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Kulturpresseschau

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Fazit

FotografieWas vom Krieg übrigbleibt
Dresden nach dem Bombenangriff 1945. In der Nacht zum 14.02.1945 griffen im Zweiten Weltkrieg amerikanische und britische Flugzeuge die Stadt an der Elbe an. Bei dem Bombenangriff wurde die historische Innenstadt nahezu völlig zerstört, über 35.000 Menschen fanden den Tod.

Panzerwracks, Ruinen, Überlebende. Die Fotografien der Ausstellung "Conflict, Time, Photography" zeigen die Nachwirkungen von Kriegen. Die Aufnahmen sind nach ihrem zeitlichen Abstand zum eigentlichen Kriegsereignis angeordnet.Mehr

Gurlitt-NachlassSchwieriges Erbe
Das Kunstmuseum in Bern von außen.

Die Sammlung von Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt geht an das Kunstmuseum Bern - mit Ausnahme der Werke, die unter Raubkunst-Verdacht stehen. So weit, so gut. Was aber passiert mit der "entarteten Kunst"?, fragt Claudia Wheeler.Mehr

KinoEine Freundschaft im Krieg
Der Dokumentarfilm "The Green Prince" des israelischen Regisseurs Nadav Schirman

Der eine ist Palästinenser und Sohn eines Hamas-Führers. Der andere Israeli und Geheimdienstler. Eigentlich müssten sie Feinde sein, aber sie werden Freunde. In "The Green Prince" erzählt Dokumentarfilmer Nadav Schirman ihre Geschichte. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.02.2012

"Staatlich verordnete Preissteigerung" für Kunst

Deutscher Kulturrat warnt vor Mehrwertsteuer-Anhebung im Kunsthandel

Olaf Zimmermann im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben  "mauert".
Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben "mauert". (Elke A.Jung-Wolff)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat die Rüge der EU-Kommission am ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Kunstwerke in Deutschland scharf kritisiert. Er warnte vor den Folgen einer Anhebung für die große Mehrzahl der Künstler, die unter prekären Bedingungen arbeiteten.

Für viele Gegenstände des kommerziellen Kunsthandels wie Fotografien, Drucke und Auflagenobjekte gelte bereits der volle Steuersatz von 19 Prozent. Wenn die ermäßigte Steuer von 7 Prozent für die Kunstoriginale und Sammlungsstücke nun wegfallen müsste, träfe diese Maßnahme besonders die Masse der Künstler und kleinen Kunsthandlungen, die ohnehin sehr wenig verdienten und "am Existenzminimum knapsen", sagte Zimmermann.

Weil sich die Kunst vom Produzenten durch die ganze Handelskette hindurch erheblich verteuern würde, würde es als Konsequenz für die bildenden Künstlerinnen und Künstler in Zukunft noch schwieriger werden, "ihre Kunstwerke and den Mann, an die Frau zu bringen," gab er zu bedenken.

Zimmermann forderte die nationale Politik auf, sich gegen die Vorgaben aus Brüssel entschlossen zur Wehr zu setzen, und klarzumachen: "Liebe EU-Kommission, das geht euch gar nichts an, wir haben die Hoheit im Kulturbereich."

Die Brüsseler Behörde hatte die Bundesrepublik förmlich aufgefordert, die Mehrwertsteuer auf Kunstwerke und Sammlungsstücke anzuheben. Kommt Deutschland der Forderung nicht innerhalb von zwei Monaten nach, drohen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und eine Geldstrafe.

Das vollständige Gespräch mit Olaf Zimmermann können Sie mindestens bis zum 27.7.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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Kultur als "linkes Hobby"