Dienstag, 22. Juli 2014MESZ09:20 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Die Ukraine ist in uns eingedrungen"
Ein Panzer fährt auf der Straße.

Ob der Flugzeugabsturz in Donezk oder der Krieg in Syrien – die Kulturseiten kommen in diesen Tagen an der Politik nicht vorbei. Mit bitterer Ironie blickt der Moskauer Schriftsteller Wladimir Sorokin in der "FAZ" auf das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine. Mehr

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Fazit

Open AirHipHop und Folklore vor Industriekulisse
Die Musiker Frah und Samaha Sam stehen vor großem Publikum auf der Bühne. 

Vier Tage, 15 Bühnen, 200 Veranstaltungen: Beim Festival "Colours of Ostrava" in der einstmals wichtigen tschechischen Industriestadt Óstrava forderten einheimische Musiker, sich wieder mehr auf die eigenen slawischen Wurzeln zu besinnen. Mehr

GeisteswissenschaftDer Marxkenner
Der Frankfurter Politikwissenschaftler Iring Fetscher starb im Alter von 92 Jahren.

Das Aufspüren und Analysieren von Widersprüchen kennzeichnet das Werk des 1922 geborenen Wissenschaftlers Iring Fetschers. Mit seinen Marx-Forschungen kritisierte er auch heutige Probleme wie etwa Billiglöhne.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.10.2012

Philosophen auf den Spuren der Finanzwirtschaft

Eine Tagung in Frankfurt a. M. widmet sich dem Wesen der Spekulation

Die Gesellschaft für Medienwissenschaft befasst sich in Frankfurt mit dem Thema Spekulation.
Die Gesellschaft für Medienwissenschaft befasst sich in Frankfurt mit dem Thema Spekulation. (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Im Schatten der Frankfurter Bankentürme veranstaltet die Gesellschaft für Medienwissenschaft derzeit ihre Jahrestagung. Passend dazu lautet das Thema des Kongresses dieses Mal "Spekulation". Der Organisator Vinzenz Hediger erklärt im Interview, was es damit auf sich hat.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch mit dem Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger:



Jürgen Liebing: Nun hat Spekulation viele Aspekte, so viele, dass man gewiss darüber spekulieren könnte, dass bei einem viertägigen Kongress nicht alle davon behandelt werden können. Welche haben Sie sich rausgesucht von diesen vielen Aspekten?



Vinzenz Hediger: Wir gehen davon aus, dass man im Grunde nicht umhinkommt zu spekulieren. Dass in modernen Gesellschaften Bedingungen von Unsicherheit herrschan, man lebt immer auf offene Zukünfte hin, man lebt in gesellschaftlichen Zusammenhängen, denen es an Verbindlichkeit und Gewissheit oftmals fehlt. Das heißt, man muss sich ständig auf Zukünfte hin entwerfen, man muss versuchen, eine Übersicht zu gewinnen über komplexe Situationen. Und man bedient sich zu diesem Zweck immer wieder der Medien. Man macht sich ein Bild von der Welt durch Medien - und dadurch ergibt sich ein enger Zusammenhang zwischen Medien und Spekulation.