Mittwoch, 22. Oktober 2014MESZ09:57 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Kunsthalle BremenViele Lücken in den Beweisketten
Die Aufnahme vom 20.08.2011 zeigt die Rückseite der Kunsthalle Bremen am Tag ihrer Wiedereröffnung mit beiden Anbauten. Damit vergrößerte sich die Nutzfläche um 3750 auf insgesamt 7820 Quadratmeter. Nach der zweijährigen Schließung präsentierte sich damit die Kunsthalle der Hansestadt deutlich erweitert und modernisiert.

Bundesweit lagert in den Museen noch von den Nazis geraubter Besitz. Denn wenn der Etat kaum für Museumsarbeit reicht, kommt auch die Provenienzforschung zu kurz. Die Kunsthalle zeigt erste Ergebnisse eines dreijährigen Projekts.Mehr

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter kommen in Halle auf ihre Kosten und es gibt eine Ehrung für den Komponisten der Winnetou-Musik.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.02.2012

"Staatlich verordnete Preissteigerung" für Kunst

Deutscher Kulturrat warnt vor Mehrwertsteuer-Anhebung im Kunsthandel

Olaf Zimmermann im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben  "mauert".
Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben "mauert". (Elke A.Jung-Wolff)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat die Rüge der EU-Kommission am ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Kunstwerke in Deutschland scharf kritisiert. Er warnte vor den Folgen einer Anhebung für die große Mehrzahl der Künstler, die unter prekären Bedingungen arbeiteten.

Für viele Gegenstände des kommerziellen Kunsthandels wie Fotografien, Drucke und Auflagenobjekte gelte bereits der volle Steuersatz von 19 Prozent. Wenn die ermäßigte Steuer von 7 Prozent für die Kunstoriginale und Sammlungsstücke nun wegfallen müsste, träfe diese Maßnahme besonders die Masse der Künstler und kleinen Kunsthandlungen, die ohnehin sehr wenig verdienten und "am Existenzminimum knapsen", sagte Zimmermann.

Weil sich die Kunst vom Produzenten durch die ganze Handelskette hindurch erheblich verteuern würde, würde es als Konsequenz für die bildenden Künstlerinnen und Künstler in Zukunft noch schwieriger werden, "ihre Kunstwerke and den Mann, an die Frau zu bringen," gab er zu bedenken.

Zimmermann forderte die nationale Politik auf, sich gegen die Vorgaben aus Brüssel entschlossen zur Wehr zu setzen, und klarzumachen: "Liebe EU-Kommission, das geht euch gar nichts an, wir haben die Hoheit im Kulturbereich."

Die Brüsseler Behörde hatte die Bundesrepublik förmlich aufgefordert, die Mehrwertsteuer auf Kunstwerke und Sammlungsstücke anzuheben. Kommt Deutschland der Forderung nicht innerhalb von zwei Monaten nach, drohen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und eine Geldstrafe.

Das vollständige Gespräch mit Olaf Zimmermann können Sie mindestens bis zum 27.7.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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Kultur als "linkes Hobby"