Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Rang I | Beitrag vom 07.02.2015

Theatertreffen 2015Warum die Provinz kaum Chancen hat

Juror Till Briegleb im Gespräch mit André Mumot

Till Briegleb ist einer der Juroren des diesjährigen Berliner Theatertreffens (Imago / Wolf P. Prange)
Till Briegleb ist einer der Juroren des diesjährigen Berliner Theatertreffens (Imago / Wolf P. Prange)

Die Auswahl für das Berliner Theatertreffen 2015 ist getroffen. Der Juror Till Briegleb erklärt, warum bei den zehn bemerkenswerten Inszenierungen der letzten Saison mal wieder auf die großen Häuser und gute alte Bekannte gesetzt wurde.

Wie in jedem Jahr schaut die Theaterwelt im Januar nach Berlin, wenn die Jury des Theatertreffens verkündet, welche zehn Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz es in die Auswahl geschafft haben und damit offiziell die bemerkenswerten Aufführungen des vergangenen Theaterjahres sind.

Um junge Perspektiven soll es 2015 gehen: So sind mit "Die lächerliche Finsternis" von Wolfram Lotz, und "die unverheiratete" von Ewald Palmetshofer zwei Stücke junger Autoren dabei – beide in Inszenierungen vom Wiener Burgtheater. Auch junge Regisseurinnen und Regisseure sind vertreten. Etwa Yael Ronen oder der gerade 30-jährige Christopher Rüping.

Das Credo einer "elitären Veranstaltung"

In mehreren Fällen setzt die Jury aber ebenso demonstrativ auf die guten alten Bekannten, unter anderem auf Frank Castorf. Der hat bei seiner Münchner Fassung von Brechts Baal – wie in all seinen Arbeiten – auch Texte anderer Autoren mit eingebaut, weshalb die Brecht-Erben nun weitere Aufführungen per einstweiliger Verfügung vor Gericht verhindern wollen.

Im Gespräch mit André Mumot spricht Juror Till Briegleb aber nicht nur über diesen Fall, sondern auch darüber, warum es hauptsächlich die großen Häuser und die ohnehin schon berühmten Regisseurinnen und Regisseure unter die letzten zehn schaffen. Das Theatertreffen sei eben eine "elitäre Veranstaltung": Es habe ja "überhaupt keinen Sinn, in die Provinz zu gehen, und den Leuten die Hoffnung zu geben, sie könnten zum Theatertreffen eingeladen werden, wenn die ganzen Voraussetzungen dafür nicht da sind."

Mehr zum Thema:

52. Theatertreffen Berlin - Von B wie Brecht bis V wie Vinterberg
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 02.02.2015)

Fazit

Auszeichnung für HouellebecqPreis für den Provokateur
Der französische Künstler Michel Houellebecq (Ennio Leanza / dpa / picture alliance)

Der französische Schriftsteller Michel Houllebecq erhält den Frank-Schirrmacher-Preis. Man habe einen Autor ausgewählt, "der als Anreger und Visionär eine ebenso präzise wie hintergründige Sprache" pflege, heißt es von Seiten des Stiftungsrates.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

Schlauchboot-KunstprojektFühlen wie ein Flüchtling
Ein Besucher geht durch die Installation "Lifeboat Chapter 5" auf dem Tempelhofer Feld. (imago/Contrast/Pollack)

Ausgerechnet auf dem Theaterplatz in Dresden, auf dem einst mehr als 10.000 Pegida-Anhänger demonstrierten, stand ein riesiges Schlauchboot. Das Kunstprojekt war begehbar - und sollte zum Gespräch über die andauernde Flüchtlingstragödie anregen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur