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Studio 9 | Beitrag vom 03.02.2016

Theatertreffen in BerlinDas Festival wird weiblicher und jünger

Andreas Wilink im Gespräch mit Marianne Allweiss und André Hatting

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Die Schauspieler Ibrahima Sanogo und Julia Wieninger am 3.12.2015 in Hamburg auf der Fotoprobe von "Schiff der Träume" in der Regie von Karin Beier (picture alliance / dpa / Markus Scholz)
"Schiff der Träume" aus Hamburg in der Regie von Karin Beier ist eingeladen zum Thetaertreffen im Mai. (picture alliance / dpa / Markus Scholz)

Zehn "bemerkenswerte" Inszenierungen werden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Heute gab die Jury die diesjährige Auswahl bekannt: Viel Junges und Weibliches, viel Metropole, kaum Provinz. Wir sprechen mit Juror Andreas Wilink.

So viel Frau war noch nie: vier der zehn Inszenierungen, die zum 53. Berliner Theatertreffen (6. - 22. Mai) eingeladen werden, haben einen weiblichen Regisseur. Die Auswahl gab eine Jury aus Theaterkritikern am Mittwoch bekannt. Auch viele Newcomer-Regisseure seien eingeladen worden, sagte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer.

Berlin wird mit drei Inszenierungen vertreten sein, Hamburg mit zwei, hinzu kommen Stücke aus München, Zürich, Wien, Karlsruhe und Kassel. "Kennzeichnend für die Auswahl ist, dass es bis auf zwei kaum klassische dramatische Stoffe gibt, sondern Bearbeitungen, Adaptionen, Projekte", sagte Jurymitglied Andreas Wilink im Deutschlandradio Kultur. Hier und da könne man den Eindruck bekommen, dass sich die freie Szene in die Stadttheater hinein "implantiert" habe bzw. von diesem aufgesogen worden sei.

Die Auswahl für das 53. Berliner Theatertreffen:

• "The Situation" von Yael Ronen & Ensemble, Regie Yael Ronen (Maxim Gorki Theater, Berlin)

• "der die mann" nach Konrad Bayer, Regie Herbert Fritsch (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin)

• "Väter und Söhne" von Brian Friel nach Iwan Turgenjew, Regie Daniela Löffner (Deutsches Theater, Berlin)

• "Schiff der Träume". Ein europäisches Requiem nach Federico Fellini, Regie Karin Beier (Deutsches Schauspielhaus, Hamburg)

• "Effi Briest - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk nach Theodor Fontane, Regie Clemens Sienknecht und Barbara Bürk (Deutsches Schauspielhaus, Hamburg)

• "Ein Volksfeind" von Henrik Ibsen, in der Bearbeitung von Dietmar Dath, Regie Stefan Pucher (Schauspielhaus Zürich)

• "John Gabriel Borkman" nach Henrik Ibsen von Simon Stone, Regie Simon Stone (Burgtheater, Wien - in Kooperation mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel)

• "Mittelreich" nach Josef Bierbichler, Regie Anna-Sophie Mahler (Münchner Kammerspiele)

• "Stolpersteine Staatstheater" von Hans-Werner Kroesinger, Regie Hans-Werner Kroesinger (Staatstheater Karlsruhe)

• "Tyrannis" von Ersan Mondtag, Regie Ersan Mondtag (Staatstheater Kassel)

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