Sonntag, 2. August 2015MESZ14:21 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsGedränge auf dem Grünen Hügel
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ehemann Joachim Sauer am 25.07.2015 in der Pause während der Eröffnung der 104. Bayreuther Festspiele in Bayreuth (Bayern). Die Richard-Wagner-Festspiele dauern bis zum 28. August. (picture-alliance / dpa / Tobias Hase)

Der Auftakt zu den Wagner-Festspielen war Thema Nummer eins der vergangenen Feuilleton-Woche. Während in der "Zeit" die Details im Bayreuther Rummel skizziert wurden, zog die "NZZ" bei der musikalischen Bewertung von Thielemanns "Tristan" alle Register.Mehr

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Fazit

Ernst Jandl zum 90. Geburtstagschtzngrmm t-t-t-t
(picture alliance / dpa / Porträtdienst)

Mit Gedichten wie "schtzngrmm" und "ottos mops" löste Ernst Jandl Empörung bei der Kritik aus – und Jubel beim Publikum. Am 1. August wäre der österreichische Dichter 90 Jahre geworden. Wir sprechen mit seinem Biografen Klaus Siblewski über Jandl und sein Wirken.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.02.2012

"Staatlich verordnete Preissteigerung" für Kunst

Deutscher Kulturrat warnt vor Mehrwertsteuer-Anhebung im Kunsthandel

Olaf Zimmermann im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben  "mauert".   (Elke A.Jung-Wolff)
Kulturrat-Chef Olaf Zimmermann will, dass die nationale Politik gegen die EU-Vorgaben "mauert". (Elke A.Jung-Wolff)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat die Rüge der EU-Kommission am ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Kunstwerke in Deutschland scharf kritisiert. Er warnte vor den Folgen einer Anhebung für die große Mehrzahl der Künstler, die unter prekären Bedingungen arbeiteten.

Für viele Gegenstände des kommerziellen Kunsthandels wie Fotografien, Drucke und Auflagenobjekte gelte bereits der volle Steuersatz von 19 Prozent. Wenn die ermäßigte Steuer von 7 Prozent für die Kunstoriginale und Sammlungsstücke nun wegfallen müsste, träfe diese Maßnahme besonders die Masse der Künstler und kleinen Kunsthandlungen, die ohnehin sehr wenig verdienten und "am Existenzminimum knapsen", sagte Zimmermann.

Weil sich die Kunst vom Produzenten durch die ganze Handelskette hindurch erheblich verteuern würde, würde es als Konsequenz für die bildenden Künstlerinnen und Künstler in Zukunft noch schwieriger werden, "ihre Kunstwerke and den Mann, an die Frau zu bringen," gab er zu bedenken.

Zimmermann forderte die nationale Politik auf, sich gegen die Vorgaben aus Brüssel entschlossen zur Wehr zu setzen, und klarzumachen: "Liebe EU-Kommission, das geht euch gar nichts an, wir haben die Hoheit im Kulturbereich."

Die Brüsseler Behörde hatte die Bundesrepublik förmlich aufgefordert, die Mehrwertsteuer auf Kunstwerke und Sammlungsstücke anzuheben. Kommt Deutschland der Forderung nicht innerhalb von zwei Monaten nach, drohen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und eine Geldstrafe.

Das vollständige Gespräch mit Olaf Zimmermann können Sie mindestens bis zum 27.7.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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