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Oper in deutschen LändernRossini in Wildbad
Dirigent Luciano Acocella am Pult

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Konzert / Archiv | Beitrag vom 23.06.2012

Russische Oper im Doppelpack

Tschaikowsky und Rachmaninow im Theater an der Wien

"Iolanta" von Peter Tschaikowsky und "Francesca da Rimini” von Sergej Rachmaninow, zwei Liebesgeschichten mit gegensätzlichem Ausgang. Jubel zur Ehre Gottes für Heilung und Glück durch die Kraft der Liebe zum Einen, verdammte Seelen im Inferno, die an Gottes Gerechtigkeit zweifeln lassen, zum Anderen. Beide Einakter, für die Modest Tschaikowsky das Libretto verfasst hat, sind Meisterwerke des Fin de siècle.

"Iolanta" handelt von einer blinden Königstochter, die von ihrem Gebrechen nichts weiß, weil ihr Vater den Hofstaat zum Schweigen verurteilt hat. Ein maurischer Arzt verspricht Heilung, sobald sich das Mädchen seiner Blindheit bewusst wird. Erst die Stimme eines jungen Herzogs weckt in dem schönen Kind den Wunsch, ihren Anbeter auch sehen zu können.



Als textliche Grundlage diente ein Theaterstück des Dänen Henrik Hertz, das in der Provence Mitte des 15. Jahrhunderts spielt. "König Renés Tochter", so der Titel, war 1883 in russischer Übersetzung erschienen. Nach erstem Lesen fasste Tschaikowsky spontan den Entschluss, diese poesievolle Geschichte zu vertonen.



"Francesca da Rimini” ist eine blutrünstige Geschichte aus dem mittelalterlichen Italien. Aus machtpolitischen Gründen sollen die Kinder zweier einflussreicher Familien verheiratet werden. Damit aber die Pläne der Eltern aufgehen, stellt man Francesca nicht den für sie bestimmten hässlichen Lanceotto vor, sondern dessen schönen Bruder Paolo. Von da an beginnt ein Kampf der Gefühle, der mit Doppelmord endet.



Das Sujet geht im Kern auf Dantes "Göttliche Komödie" zurück. Auf ihrer Reise durch das Jenseits gelangen Dante und der Geist Vergils an einen Ort, an dem sie auf die Geister jener treffen, die ihre Lust in die Verdammnis gebracht hat. Hier begegnen sie zwei besonders klagende Seelen: Francesca und und ihrem Liebhaber Paolo, deren Geschichte nun erzählt wird.

www.theater-wien.at





Theater an der Wien

Aufzeichnung vom 21.1.12



Peter Tschaikowsky

"Iolanta"

Lyrische Oper in einem Akt op. 69

Libretto: Modest Tschaikowsky



Iolanta – Olga Mykytenko, Sopran

King René – Dmitry Belosselsky, Bass

Robert – Dalibor Jenis, Bariton

Godefroy de Vaudémont – Saimir Pirgu, Tenor

Ibn-Hakia – Elchin Azizov, Bariton

Alméric – Ladislav Elgr, Tenor

Bertrand – Vladimir Baykov, Bass

Martha – Svetlana Shilova, Alt

Brigitta – Rinnat Moriah, Sopran

Laura – Victoria Yarovaya, Mezzosopran

Mathilda – Barbora Kohoutková, Tänzerin



ca. 20:45 Uhr Pause mit Nachrichten



Sergej Rachmaninow

”Francesca da Rimini”

Oper in zwei Akten mit Prolog und Epilog, op. 25

Libretto: Modest Tschaikowsky

nach Dantes Inferno



Dante – Ladislav Elgr, Tenor

Vergils Geist – Vladimir Baykov, Bariton

Francesca – Olga Mykytenko, Sopran

Lanceotto Malatesta – Dmitry Belosselsky, Bariton

Paolo – Saimir Pirgu, Tenor

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Arnold Schönberg Chor

Leitung: Vassily Sinaisky