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Interview / Archiv | Beitrag vom 07.02.2013

Prinzen-Sänger: NSU-Terror ist "nur die Spitze des Eisbergs"

Sebastian Krumbiegel fordert mehr Engagement gegen Rassismus in Ostdeutschland

NSU-Mitglieder Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt. (picture alliance / dpa)
NSU-Mitglieder Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt. (picture alliance / dpa)

Sebastian Krumbiegel, Sänger der Band "Die Prinzen" und Unterstützer des Vereins "Laut gegen Nazis", fordert ein größeres Engagement der Politik gegen Rechts.

Nach dem NSU-Skandal seien zwar ein paar Leute aufgewacht, aber immer noch nicht genug, sagte Krumbiegel. Die NSU sei "nur die Spitze des Eisbergs", betonte er. "Was wirklich täglich passiert, das wissen die Wenigsten."

Der Sänger kritisierte ferner das regional sehr unterschiedliche Engagement der ostdeutschen Politik gegen Rassismus und Rechtsextremismus: "Gerade die Dresdner gehen damit meiner Ansicht nach nicht besonders konstruktiv um. Also wir in Leipzig haben das schon besser im Griff."

Er sei seit Jahren jedes Jahr am 13. Februar in Dresden, wenn die Dresdner der Bombennächte gedächten und gleichzeitig der größte europäische Neonazi-Aufmarsch stattfinde. Er habe "da wirklich tausend Leute 'Deutschland, Deutschland über alles' singen hören, und wie da die sächsische Politik und auch die Dresdner Stadtpolitik damit umgeht, das ist nicht cool!" Hier sei die Politik "wirklich in der Pflicht", mahnte der "Prinzen"-Sänger.

Sie können das vollständige Gespräch mit Sebastian Krumbiegel mindestens bis zum 07.07.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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