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Interview / Archiv | Beitrag vom 21.03.2016

Schattenwirtschaft in DeutschlandHeute Flüchtling, morgen Schwarzarbeiter?

Friedrich Schneider im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke

Gerüstbauer arbeiten auf einer Baustelle. (picture-alliance / dpa / Christian Charisius)
Gerüstbauer auf einer Baustelle: Gerade am Bau werden viele Jobs noch schwarz erledigt (picture-alliance / dpa / Christian Charisius)

Was bedeutet die Zuwanderung für die illegale Beschäftigung in Deutschland? Der Experte für Schattenwirtschaft, Friedrich Schneider, rechnet mit schwarz arbeitenden Flüchtlingen – aber nur, wenn diese nicht schnell integriert werden.

Friedrich Georg Schneider, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Linz und Experte für Schattenwirtschaft, hat eine gute Nachricht: Die gute Wirtschaftslage in Deutschland führt dazu, dass die Schwarzarbeit derzeit abnimmt.

Er hat allerdings auch eine schlechte Nachricht: Es gibt zwei gegenläufige Trends zu mehr Schwarzarbeit, die sich möglicherweise mittelfristig deutlich auswirken werden.

Zum einen wäre da der Mindestlohn, der in Ostdeutschland zu mehr Schwarzarbeit führe, sagte Schneider im Deutschlandradio Kultur. Zum anderen wollen auch die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, arbeiten und Geld verdienen.

Jeder Syrer soll ab dem ersten Tag arbeiten dürfen

Die Genehmigungsverfahren bis zur Arbeitsaufnahme dauerten aber viel zu lang, kritisierte Friedrich. Deswegen werde es auch hier mehr Schwarzarbeit geben.

Schneider schlug vor, jedem Syrer vom ersten Tag an sofort eine Arbeitserlaubnis zu erteilen - "und ich würde ihm auch sagen, er hat entsprechend seinen Fähigkeiten einen Job anzunehmen, damit er viel rascher in die offizielle Wirtschaft integriert werden kann".

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