Donnerstag, 21. August 2014MESZ00:28 Uhr

Zeitfragen

Alternative zum KapitalismusGenosse Bürger
Arbeiter bedienen eine Hopfenpflückmaschine bei der Hopfenernte in der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln e.G. im sächsischen Mügeln

Sie scheint eine Alternative zum kapitalistischen System zu sein: die Genossenschaft. Das Jahr 2012 war von den Vereinten Nationen zum Jahr der Genossenschaften erklärt worden. Angesichts der Krisen des Finanzkapitalismus hat die alte Idee gemeinschaftlichen Wirtschaftens wieder Konjunktur. Mehr

Karl der Große"Christlicher Kaiser" oder "Vater Europas"?
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen. 

Der erste mittelalterliche Kaiser, Karl der Große, ist ein Paradebeispiel für politische Vereinnahmung: Er wurde zu einer Projektionsfläche für unterschiedlichste Etikettierungen - so dass sich das Bild, das wir von dem Machtmenschen haben, häufig gewandelt hat.Mehr

VandalenZu Unrecht in Verruf geraten
Ein Schild an einem Behinderten-Aufzug in Nürnberg.

Der Begriff "Vandalismus" ist besonders populär, führt aber historisch in die Irre. Denn die umgangssprachlichen Vandalen müssen tatsächlich das ausbaden, was de facto die Jakobiner ausgefressen haben.Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 30.11.2009

Steueroase Deutschland?

Der halbherzige Kampf gegen Steuerhinterziehung

Von Caroline Nokel

Bis zu 20 Milliarden Euro gehen den öffentlichen Haushalten jedes Jahr durch Steuerbetrug und -hinterziehung verloren.
Bis zu 20 Milliarden Euro gehen den öffentlichen Haushalten jedes Jahr durch Steuerbetrug und -hinterziehung verloren. (AP)

Bis zu 20 Milliarden Euro gehen den öffentlichen Haushalten jedes Jahr durch Steuerbetrug und Steuerhinterziehung verloren, schätzt das Münchner ifo-Institut. Steuerfahnder brachten der Staatskasse 2007 immerhin 1,6 Milliarden Euro mehr Steuern ein, auch Betriebsprüfer sorgen jedes Jahr dafür, dass 12 bis 14 Milliarden Euro Steuern nachgezahlt werden. Doch es wäre mehr drin.

Aber statt solch hoch rentables Personal aufzustocken, wird in Finanzämtern abgebaut und mit veralteter Technik gearbeitet. Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Dieter Engels, urteilte in einem Bericht von 2006 über die Finanzverwaltungen, sie seien nicht mehr in der Lage, ihren gesetzlichen Auftrag wahrzunehmen, Steuern festzusetzen und zu erheben. Die gleichmäßige Besteuerung aller, immerhin ein Verfassungsgrundsatz, finde nicht mehr statt.

Wird der Kampf gegen Steuerhinterziehung nicht ernst genommen? Oder warum lässt sich der Staat die dringend benötigten Milliarden entgehen?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links:
Ergebnisse der Steuerfahndung 2008
Probleme beim Vollzug der Steuergesetze
Aufsatz von Hans Berg


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