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Nachspiel

Ziemlich beste Feinde
WM 2014: Nicola Rizzoli zeigt die Gelbe Karte Sergio Kun Aguero für ein Foul gegen Bastian Schweinsteiger

Nicht nur Fußballer teilen aus, im Training. Auch Wasserballer langen besonders gern unter die Gürtellinie. Am Schlimmsten aber sind die Eltern am Spielfeldrand. Wenn die ausrasten, hilft nur noch die Polizei.Mehr

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Knappe Entscheidung bei einem Volleyballspiel

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Läufer beim 41. Berlin Marathon am 28. September 2014 

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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Politische Medaillen

Nationen nutzen die Olympischen Spiele zur Imageverbesserung

Von Ronny Blaschke

Olympische Ringe
Olympische Ringe (AP)

Bei den Olympischen Spielen geht es um Medaillen und das Treffen von Kulturen. Und es geht um Politik. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, bezeichnet den Sport als die "wahrscheinlich größte Kommunikationsplattform der Welt".

Die Geschichte von Nationalismus und Patriotismus auf olympischer Bühne ist lang: Schon 1908 in London weigerte sich das finnische Team, hinter der Fahne Russlands zu marschieren, obwohl das damalige Großfürstentum unter dessen Führung stand. Hitler nutzte die Spiele 1936 in Berlin zur Propaganda. Jahrzehnte später geriet Olympia zwischen die Fronten des Kalten Krieges.

Und 2008 wollte sich China in Peking als demokratisch und modern verkaufen. Auf der anderen Seite bietet Olympia die Öffentlichkeit für Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen: 1968 demonstrierten amerikanische Bürgerrechtler während der Spiele in Mexiko gegen Rassismus. Und durch den Ausschluss Südafrikas von Sportveranstaltungen während der Apartheid sei "mehr Druck ausgeübt worden als durch Wirtschaftssanktionen und Wirtschaftsboykotte", sagt der Kölner Sportpolitik-Professor Jürgen Mittag.


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