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Politische Medaillen

Nationen nutzen die Olympischen Spiele zur Imageverbesserung

Von Ronny Blaschke

Olympische Ringe
Olympische Ringe (AP)

Bei den Olympischen Spielen geht es um Medaillen und das Treffen von Kulturen. Und es geht um Politik. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, bezeichnet den Sport als die "wahrscheinlich größte Kommunikationsplattform der Welt".

Die Geschichte von Nationalismus und Patriotismus auf olympischer Bühne ist lang: Schon 1908 in London weigerte sich das finnische Team, hinter der Fahne Russlands zu marschieren, obwohl das damalige Großfürstentum unter dessen Führung stand. Hitler nutzte die Spiele 1936 in Berlin zur Propaganda. Jahrzehnte später geriet Olympia zwischen die Fronten des Kalten Krieges.

Und 2008 wollte sich China in Peking als demokratisch und modern verkaufen. Auf der anderen Seite bietet Olympia die Öffentlichkeit für Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen: 1968 demonstrierten amerikanische Bürgerrechtler während der Spiele in Mexiko gegen Rassismus. Und durch den Ausschluss Südafrikas von Sportveranstaltungen während der Apartheid sei "mehr Druck ausgeübt worden als durch Wirtschaftssanktionen und Wirtschaftsboykotte", sagt der Kölner Sportpolitik-Professor Jürgen Mittag.


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