensmittelpakete zu verteilen, die dringend gebraucht werden, auch Geld. Pensionäre bekämen Renten in Rubel ausgezahlt, nicht in der ukrainischen Währung Griwna. Zugleich würden russische Pässe ausgegeben.

In den Schulen, so sie denn geöffnet haben, werde nach russischem Lehrplan unterrichtet, mit russischen Büchern. Die Sorge, dass während der Waffenpause weiter derartige Fakten in Lugansk und Donezk geschaffen werden, ist groß.

Die Feuerpause scheint zu halten, sie wird verhalten aufgenommen, ohne Freude oder Erleichterung. Die ukrainischen Truppen haben den russischen weitaus überlegeneren wenig entgegen zu setzen, so dass die Waffenruhe eine Atempause verschafft. Man sorgt sich, dass sie wie im Juni nicht eingehalten wird und die ukrainische Armee wieder schwere Verluste erleidet.

Mehr zum Thema:

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