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Klangkunst

Inevitable Music #2
Die Installation "Modular Cube" von Sol LeWitt  am 01.03.2002 in der Neuen Berliner Nationalgalerie (picture alliance /  ZB / Bernd Settnik)

Der Klangkünstler Sébastien Roux übersetzt Werke der Literatur und der Bildenden Kunst in musikalische Sphären. Ein Wandbild erklingt etwa auf Anweisungen des Konzeptkünstlers Sol LeWitt. Mehr

UrsendungIn the Darkness of the World
Logo des CTM Festivals 2015 (CTM Festival)

Das Radio Lab des Berliner CTM Festivals für experimentelle Musik und Kunst sucht jedes Jahr Arbeiten, die künstlerische Möglichkeiten von Installation und Live-Performance mit den spezifischen Potenzialen von Radio auf innovative Weise verschränken.Mehr

pssst Leopard 2A7+
Ein Panzer KPz Leopard 2 A6 EX fährt am 15.7.2002 auf einer Teststrecke der Krauss-Maffei-Wegmann GmbH in München (picture-alliance / dpa/dpaweb / Matthias Schrader)

Es gibt Geheimnisse, die keine sind. Wie zum Beispiel die deutsche Rüstungsproduktion. Der Rüstungsexportbericht der Bundesregierung ist öffentlich zugänglich und er bleibt eigentümlich unbeachtet. Mehr

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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 21.09.2012

Rootless

(Ursendung)

Von Merzouga

Bohdan Hanushevsky auf dem Güterbahnhof Eifeltor bei den Aufnahmen  zu "Rootless" (Janko Hanushevsky)
Bohdan Hanushevsky auf dem Güterbahnhof Eifeltor bei den Aufnahmen zu "Rootless" (Janko Hanushevsky)

Heimat hat einen Klang: Das Volkslied zelebriert die Verbundenheit von Menschen und Orten mit besonderer Wirkungsmacht. Im Zeitalter der Globalisierung ist die Sehnsucht nach akustischen Wurzeln besonders groß – und sie führt zwischen Musikantenstadl und Weltmusik ins Absurde.

"Heimat ist Utopie", sagt Bernhard Schlink. "Am intensivsten wird sie erlebt, wenn man weg ist und sie einem fehlt; das eigentliche Heimatgefühl ist das Heimweh."

Das Duo Merzouga lässt ein altes ukrainisches Volkslied durch die Münder moderner Musiknomaden wandern. Sie inszenieren Field-Recordings in Containerhäfen und Güterbahnhöfen. Sie zerlegen die Weise elektronisch in ihre Bestandteile und fügen sie neu zusammen. Am Ende steht das Substrat einer Sehnsucht.

Komposition und Realisation: Janko Hanushevsky und Eva Pöpplein
Stimme: Bohdan Hanushevsky und Bettina Wenzel
Produktion: DKultur 2012
Länge: ca. 50’

Das Duo Merzouga, alias Janko Hanushevsky und Eva Pöpplein, produziert Radiosendungen und Musik für Hörspiel, Theater und Film sowie radiofone Klangkunst. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Mekong Morning Glory". Prix Marulić 2011 für "Milomaki".

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Mekong Morning Glory
Milomaki