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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 05.05.2013

Slums!

Vom Elend und der Sehnsucht

Armut in einem Slum von Mumbai (picture alliance/dpa/Divyakant Sola)
Armut in einem Slum von Mumbai (picture alliance/dpa/Divyakant Sola)

Slum: Das klingt nach Müllhütten, Bettlern und Hunger. Darum soll es nicht gehen in diesem Neonlicht, sondern um die besseren Seiten der Elendsviertel. Um Schönheitssalons für Arme oder brasilianische Favelas, die sich dank der Fußball-WM in Ausflugsorte verwandeln. Wir suchen das Geld im Staub der Gassen und lassen uns von Künstlern erklären, warum die chaotischen Siedlungen ein Ort der Inspiration sind.

Wellness unterm Wellblechdach
Von Leila Knüppel und Nicole Scherschun
Augenbrauenzupfen, Massagen, Gesichtspeeling – Wellness ist normalerweise ein teurer Spaß, nicht so in den Slums indischer Großstädte. Ein Beauty Salon nach dem anderen eröffnet hier, manchmal direkt in den eigenen engen vier Wänden. Ob arm oder reich – den Preis für Schönheit sind die Frauen bereit zu zahlen. Zumal das Kosmetikstudio eine Oase der Privatheit im überfüllten Elendsviertel ist.

Slum als Chance?
Der Soziologe Heiko Schrader im Gespräch mit Mandy Schielke
Elendsviertel sind auch Arbeiterviertel und damit Sehnsuchtsorte der armen Landbevölkerung. In Dharavi in Mumbai werden Schätzungen zufolge bis zu einer Milliarde Euro jährlich erwirtschaftet. Hier lassen internationale Luxus-Firmen wie Gucci produzieren. Morgens sieht man Männer in Anzug und Krawatte auf dem Weg zur Arbeit. Kann man tatsächlich Karriere im Slum machen? Und warum sind einige Viertel erfolgreicher als andere?

Der kreative Charme des Chaos
Von Marietta Schwarz
Ob Favela, Township, Shanty Town, Ghetto oder Slum - für viele Politiker sind sie die Schandflecken der Stadt. Nirgendwo ist die Kehrseite der Verstädterung deutlicher zu sehen. Trotzdem oder gerade deswegen üben die informellen Siedlungen einen großen Reiz auf Künstler und Architekten aus. Sie schwärmen vom Charme des Unfertigen und lassen sich vom Chaos inspirieren.

Von der No-Go-Area zur Touristenattraktion?
Von Anne Herrberg
Sie sind die dunkle Seite der "Cidade Maravilhosa", der wunderbaren Stadt am Zuckerhut – die Favelas von Rio de Janeiro. Armut, Gewalt und Drogen prägen das Bild. Doch die brasilianische Metropole bereitet sich auf die Fußball WM und die Olympischen Spiele vor und vertreibt die Drogenbosse. Das Image der Favelas wandelt sich. Mittlerweile bieten zahlreiche Agenturen geführte Streifzüge durch die ehemals mordsgefährlichen No-Go-Areas an.

Neonlicht

MetropolenphänomeneWeitermachen
Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010). (picture-alliance / dpa / Helmut Reuter)

Das Neonlicht braust mit einem Motogirl durchs Verkehrschaos von Sao Paulo, probiert jüdische Speisen in der Gourmet-Version in New York und spürt der Faszination Zauberwürfel nach.Mehr

StadtalltagBesser leben geht immer
Blick am 03.08.2007 von der Wettsteibrücke über den Rhein auf den Baseler Stadtteil Grossbasel mit dem Münster der Stadt. ( picture-alliance/ dpa /  Thomas Eisenhuth  )

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Boring ConferenceDie Kunst der Langeweile
Ein müder Student gähnt (picture alliance / dpa)

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