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Kulturnachrichten

Samstag, 3. Mai 2014

Münchner Residenztheater eröffnet 51. Berliner Theatertreffen

Das Revolutionsstück "Zement" war Dimiter Gotscheffs letzte Regiearbeit.

Mit seiner Inszenierung von Heiner Müllers selten gespieltem Werk hat das Münchner Residenztheater gestern Abend das 51. Berliner Theatertreffen eröffnet. Die Aufführung mit Schauspielern wie Bibiana Beglau und Sebastian Blomberg war zugleich eine Hommage an den im vergangenen Jahr gestorbenen Regisseur. - Bis zum 18. Mai werden im Rahmen des Theatertreffens die - aus Sicht einer Jury - bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der Saison gezeigt. München wurde in diesem Jahr mit gleich vier Inszenierungen in die Hauptstadt eingeladen. Weitere Aufführungen kommen unter anderem aus Stuttgart, Zürich und Wien.

Verhofstadt: "Moderne Technik ermöglicht direkte Demokratie"

"Die Repräsentative Demokratie war ein folgerichtiges System, solange Transport und Kommunikation langsam und teuer waren."

Das schreibt der frühere belgische Premierminister und heutige Europaabgeordnete, Guy Verhofstadt, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Neue Technologien eröffneten viele Möglichkeiten der Partizipation. Heute schon thematisierten Menschen politische und gesellschaftliche Initiativen in Sozialen Netzwerken. Die staatlichen Stellen sollten diesen Trend nutzen, ist Verhofstadt überzeugt. Bislang hätten Politiker Referenden nur genutzt, um das Volk zu spalten - wie die Schweizer bei der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit. Verhofstadt plädiert dafür, die Menschen häufiger über praktische, lokale Fragestellungen entscheiden zu lassen.

"Woche für das Leben" in Erfurt eröffnet

Das Motto "Herr, Dir in die Hände" soll auf die Grenzen der technischen und medizinischen Entwicklungen hinweisen.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Erfurter Mariendom haben die beiden großen Kirchen in Deutschland die bundesweite "Woche für das Leben" eröffnet. Vor dem Hintergrund der Sterbehilfe-Debatte mahnte Bischof Norbert Trelle, man dürfe sich nicht durch eine Hilfe zur Selbsttötung von Sterbenden abwenden, sondern müsse sie begleiten. Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl sagte, es gehöre zur Würde eines Menschen, dass der natürliche Prozess des Sterbens nicht künstlich verzögert werde. - Mit der jährlich stattfindenden Aktion treten die beiden Kirchen für den Schutz des menschlichen Lebens ein.

Unesco-Preis der Pressefreiheit für türkischen Journalisten Sik

Er sei ein glühender Verteidiger der Menschenrechte und prangere in seinen Artikeln Korruption und Gewalt gegen Meinungsfreiheit an.

Mit diesen Worten würdigte die UNESCO den türkischen Journalisten und Buchautor Ahmet Şik. Die UNO-Kulturorganisation zeichnete ihn mit dem Preis der Pressefreiheit aus. Şik erklärte, viele Kollegen hätten den Preis mehr verdient als er. Einige hätten ihr Leben verloren, andere ihre Freiheit. - Der Enthüllungsjournalist war im März 2011 festgenommen worden. Nach einem Jahr Untersuchungshaft kam er wieder frei. In einer ersten Stellungnahme nach der Entlassung erinnerte Şik daran, dass in der Türkei rund 100 Journalisten hinter Gittern säßen.

Die Preisträger des "World Press Freedom Prize" werden von einer internationalen Journalistenjury ausgewählt. Die Verleihung der mit 25.000 Dollar (18.000 Euro) dotierten Auszeichnung erfolgt aus Anlass des internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai.

Amos Oz: "Andere bauten Pyramiden, wir haben Bücher geschrieben"

"Andere bauten Pyramiden oder komponierten Kantaten. Wir haben Bücher geschrieben."

So beschreibt der Schriftsteller Amos Oz im Gespräch mit der "Tageszeitung" die jüdische Kultur. Neben der religiösen Definition des Judentums existiere auch eine weltliche, die sich aus dieser kulturellen Identität ergebe, sagte Oz. Sein Buch "Juden und Worte", das er mit seiner Tochter geschrieben hat, zeige einen Weg, wie es möglich sei, in Bezug auf Texte ein weltlicher Jude zu sein - ohne den Glauben an Gott.

ZDF-Chefredakteur: "Bei den Bürgern ist nicht angekommen, worum es in der Europawahl geht"

"Bei den Bürgern ist noch nicht angekommen, worum es in der Europawahl eigentlich geht, was sie mit ihrer Stimme entscheiden."

Das sagte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Mit seiner Berichterstattung wolle das ZDF zur Wahlmotivation beitragen. - Weil das Bundesverfassungsgericht die Drei-Prozent-Hürde für die Wahl gekippt hat, werde das ZDF über alle zugelassenen Parteien berichten. Allerdings könne man nicht jede gleichermaßen berücksichtigen. Dem Wunsch der rechtsextremen NPD an Fernsehdiskussionen teilzunehmen, werde man nicht nachkommen, erklärte Frey. Dorthin werde man nur bereits im Europaparlament vertretene Parteien einladen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar entschieden, dass eine Sperrklausel wie die Drei-Prozent-Hürde verfassungswidrig ist, weil sie gegen die Chancengleichheit der Parteien verstößt.

Werz: Snowden-Befragung in Berlin würde Beziehung zu den USA belasten

"Man muss sich überlegen, ob es wirklich notwendig ist, dass Edward Snowden nach Berlin kommt."

Das sagte Michael Werz, Forscher am "Center of American Progress" in Washington, im Deutschlandradio Kultur. Snowden habe US-Gesetze gebrochen. Deshalb würde es das deutsch-amerikanische Verhältnis belasten, wenn er persönlich vor dem NSA-Untersuchungsausschuss erscheine. - In den USA habe man Verständnis dafür, dass die Deutschen wegen des Abhörskandals verärgert seien, berichtete Werz. Kritischer sehe man jedoch, dass sie sich nur über die Spionage aufregten und nicht darüber sprächen, dass auch deutsche Interessen durch die nachrichtendienstlichen Ermittlungen der USA abgedeckt würden.

Sammelklage gegen Googles Monopolstellung

Hat Google ein illegales Monopol im Suchmaschinenmarkt aufgebaut?

Diese Frage könnte bald vor einem US-Gericht verhandelt werden. Die Verbraucherschutz-Kanzlei Hagens Berman reichte nach eigenen Angaben eine Kartellklage beim Bezirksgericht in Kalifornien ein. Der Vorwurf: Google soll Herstellern von Android-Smartphones die eigene Suche als Standardeinstellung vorgeschrieben haben. So habe sich der Konzern illegitime Vorteile gegenüber Konkurrenten verschafft. Die Kanzlei vertritt drei Smartphone-Besitzer. Weitere Personen können sich der Sammelklage anschließen.

"Times": Presefreiheit ist ungemütlich für Regierende

"Wenn eine Regierung zornig auf Enthüllungen reagiert und unliebsame Journalisten hinter Gitter steckt, so zeigt sie dadurch nur ihre eigene Schwäche."

Das schreibt die britische Zeitung "Times" am heutigen Tag der Pressefreiheit. In Syrien seien seit Ausbruch des Konflikts mehr als 60 Reporter getötet worden. In China, Iran und der Türkei seien im internationalen Vergleich die meisten Journalisten im Gefängnis, erinnert das Blatt. - Politiker und Aktivisten fordern einen besseren Schutz von Reportern. Sie würden verfolgt, weil sie über unangenehme Wahrheiten berichteten, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Das sei völlig inakzeptabel.

"Bild"-Mann Robert Kuhne wird Chef der "Dresdner Morgenpost"

Bei der "Dresdner Morgenpost" steht ein Generationswechsel ins Haus.

Der bisherige Redaktionsleiter von "Bild" Ostdeutschland, Robert Kuhne, soll kommenden Montag den langjährigen Chefredakteur Peter Rzepus ablösen. Damit wird er auch an der Spitze der "Morgenpost am Sonntag" und der "Chemnitzer Morgenpost" stehen. Das teilte die Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. gestern Abend mit. Rzepus werde der Geschäftsführung als publizistischer Berater auch künftig angehören. Er hatte die "Morgenpost" Sachsen 15 Jahre lang geleitet. - Der 44-jährige Kuhne ist gebürtiger Dresdner und hatte seine journalistische Laufbahn 1990 bei der Axel Springer AG begonnen.

US-Schauspieler Efrem Zimbalist tot

Er wurde vor allem durch die Fernsehserien "77 Sunsept Strip" und "F.B.I." bekannt, spielte aber auch in Theaterstücken und in Kinofilmen mit.

Gestern ist der US-amerikanische Schauspieler Efrem Zimbalist Junior im Alter von 95 Jahren in Kalifornien gestorben. Er habe sein Leben bis zum letzten Tag genossen, Golf gespielt und sich mit Freunden getroffen, teilten seine Kinder mit. Der Schauspieler stammte aus einer berühmten Musikerfamilie: Sein Vater war der Konzertviolinist Efrem Zimbalist, seine Mutter die Opernsängerin Alma Gluck.

Pink-Floyd-Veteranen rufen Rolling Stones zu Israel-Boykott auf

Mit dem Vorwurf antiisraelisch zu sein, musste sich Roger Waters schon des Öfteren auseinandersetzen.

Nun heizt der 70-jährige Pink-Floyd-Musiker zusammen mit Bandkollege Nick Mason die Diskussionen neu an. Im Internetmagazin "Salon.com" rufen beide die "Rolling Stones" zur Absage ihres Konzerts in Tel Aviv auf. In Israel zu spielen, wäre moralisch gleichwertig mit einem Auftritt in Südafrika zu Zeiten der Apartheid, schreiben sie. Israels Regierung werde die Veranstaltung zum Schönfärben ihres "ungerechten und rassistischen Regimes" nutzen. - Der für Juni geplante Auftritt der Stones wäre ihr erster in Israel. Waters hatte unter anderem für Aufregung gesorgt, weil bei einer Bühnen-Show ein Schweine-Ballon unter anderem mit Davidstern aufsteigt.

Copacabana und Ipanema haben nun einen jüdischen Sabbat-Zaun

Nun können auch gläubige Juden am Sabbat einen Ausflug mit Kind und Kegel zur Copacabana und nach Ipanema machen.

Wie die "Jewish Telegraphic Agency" berichtete, wurde an den weltberühmten Stränden in Rio de Janeiro ein so genannter Eruv, ein jüdischer Kultzaun errichtet. In der Regel handelt es sich dabei um einen Draht. Dieser weist ein bestimmtes Gebiet als im religiösen Sinn "privat" aus. Das heißt, manche Sabbat-Gesetze gelten dort nicht - zum Beispiel das Verbot, in der Öffentlichkeit Gegenstände zu tragen. Die Arbeit an dem gut sieben Kilometer langen Sabbatzaun habe ein Jahr gedauert, hieß es. Die Gültigkeit sei durch den Rabbiner von Sao Paolo, Shmuel Havlin, bestätigt worden. - Der Sabbat ist im Judentum der Ruhetag. Er beginnt Freitag abends und endet Samstag abends.

Studenten-Oscar: Absolventen deutscher Filmschulen im Rennen

Bei der Oscar-Verleihung Anfang März konnte keine deutsche Produktion überzeugen.

Jetzt haben es jedoch Filme der Hamburg Media School und der Hochschule für Fernsehen und Film München in die Endrunde für den diesjährigen Studenten-Oscar geschafft. Wie die Oscar-Akademie in Beverly Hills mitteilte, sind die Kurzfilme "Wo wir sind" von Ilker Çatak und "Nocebo" vom Münchner Regisseur Lennart Ruff unter den zehn Finalisten. Die Nachwuchsregisseure treten unter anderem gegen Kollegen aus Südkorea, Israel und Frankreich an. Die Studenten-Preise werden am 7. Juni in Beverly Hills verliehen.

Mit den Studenten-Oscars ehrt die Akademie seit 1972 Auslandsregisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Gewinner der Nachwuchspreise mischen häufig auch bei der großen Oscar-Verleihung mit.

Schauspieler Wachtveitl kritisiert schlechte "Tatort"-Produktionen

"Es stört mich, wenn die Marke 'Tatort' durch schlechte Produktionen beschädigt wird."

Das sagte Schauspieler Udo Wachtveitl - vielen bekannt als Kommissar Franz Leitmayr im Münchner "Tatort" - der "Rheinischen Post". Er sehe immer wieder schlampig gemachte, langweilig inszenierte, schlecht gespielte Fernsehprodukte unter dem Label. Doch damit dürfe man eigentlich kein Schindluder treiben, urteilte der Schauspieler. Welche "Tatort"-Produktionen er konkret kritisiert, wollte Wachtveitl jedoch nicht sagen.

Monegassische Königsfamilie sieht im Film "Grace von Monaco" reine Fiktion

"Keinerlei Bezug zur Realität."

So lautet das vernichtende Urteil der monegassischen Fürstenfamilie über den Film "Grace von Monaco", der in knapp zwei Wochen die Filmfestspiele von Cannes eröffnen soll. Der Film sei reine Fiktion, schreiben Prinz Albert von Monaco und die Prinzessinnen Caroline und Stephanie in einer gemeinsamen Erklärung. Die Geschichte ihrer Mutter, die 1982 bei einem Autounfall tödlich verunglückte, sei für rein kommerzielle Zwecke missbraucht worden. Die US-Schauspielerin Grace Kelly hatte 1956 in die monegassische Fürstenfamilie eingeheiratet. In dem Film von Regisseur Olivier Dahan wird sie von Nicole Kidman gespielt. Auch Produzent Harvey Weinstein soll nicht zufrieden sein.

Bedford-Strohm: Kirche muss nicht arm sein

"Unsere Kirche hier ist keine Kirche der Armen, und wenn sie ihr Potenzial in der Gesellschaft nutzen will, muss sie es auch nicht sein."

Das schreibt der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Monatsmagazin "chrismon". Allerdings müsse sie eine Kirche mit den Armen und an der Seite der Armen sein. Daraus folgere jedoch nicht, dass die Kirche all ihren Besitz abgeben müsse. Jeder, der versucht habe, das Geld für die Sanierung einer vom Verfall bedrohten Kirche zusammenzubekommen, wisse, dass die Sache nicht so einfach sei, argumentiert der Theologe.

Neue Glocken für St. Marien werden geweiht

Bislang kam das Kirchengeläut der Marienkirche in Frankfurt an der Oder vom Band - nur eine Glocke hatte den Zweiten Weltkrieg überdauert.

Bei einem Festgottesdienst werden heute neue Glocken geweiht und erstmals angeschlagen. Bei dem Gottesdienst unter Leitung des früheren evangelischen Landesbischofs Wolfgang Huber spielt das Brandenburgische Staatsorchester. - Am Montag soll ein Kran die vier tonnenschweren Glocken in den Turm heben, am Samstag vor Pfingsten sollen sie erstmals von dort oben erklingen.

Die einst sechs Glocken von St. Marien galten laut Förderverein als eines der bedeutendsten Geläute der Mark Brandenburg. Vier von ihnen vernichtete 1945 ein Brand, eine wurde während des Krieges von der Rüstungsindustrie eingefordert.

Burger King schließt nach Vorwürfen vorübergehend zwei Restaurants

Die Fast-Food-Kette Burger King zieht Konsequenzen aus negativer Berichterstattung.

Nach den Vorwürfe gegen einen Lizenznehmer wegen Hygieneverstößen und schlechter Arbeitsbedingungen wurden zwei Restaurants vorübergehend geschlossen. Lebensmittelsicherheit und das Restaurantmanagement würden überprüft, teilte das Unternehmen in München mit. Anfang der Woche hatte der Fernsehsender RTL kritisch über die Restaurants eines selbstständigen Lizenznehmers berichtet. "Spiegel Online" schrieb gestern über ähnliche Mängel bei einem anderen Lizenznehmer.

Londoner Penthouse kostete angeblich 170 Millionen Euro

Knapp 1.500 Quadratmeter mit Blick auf den Londoner Hyde Park.

Für eine solche Luxus-Wohnung soll ein Käufer aus Ost-Europa etwa 170 Millionen Euro bezahlt haben. Das berichtet die "Times" und vermutet ein gutes Geschäft. Noch sei die Wohnung völlig leer, aber ihr Wert könne auf bis zu 210 Millionen Euro ansteigen, sobald sie fertig gestellt sei. - Das Penthouse gehört zu einem Bauprojekt mit insgesamt 80 Wohnungen, das auf der Südseite des Londoner Hyde Parks entsteht.

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