Samstag, 4. Juli 2015MESZ13:53 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsHeul doch, Autorin!
Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki 2002 in seiner ZDF-Sendung "Solo" (dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Noch steht nicht fest, wer das Rennen in Klagenfurt macht. "Die Welt" verkürzt die Wartezeit mit den historischen Highlights des Bachmann-Wettbewerbs, zum Beispiel Marcel Reich-Ranicki. Der Sittenwächter Facebook und der Patient Griechenland sind weitere Themen der Feuilletons.Mehr

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Fazit

Neueröffnung des Schlesischen MuseumsRingen um die Geschichte
Das neu eröffnete Schlesische Museum in Katowice/Kattowitz (Deutschlandradio / Martin Sanders)

In einer stillgelegten Kohlenzeche im polnischen Kattowitz ist der Neubau des Schlesischen Museums eingeweiht worden. Gleichzeitig startete eine Dauerausstellung, die die Geschichte Oberschlesiens erzählt. Allerdings fehle dabei die Distanz, so die Kritik von Historikern. Mehr

Unesco-Welterbe"1000 Stätten sind gar nicht so viele“
Der Naumburger Dom (dpa / picture alliance / Hendrik Schmidt)

Auch der Naumburger Dom und die Hamburger Speicherstadt sind im Gespräch für den Welterbe-Status. Das Unesco-Komitee berät an diesem Wochenende über den Titel für weitere Kultur- und Naturdenkmäler. Der Architekturkritiker Nikolaus Bernau hält die Vergabe des Titels nicht für inflationär.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.10.2012

Philosophen auf den Spuren der Finanzwirtschaft

Eine Tagung in Frankfurt a. M. widmet sich dem Wesen der Spekulation

Die Gesellschaft für Medienwissenschaft befasst sich in Frankfurt mit dem Thema Spekulation. (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)
Die Gesellschaft für Medienwissenschaft befasst sich in Frankfurt mit dem Thema Spekulation. (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Im Schatten der Frankfurter Bankentürme veranstaltet die Gesellschaft für Medienwissenschaft derzeit ihre Jahrestagung. Passend dazu lautet das Thema des Kongresses dieses Mal "Spekulation". Der Organisator Vinzenz Hediger erklärt im Interview, was es damit auf sich hat.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch mit dem Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger:

Jürgen Liebing: Nun hat Spekulation viele Aspekte, so viele, dass man gewiss darüber spekulieren könnte, dass bei einem viertägigen Kongress nicht alle davon behandelt werden können. Welche haben Sie sich rausgesucht von diesen vielen Aspekten?

Vinzenz Hediger: Wir gehen davon aus, dass man im Grunde nicht umhinkommt zu spekulieren. Dass in modernen Gesellschaften Bedingungen von Unsicherheit herrschan, man lebt immer auf offene Zukünfte hin, man lebt in gesellschaftlichen Zusammenhängen, denen es an Verbindlichkeit und Gewissheit oftmals fehlt. Das heißt, man muss sich ständig auf Zukünfte hin entwerfen, man muss versuchen, eine Übersicht zu gewinnen über komplexe Situationen. Und man bedient sich zu diesem Zweck immer wieder der Medien. Man macht sich ein Bild von der Welt durch Medien - und dadurch ergibt sich ein enger Zusammenhang zwischen Medien und Spekulation.