Montag, 25. Mai 2015MESZ19:36 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie Klomusik in Cannes
Blick auf Fotografen mit ihren Kameras im Anschlag bei einem Photocall bei dem 68. Filmfestival in Cannes, am 13.5.2015 (picture alliance / dpa / Patrice Lapoirie/Botella)

Ausführlich besprechen die nur mittelprächtig gelaunten Filmkritiker, was sie beim Festival von Cannes (nicht) erlebt haben − und spekulieren natürlich, wer heute die Goldene Palme bekommt.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

"Rosenkavalier" an der Frankfurter OperZelebrieren eines Totentanzes
Frankfurter Oper (dpa / picture alliance / Daniel Reinhardt)

Claus Guth inszeniert den "Rosenkavalier" als makaberes Spiel der Entgrenzung: Er siedelt das Stück in einem Sanatorium an, hier tanzen Todkranke neben schon Gestorbenen. Eine faszinierende Inszenierung, konsequent in Konzeption und Durchführung. Einzig musikalisch gibt es einen Wermutstropfen. Mehr

BiennaleVenedig schließt Büchels "Moschee"
Die Installation "Die Moschee" von Christoph Büchel im Isländischen Pavillon auf der Biennale in Venedig (dpa / picture alliance / Maciej Kulczynski)

Mit der Installation "The Mosque" begeisterte der Schweizer Christoph Büchel bei der Biennale in Venedig. Doch jetzt hat die Stadt das Moschee-Projekt geschlossen. Was bedeutet das für das Ansehen der berühmten Kunstschau?Mehr

Filmfestival CannesGoldene Palme für Migrantendrama
Der französische Regisseur Jacques Audiard mit der französischen Schauspielerin Sophie Marceau (l.) und der Schauspielerin Kalieaswari Srinivasan (2.v.l.) (VALERY HACHE / AFP)

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an das gesellschaftskritische Drama "Dheepan" des französischen Regisseurs Jacques Audiard. Das gab die Jury der 68. Internationalen Festspiele am Sonntagabend in Südfrankreich bekannt.Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.02.2012

"Staatlich verordnete Preissteigerung" für Kunst

Deutscher Kulturrat warnt vor Mehrwertsteuer-Anhebung im Kunsthandel

Olaf Zimmermann im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben  "mauert".   (Elke A.Jung-Wolff)
Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben "mauert". (Elke A.Jung-Wolff)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat die Rüge der EU-Kommission am ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Kunstwerke in Deutschland scharf kritisiert. Er warnte vor den Folgen einer Anhebung für die große Mehrzahl der Künstler, die unter prekären Bedingungen arbeiteten.

Für viele Gegenstände des kommerziellen Kunsthandels wie Fotografien, Drucke und Auflagenobjekte gelte bereits der volle Steuersatz von 19 Prozent. Wenn die ermäßigte Steuer von 7 Prozent für die Kunstoriginale und Sammlungsstücke nun wegfallen müsste, träfe diese Maßnahme besonders die Masse der Künstler und kleinen Kunsthandlungen, die ohnehin sehr wenig verdienten und "am Existenzminimum knapsen", sagte Zimmermann.

Weil sich die Kunst vom Produzenten durch die ganze Handelskette hindurch erheblich verteuern würde, würde es als Konsequenz für die bildenden Künstlerinnen und Künstler in Zukunft noch schwieriger werden, "ihre Kunstwerke and den Mann, an die Frau zu bringen," gab er zu bedenken.

Zimmermann forderte die nationale Politik auf, sich gegen die Vorgaben aus Brüssel entschlossen zur Wehr zu setzen, und klarzumachen: "Liebe EU-Kommission, das geht euch gar nichts an, wir haben die Hoheit im Kulturbereich."

Die Brüsseler Behörde hatte die Bundesrepublik förmlich aufgefordert, die Mehrwertsteuer auf Kunstwerke und Sammlungsstücke anzuheben. Kommt Deutschland der Forderung nicht innerhalb von zwei Monaten nach, drohen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und eine Geldstrafe.

Das vollständige Gespräch mit Olaf Zimmermann können Sie mindestens bis zum 27.7.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Kultur als "linkes Hobby"