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AsylpolitikDen Notstand verwalten
Mehrere Flüchtlinge sitzen am 10.10.2014 in München (Bayern) auf dem Gelände der Bayernkaserne neben ihren Koffern auf dem Asphalt. Am Abend zuvor haben rund 150 Flüchtlinge für eine bessere Unterbringung demonstriert.

Die meisten Flüchtlinge in Deutschland kommen über Bayern. Hier fehlt es neben zumutbaren Unterkünften vor allem an Sozialarbeitern. Für Auffanglager, Kommunen, Schulen oder die Bundespolizei ist das ein kaum zu bewältigender Kraftakt. Mehr

BayernProteste gegen "Monstertrasse"
Ein Hochspannungsmast in Bayern

Sie haben Angst: Angst um ihre Gesundheit, dass ihre Häuser an Wert verlieren, dass ihre Heimat zerstört wird. Sie haben Bürgerinitiativen gegründet und protestieren gegen eine Stromtrasse, die quer durch Bayern gehen soll. Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 19.10.2010

Roma in Göttingen

Von der Abschiebung bedroht

Von Ita Niehaus

Der Umgang mit der Minderheit der Roma in Europa macht Schlagzeilen - inzwischen auch in Deutschland.
Der Umgang mit der Minderheit der Roma in Europa macht Schlagzeilen - inzwischen auch in Deutschland. (AP)

Göttingen. Rosenwinkel. Den Göttingern ist diese Adresse ein Begriff. Dort leben seit zum Teil mehr als zehn Jahren rund 100 Roma vor allem aus dem Kosovo. Kriegsflüchtlinge. Beliebt sind sie hier nicht, doch die Konflikte halten sich in Grenzen.

Die Probleme der Roma sind andere. Ihnen droht die Abschiebung. Deutschland hat ein Rückführungsabkommen mit der Republik Kosovo abgeschlossen. Massenabschiebungen wie in Frankreich wird es hier nicht geben. Doch das niedersächsische Innenministerium hat schon vor Wochen eine harte Vorgehensweise proklamiert.

Und vor Ort? Da kümmert sich das Projekt FairBleib um die Roma-Flüchtlinge, hilft bei ihrer Qualifizierung. Und die Ausländerbehörde der Stadt spricht sich vehement dafür aus, dass Projekte wie FairBleib weiter gefördert werden müssen, um die Integrationschancen für Flüchtlinge zu verbessern.

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