Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 07.02.2013

Prinzen-Sänger: NSU-Terror ist "nur die Spitze des Eisbergs"

Sebastian Krumbiegel fordert mehr Engagement gegen Rassismus in Ostdeutschland

NSU-Mitglieder Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt. (picture alliance / dpa)
NSU-Mitglieder Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt. (picture alliance / dpa)

Sebastian Krumbiegel, Sänger der Band "Die Prinzen" und Unterstützer des Vereins "Laut gegen Nazis", fordert ein größeres Engagement der Politik gegen Rechts.

Nach dem NSU-Skandal seien zwar ein paar Leute aufgewacht, aber immer noch nicht genug, sagte Krumbiegel. Die NSU sei "nur die Spitze des Eisbergs", betonte er. "Was wirklich täglich passiert, das wissen die Wenigsten."

Der Sänger kritisierte ferner das regional sehr unterschiedliche Engagement der ostdeutschen Politik gegen Rassismus und Rechtsextremismus: "Gerade die Dresdner gehen damit meiner Ansicht nach nicht besonders konstruktiv um. Also wir in Leipzig haben das schon besser im Griff."

Er sei seit Jahren jedes Jahr am 13. Februar in Dresden, wenn die Dresdner der Bombennächte gedächten und gleichzeitig der größte europäische Neonazi-Aufmarsch stattfinde. Er habe "da wirklich tausend Leute 'Deutschland, Deutschland über alles' singen hören, und wie da die sächsische Politik und auch die Dresdner Stadtpolitik damit umgeht, das ist nicht cool!" Hier sei die Politik "wirklich in der Pflicht", mahnte der "Prinzen"-Sänger.

Sie können das vollständige Gespräch mit Sebastian Krumbiegel mindestens bis zum 07.07.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

Interview

Big Data und PsychometrieInternetdaten als Wahlkampfhelfer?
Donald Trump während seiner Rede in New York nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl (AFP/ Mandel Ngan)

Hat Donald Trump den US-Wahlkampf aufgrund der gezielten Auswertung von Internet-Profilen gewonnen? Ein Artikel aus dem Magazin des Schweizer Tagesanzeigers legt genau das nahe. Für den Netzaktivisten Markus Beckedahl greift die Erklärung allerdings zu kurz.Mehr

Angela MerkelZwischen Reizfigur und Retterin
Bundeskanzlerin Angela Merkel. (dpa/picture-alliance/Michael Sohn)

Wegen ihrer Flüchtlingspolitik wird Angela Merkel von den einen scharf kritisiert, von den anderen frenetisch gefeiert. Viele dieser Bewertungen seien übertrieben, sagt der Politologe Josef Janning. Nur eins muss sich die Kanzlerin tatsächlich vorwerfen lassen. Mehr

Deutsches BildungssystemLernunfähige Schulen
Schüler sitzen in einem Klassenzimmer.  (dpa / picture alliance / Marc Tirl)

Heute werden in Berlin die Ergebnisse der neuesten PISA-Studie vorgestellt. Verändern wird sich dadurch aber nur wenig, meint der Historiker Ulrich Heinemann. Denn das deutschen Bildungssystem sei alles - nur leider wenig lernfreudig. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur