Seit 15:05 Uhr Interpretationen
 
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Seit 15:05 Uhr Interpretationen
 
 

Programm: Vor- und Rückschau

Seit 15:05 Uhr

Interpretationenaufnehmen

Eine Therapie gegen den Trübsinn
"Die Liebe zu den drei Orangen" von Sergej Prokofjew
Moderation: Karl Dietrich Gräwe
(Wdh. v. 26.12.2012)

Tagesprogramm Sonntag, 22. Januar 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Literarisches Colloquium Berlin
Aufzeichnung vom 17.01.2017

Nonfiction lesen: Reden wir über Biografien
Mit Deborah Vietor-Engländer und Jörg Später
Moderation: René Aguigah und Jens Bisky

Das Leben von Siegfried Kracauer und das von Alfred Kerr wurden jetzt zum ersten Mal Thema großer Biografien.

Beide wurden sie in jüdischen Familien geboren, beide ließen sich 1914 von der Kriegsbegeisterung anstecken, beide schrieben für die bis heute legendäre „Frankfurter Zeitung“. Und beide verließen Anfang 1933 Nazideutschland. Das Leben von Siegfried Kracauer und das von Alfred Kerr wurden nun zum ersten Mal Thema großer Biografien: Deborah Vietor-Engländer schildert, wie Alfred Kerr zum bedeutendsten Theaterkritiker Deutschlands wurde. Jörg Später spürt dem facettenreichen Leben Siegfried Kracauers nach, der auch Architekt, Filmschriftsteller und ein Pionier der Soziologie war. Wie immer geht es in unserer Reihe auch um die literarischen Strategien des Sachbuchschreibens: Wie spiegeln Lebensläufe die Zeitgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Wie wird man einem vergangenen Leben gerecht? Und wie findet man eigentlich die biografische Wahrheit?

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Uwe Golz

Winterblues - er soll Menschen in der kalten und dunklen Jahreszeit befallen. Was es damit auf sich hat und ob auch andere Umstände zum Blues im Januar führen können, das klärt auch der heutige Studiogast, der Singer/Songwriter Luke Elliot.

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Christliche Wissenschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Gott hat den Fremdling lieb."
Biblische Herausforderungen zum Umgang mit Fremden
Von Pastor Dietrich Heyde
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Matti und das Winterunglück mit Opa Karl
Von Mara Schindler
Gelesen von Uta Hallant
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Moderation: Felix Schlebusch

Nur weil der Winterdienst vor dem Haus von Matti vergessen wurde, liegt Opa Karl nun im Krankenhaus.

Opa Karl liegt mit einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus. Wäre er doch nur rechtzeitig nach Hause gekommen, wirft Matti sich selbst vor. Dann hätte er Lisbeths Winterdienst übernehmen können, für sie den frisch verschneiten Weg freigeschaufelt, Sand gestreut, und Opa wäre garantiert nicht gestürzt. Aber Matti hat den Zettel seiner Schwester zu spät gelesen. Nun liegt Opa in der Klinik und Matti traut sich nicht, ihn zu besuchen.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Der Pap@mat
Von Peter Jacobi
Ab 7 Jahren
Regie: Oliver Sturm
Komposition: Sabine Worthmann
Mit: Lyonel Holländer, Nele Rosetz, Sven Lehmann, Anton Kurth, Leo Burkhardt, Uwe Büschken, Gunther Schoss, Michael Schuhmacher, Nadja Schulz-Berlinghoff, Fritz Hammer, Sofia Musial und Lotte Thierbach
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Länge: 48'31
(Wdh. v. 31.08.2014)
Moderation: Felix Schlebusch

Philipp bestellt im Internet einen Pap@mat.

Zufällig gerät Philipp im Internet auf die Seite von Superdad-Solutions, klickt herum, wird nach seinen Wünschen gefragt und schon hat er bestellt. Als er nach der Kreditkartennummer gefragt wird, macht er schnell aus. Doch zwei Tage später bringt der Lieferservice ein großes Paket und heraus steigt der bestellte Pap@mat. Zuerst ist das wunderbar, weil er sich für alles interessiert, was Philipp macht. Er hilft ihm bei den Hausaufgaben und spielt stundenlang mit ihm am Computer. Aber dann entdeckt ihn Mama und es gibt Ärger ohne Ende.

Peter Jacobi, geboren 1951 in Thüringen, studierte Philosophie und Anglistik, lebt in München, schreibt Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Wallfahrtsorte der DDR-Rockmusik
Spurensuche im Osten der Bundesrepublik
Von Olaf Leitner

Es sind mystische Namen, die die Augen der DDR-Rockfans auch heute noch zum Leuchten bringen: Limbach-Oberfrohna, Gaschwitz oder der Schwarze Sack in Teltow. Gepflegte Kleinstädte und beschauliche Dörfer, die zur Szene wurden, weil dynamische deutsch-demokratische Jungrepublikaner dort ein Minifestival arrangiert hatten. Denn die wahre Kraft des Beat und Blues wurde in Spelunken, Bierhallen und Dorfkneipen der DDR-Provinz entfaltet. Was wiederum die Volkspolizei provozierte und die spontanen Veranstalter zum Verhör einbestellen ließ.
Die 'Deutschlandrundfahrt' erinnert an Wallfahrtsorte, wo junges Kulturleben pulsierte und der Obrigkeit trotzte. Sie lässt Musiker, Veranstalter, Fans und Funktionäre zu Wort kommen, die damals dabei waren, und schaut nach, was heute dort von dem damaligen Spirit noch existiert. Sind spontane Kulturereignisse im Hinterland noch möglich? Eine persönliche Spurensuche zwischen gestern und heute.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Modertion: Miriam Rossius

12:30 Uhr

Die Reportage

Befreiende Reise
Auf den Spuren des ermordeten Vaters
Von Ludger Fittkau

Der Niederländer Joost de Snoo ist 75 Jahre alt, als er sich auf den Weg ins ehemalige Konzentrationslager Neuengamme macht. Dort wurde sein Vater von den Nationalsozialisten ermordet, vermutlich weil er sich der Zwangsarbeit widersetzt hat. Joost de Snoo erinnert sich an den Vater nicht, er war erst 3 Jahre alt, als er verschwand. Die ganzen Jahre über verdrängt der Sohn die eigene, dramatische Geschichte und macht um Deutschland einen großen Bogen. Nun als alter Mann fasst er Mut und fährt an den Ort, an dem sein Vater gelitten hat und an dem er vernichtet wurde. Vom Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen bekommt er eine Brieftasche ausgehändigt, die seinem Vater beim Eintritt ins KZ abgenommen wurde: Ausweispapiere, Familienfotos, Bescheinigungen. „Was mein Vater in der Hand gehabt hat, habe ich nun in meiner Hand. Es ist eine Befreiung“.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Joachim Scholl

Die Kunst der Aufmerksamkeitsaskese
Von Bernhard Pörksen

Brauchen wir einen linken Populismus?
Gespräch mit dem Philosophen Prof. Dr. Dieter Thomä und dem Sozialpsychologen Prof. Dr. phil. Harald Welzer

Liberation now!
Von Helene Morgenstern

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Wenn nicht die Bereitschaft da ist, sich das Land zu teilen, wird der Konflikt kein Ende nehmen.“
Der Trierer Bischof Ackermann berichtet im Gespräch von einem Besuch in Israel und Palästina

Freitagsgebet in der Orangerie
Die muslimische Gemeinde in Potsdam wächst und findet keinen geeigneten Ort für eine größere Moschee.
Von Kai Adler

Buchstaben lernen und Feinde erschießen
Dschihadistische Propaganda im Internet kann ganz harmlos verpackt sein.
Von Wolfgang Martin Hamdorf

Mit islamische Argumenten und Reggae-Musik gegen den Dschihad
Anjum Khan führt im Auftrag des britischen Innenministeriums Gesprächstherapien mit radikalisierten Muslimen
Von Michaela Vieser

Moderation: Anne Françoise Weber

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationenaufnehmen

Eine Therapie gegen den Trübsinn
"Die Liebe zu den drei Orangen" von Sergej Prokofjew
Moderation: Karl Dietrich Gräwe
(Wdh. v. 26.12.2012)

16:00 Nachrichten 

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Nachspielaufnehmen

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten 

18:05 Nachspiel 

Curling
Schach mit Stein und Besen
Von Fritz Schütte
(Wdh. v. 19.01.2014)

Erwachsene Menschen wischen aufgeregt das Eis, um die Bahn eines majestätisch darüber hinweg gleitenden Steins zu beeinflussen. Das wirkt skurril und sieht auf den ersten Blick so einfach aus, als könne es jeder Laie. Doch Curling ist ein präziser Hightech-Sport und stellt hohe Anforderungen an Konzentration und Teamgeist. Viele Firmen buchen Curlingseminare bereits zur Mitarbeiterschulung.

18:30 Uhr

Hörspielaufnehmen

Agamemnons Tod
Von Gerhart Hauptmann
Bearbeitung und Regie: Hanns Korngiebel
Mit: Walter Frank, Gerda Müller, Hilde Körber, Erwin Biegel, Robert Taube, Walter Werner, Max Grothusen, Rudolf Klix, Kurt Keller-Nebri, Georg Georgi, Alice Decarli
Komposition: Boris Blacher
Ton: Gerhard Neumann
Produktion: DIAS 1946
Länge: 56'59
(Wdh. v. 28.07.1946)

Seit Generationen lastet ein Fluch auf dem Haus des Atreus - "ein unzerreißlich Band, das Rache heißt".

"Finsternis einer sternlosen Nacht … ab und an zerschneidet Eulenruf die gespenstige Stille." In dieser Stimmung kehrt König Agamemnon heim nach Mykene, wo nun seine Frau Klytaimnestra herrscht. Elektra erkennt ihren Vater und ruft das Volk zur Feier seiner Rückkehr. Klytaimnestra aber zürnt ihrem Gatten, weil dieser einst bereitwillig die gemeinsame Tochter Iphigenie opferte. Über dem Geschlecht der Atriden liegt eine unheilvolle Prophezeiung: jenes "unzerreißliche Band, das Rache heißt".

Gerhart Hauptmann, 1862 in Schlesien geboren, stirbt 1946 in Agnieszków/Polen. 1912 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. In seinem Nachlass finden sich zwei unveröffentlichte Texte der Atriden-Tetralogie, "Agamemnons Tod" und "Elektra". Trotz der engen Bindung des Autors zum Nationalsozialismus sichert sich der RIAS (damals noch DIAS - Drahtfunk im amerikanischen Sektor) eilig die Textrechte. "Agamemnons Tod" ist das erste Hörspiel, das in der Geschichte des Senders aufgezeichnet wird - ausgestrahlt am 28. Juli 1946, dem Tag von Hauptmanns Begräbnis.

19:30 Uhr

Die besondere Aufnahmeaufnehmen

George Gershwin
"Rhapsody in Blue" für Klavier und Orchester

Gerhard Puchelt, Klavier
RIAS-Symphonie-Orchester
Leitung: Sergiu Celibidache

Produktion: RIAS Berlin 1948

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:03 Uhr

Konzertaufnehmen

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
Live aus dem Großen Sendesaal des rbb

Heinz Winbeck
Fünfte Sinfonie "Jetzt und in der Stunde des Todes" (2009)

ca. 21.00 Konzertpause

Philipp Maintz
"Triptico verticale" für Stimme und Orchester (2014)

Marisol Montalvo, Gesang
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Dennis Russel Davies

Mehr als jedes Instrument ist die Stimme Träger individuellen, unverwechselbaren Ausdrucks, und das nicht nur im rein musikalischen Kontext. Seine Stimme zu erheben oder auch jemandem eine Stimme zu geben, bedeutet, sich als autonomes Subjekt zu äußern. Das Festival Ultraschall Berlin, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb, stellt in diesem Jahr die Stimme in den Mittelpunkt. Durch das Programm zieht sich - in denkbar unterschiedlicher Weise - die Stimme als roter Faden. Sie knüpft als ›schön‹ geführte Stimme an die große Tradition des Liedgesangs an, sie wagt sich weit vor in die experimentelle Stimmbehandlung, die die Übereinkunft des Belcanto zur Disposition stellt.
"Die Nähe zu den Werken der Vergangenheit passiert mir nicht, ich stelle sie bewusst her." So hat sich der Komponist Heinz Winbeck bereits mehrmals mit bedeutenden Werken der Musikgeschichte klingend auseinandergesetzt, darunter mit Franz Schuberts "Lebensstürmen" oder dessen Liederzyklus "Winterreise". Seine fünfte Sinfonie mit dem Untertitel "Jetzt und in der Stunde des Todes" sollte ursprünglich den Titel "In Bruckners Kopf" tragen. Sie nimmt Bezug auf Anton Bruckners neunte Sinfonie, die der Komponist nicht mehr vollenden konnte. Aus Material des Fragment gebliebenen Finales hat Winbeck eine Paraphrase geschaffen, die kein Versuch ist, den Torso zu vervollständigen, sondern eine Art musikalischer Nahtod-Erfahrung. "Meine Musik ist einer Traumnovelle ähnlich. Es ist, als ob Partikel der Musik ungeordnet durch den Raum fliegen und wieder zusammenfinden, aber in einer Ordnung, die für mich schon etwas Jenseitiges hat."
In seinem "Tríptico Vertical"hat Philipp Maintz drei Orchesterlieder nach Gedichten des argentinischen Schriftstellers Robert Juarroz geschrieben. "Ich lese in den ersten beiden Gedichten so etwas wie Antithesen, das dritte bündelt sie, zieht Konsequenzen und weist über die ersten beiden hinaus", so der Komponist. Die Form des Triptychons hat er analog zur Vorlage angelegt: "hier zwei große 'Flügel' außen und in der Mitte ein schnelles, lichtes, helles Mittelstück".

22:00 Uhr

Musikfeuilletonaufnehmen

Akustische Perspektiven gestalten
Der türkische Komponist Turgut Erçetin
Von Christine Anderson

Der Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD spricht über sein Schaffen

Gebürtig in Istanbul, studierte Turgut Erçetin Komposition in Stanford bei Brian Ferneyhough. Seine aktuellen Werke setzen sich mit Aspekten von Klangerfahrung und komponierter Akustik auseinander. Ein großer Teil seiner Forschungen und Arbeiten steht daher in engem Zusammenhang mit Psychoakustik und computergestützten kompositorischen Prozessen.

22:30 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Vera Linß

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Helene Hegemanns "Axolotl Overkill: Premiere auf dem Sundance Film Festival
Von Wolfgang Stuflesser

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

Januar 2017
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