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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 25.01.2010

Terra Nullius

Von DJ Spooky

Eisberg südöstlich von Neuseeland (AP Archiv)
Eisberg südöstlich von Neuseeland (AP Archiv)

Friedlich und heiß umkämpft zugleich, unberührt und dennoch millimetergenau vermessen: die Antarktis ist ein Brennpunkt gegensätzlicher Entwicklungen. 50 Jahre nach dem Antarktis-Vertrag, der den Kontinent für wissenschaftliche Zwecke öffnete, hat sich der New Yorker Komponist DJ Spooky an Ort und Stelle begeben.

Inmitten der Eismassen hat er sein Tonstudio aufgeschlagen, um die Landschaft mit musikalischen Mitteln nachzuzeichnen. Aus der Perspektive der Sampling-Kultur beschreibt er eine offene, unbezähmbare Welt, eine prekäre Utopie und Projektionsfläche.

"Terra Nullius ist das akustische Porträt einer abstrakten Landschaft: Eis, Wasser, Land, Klimawandel und das Verhältnis der Menschheit dazu. Die Antarktis als Dokument kollektiver Erinnerung und als Meditation über eine Zukunft ohne Eigentum. Eine postkoloniale Komposition" (DJ Spooky).

Komposition und Realisation: DJ Spooky that Subliminal Kid
Musiker: Golden Hornet Project (Graham Reynolds, Leitung; Leah Hesla, Violine; Alexis Ebbets, Violine; Jason Elinoff, Bratsche; Hector Moreno, Violoncello)
Produktion: Deutschlandradio Kultur/Südwestrundfunk 2010
Länge: 51'41


DJ Spooky, alias Paul D. Miller, geboren 1970 in Washington D.C., Komponist, DJ, Produzent und Autor. Zusammenarbeit mit Yoko Ono, Iannis Xenakis, Slayer, Sun Ra u.a.

Audio-Ausschnitt Terra Nullius

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