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Kulturnachrichten

Montag, 12. Januar 2015

Perry Schmidt-Leukel: Ehrung mit Gifford-Lectures

Der Münsteraner Religionswissenschaftler erhält damit eine der höchsten internationalen akademischen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Religionsphilosophie.

Der 60-jährige, der auch am Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster lehrt, werde sich in der Vorlesungsreihe mit interreligiöser Theologie befassen, teilte die Hochschule mit. Die vier schottischen Universitäten Edinburgh, Glasgow, St. Andrews und Aberdeen laden seit 1888 alle ein bis zwei Jahre zu dieser Vorlesungsreihe ein. Die Ehrung geht auf den Richter und Rechtsanwalt Adam Lord Gifford (1820-1887) zurück, der den Universitäten 80.000 Pfund vermachte, um "das Studium der natürlichen Theologie im weitesten Sinn des Wortes zu fördern und zu verbreiten".

Zuletzt hatte 1984 und 1985 der deutsche evangelische Theologe Jürgen Moltmann die renommierten Vorlesungen gehalten. Weitere Referenten waren Albert Schweitzer, Karl Barth, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker und Hannah Arendt.

Von 2000 bis 2009 war Perry Schmidt-Leukel Professor für Religionswissenschaft und Systematische Theologie der Universität Glasgow. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theologie der Religionen, interreligiöse Beziehungen, der christlich-buddhistische Dialog, interreligiöse Theologie und die Pluralismusfähigkeit der Religionen. Seit 2009 ist er Direktor des Seminars für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Pegida in Dresden: kritisiert von Karikaturisten in Frankreich

Der offene Brief ist auf Facebook veröffentlicht worden. Überschrieben ist er mit "Aufruf an die Dresdnerinnen und Dresdner für Toleranz, Weltoffenheit und gegen Hass und Islamfeindlichkeit".

"Unsere Freunde, unsere Kollegen wurden brutal ermordet. Sie wurden ermordet weder durch Kalaschnikows noch durch irgendeine Religion oder ein göttliches Gebot. Sie wurden niedergemetzelt durch Hass, Ignoranz, Dummheit und Extremismus. Dies sind Attribute, die keiner Religion, keinem Glauben anhaften, sondern Menschen. Unsere Freunde waren gegen Ausgrenzung. Sie bekämpften Rassismus und die Eingeschränktheit des Geistes. Mit ihrem Bleistift führten sie den Kampf gegen neue Mauern und gegen die Herrschaft der Angst.
In diesem Kampf ist Dresden, wie Paris, eine symbolische Stadt.
Wie in Paris müssen seine Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Toleranz einstehen und gegen Hass und Islamfeindlichkeit kämpfen. Wir verabscheuen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus.
Auf eine zynische Art und Weise versucht die Pegida, die Attentate von Paris zu instrumentalisieren. Wir lehnen es ab, dass das Andenken unserer Freunde instrumentalisiert und durch den Dreck gezogen wird.
Die Vereinnahmung dieser Morde durch Kräfte, die das Gegenteil von dem repräsentieren, für das unsere Freunde zeitlebens warben, gleicht einer Grabschändung. Pegida steht für all das, was sie durch ihr Werk und ihr Leben bekämpften.
Im Andenken an unsere ermordeten Freunde und Kollegen müssen wir uns in Dresden gegen diesen Akt der Instrumentalisierung erheben. Sonst würde man sie ein zweites Mal töten.
Wir verneigen uns vor allen Opfern der jüngsten terroristischen Attentate – von unendlicher Trauer erfüllt, aber ohne Hass."

Unterzeichner:
Willem (Zeichner bei Charlie Hebdo, Frankreich), Aurel (Zeichner bei Le Monde, Frankreich), Jiho (Zeichner bei Siné Mensuel, Frankreich), Jean-Francois Caritte (Frankreich), Jacques Sondron (Belgien), Pascal Gros (Zeichner bei Marianne, Frankreich), Damien Glez (Burkina Faso, Frankreich, international), Aymeric Chastenet (alias Mric, Frankreich), Gab (Frankreich), Benjamin Lacombe (Frankreich), Philippe Deveaux (alias Devo, Frankreich)

Mohammed-Karikaturen: Für Legida erlaubt - in Marokko für alle verboten

Marokko hat die Verbreitung von Mohammed-Karikaturen verboten. Wie das zuständige Ministerium in Rabat mitteilte, darf entsprechende Presse aus dem Ausland nicht verkauft werden.

Als Grund wurde angegeben, die Verbreitung schüre Hass gegen den Islam und Muslime. Sie hätten nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.
Dagegen hat die Stadt Leipzig ihr Karikaturen-Verbot bei der heutigen Pegida-Demonstration zurückgenommen. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, das Recht auf freie Meinungsäußerung sei grundgesetzlich so stark geschützt, dass man hier nicht eingreifen dürfe. Ein Auflagenbescheid gehe an dieser Stelle zu weit. Er räumte ein, dass es gegen die ursprünglich Entscheidung der Stadt zahlreiche Einsprüche aus der Bürgerschaft gegeben habe. Unter anderem vom Deutschen Journalistenverband.

Geraubtes Kulturgut kehrt aus Deutschland zurück nach Italien

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz etwa 6000 Jahre alte Grabbeigaben am 22. Januar dem Generalkonsul Italiens übergeben.

Die italienischen Behörden hatten bereits vor Jahren über Interpol die Rückgabe der Objekte gefordert. Der Archäologe des Mainzer Museums, Michael Müller-Karpe, sagte dem Evangelischen Pressedienst, die 1978 von Grabräubern entdeckten Funde seien über einen Antikenhändler in den Besitz der Einrichtung gelangt. Das Haus habe die Rückgabe befürwortet, nachdem der entsprechende Antrag aus Italien bekannt geworden war.

Müller-Karpe ist Kritiker des illegalen internationalen Antiken-Handels. Bedauerlicherweise hätten sich in der Vergangenheit nicht nur Privatsammler, sondern auch Museen an der "Hehlerei" mit antiken Objekten beteiligt, sagte er. Die Grabfunde seien nicht in der ständigen Museumsausstellung gezeigt worden.Weitere Rückgabeforderungen zu den Mainzer Beständen seien ihm derzeit allerdings nicht bekannt.

Elbphilharmonie: Eröffnung am 11. Januar 2017

Das erklärte heute Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Vom Konzern Hochtief soll die Elbphilharmonie im Oktober 2016 an den Bauherren übergeben werden. Einen Monat später werde die 4000 Quadratmeter große Plaza der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, hieß es.

Geplant war die Eröffnung ursprünglich für 2010. Die Kosten für das Konzerthaus sind von 77 Millionen auf 789 Millionen Euro gestiegen.

Crowd gewinnt: "Stromberg" erhält Bayerischen Filmpreis

Die Bürosatire mit Christoph Maria Herbst wird am Freitag mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Mit über 1,3 Millionen Zuschauern zählt "Stromberg - der Film" zu den erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen 2014. Der Film zur Serie ist maßgeblich mit der Unterstützung durch ein Crowdfunding-Projekt entstanden. Im Dezember 2011 hatten innerhalb einer Woche 3000 Spender eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Das entspricht einem Drittel der Produktionskosten.

Nach Aussage von Brainpool soll der Film insgesamt fast 25 Millionen Euro eingespielt haben, davon fast 15 Millionen Euro in Deutschland.

Achenbach gesteht weitere Betrugsgeschäfte

Mitangeklagter beteuert Unschuld

Als Geschäftsführer der Beratungsfirma Berenberg Art Advice habe er auch bei Geschäften mit dem Pharma-Unternehmer Christian Boehringer unberechtige Aufschläge in Rechnung gestellt, sagte Achenbach vor dem Essener Landgericht. Er hatte bereits gestanden, bei Geschäften mit dem Aldi-Erben Berthold Albrecht verdeckte Aufschläge kassiert zu haben. Laut Anklage liegt der Schaden bei über 23 Millionen Euro. "Ich stehe zu meiner Verantwortung", sagte Achenbach. Der ebenfalls angeklagte Mitgeschäftsführer Stefan H. wies dagegen jegliche Schuld von sich.

Mit Schirm, Charme und Melone: Produzent Brian Clemens gestorben

Er starb bereits am Samstag, bestätigte seine Familie. Er wurde 83 Jahre alt.

Brian Clemens verantwortete als Produzent bzw. Drehbuchautoren nicht nur die legendäre TV-Serie um Emma Peel und John Steed, sondern auch "Die Zwei" mit Roger Moore und Tony Curtis sowie "Remington Steele".

Clemens begann seine Karriere 1955 bei der BBC, setzte sie aber ab Mitte der 60er Jahre bei einer privaten Produktionsfirma fort bevor er sich selbstständig machte. 2010 war er von Königin Elisabeth mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet worden.

"Je suis Charlie": Auch bei Verleihung der Golden Globes

Auch Hollywood-Stars zeigten sich bei der Gala mit den Opfern in Paris solidarisch.

Neben Helen Mirren und Diane Kruger, die mit dem schwarz-weißen Logo vor den Kameras posierten, erklärte George Clooney am Sonntagabend in Los Angeles: “Heute war ein ganz besonderer Tag. Nicht nur in den Straßen von Paris, sondern rund um den Globus sind Millionen Menschen marschiert, darunter Christen, Juden und Muslime sowie Staatschefs aus aller Welt. Sie sind nicht aus Protest marschiert, sondern um zu zeigen, dass wir keine Angst haben werden. Je suis Charlie.”

Der große Golden-Globe-Gewinner dieses Jahres ist der über zwölf Jahre gedrehte Film "Boyhood". Er wurde als bestes Filmdrama 2014 ausgezeichnet. Der 54jährige Richard Linklater erhielt zudem den Preis als bester Regisseur. Patricia Arquette wurde vom Verband der Hollywood-Auslandspresse als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Beste Komödie wurde Wes Andersons “Grand Budapest Hotel”. Für eine Überraschung sorgte Billy Bob Thornton, der in der ebenfalls preisgekrönten Miniserie "Fargo” als bester Schauspieler überzeugte.

Weitere Auszeichnungen:
*Bester Hauptdarsteller Drama: Eddie Redmayne in “Die Entdeckung der Unendlichkeit”
*Beste Hauptdarstellerin Drama: Julianne Moore in “Still Alice”
*Bester Hauptdarsteller Musical/Komödie: Michael Keaton in “Birdman”
*Beste Hauptdarstellerin Musical/Komödie: Amy Adams in “Big Eyes”
*Bester Nebendarsteller: J.K. Simmons in “Whiplash”
*Bestes Drehbuch: Alejandro Gonzßlez Iñßrritu, Nicolßs Giacobone,Alexander Dinelaris, Armando Bo für “Birdman”
*Bester fremdsprachiger Film: “Leviathan”(Russland)
*Bester Animationsfilm: “Drachenzähmen leicht gemacht 2”
*Beste TV-Dramaserie: “The Affair”
*Bester Schauspieler in einer Dramaserie: Kevin Spacey in “House of Cards”
*Beste Schauspielerin in einer Dramaserie: Ruth Wilson in “The Affair”
*Beste Comedyserie: “Transparent”

Brandanschlag auf Hamburger Morgenpost: Verdächtige auf freiem Fuß

Zwei kurz nach der Tat nahe des Verlagsgebäudes festgenommene Männer seien wieder freigelassen worden, teilte die Polizei mit.

Die ersten kriminaltechnischen Untersuchungen hätten den Verdacht gegen zwei 35- und 39-jährige Männer nicht erhärtet, hieß es weiter. Sie hätten zudem jedwede Beteiligung an der Tat abgestritten.

In der Nacht zum Sonntag war mindestens ein Brandsatz in das Gebäude der "Hamburger Morgenpost" im Hamburger Stadtteil Ottensen geworfen worden. Im Aktenlager brach deshalb ein Feuer aus. Menschen hielten sich zum Tatzeitpunkt nicht in dem Gebäude auf.
Die Lokalzeitung hatte nach den jüngsten Anschlägen in Paris mehrere islamkritische Karikaturen des Propheten Mohammed aus dem angegriffenen Satireblatt "Charlie Hebdo" nachgedruckt.

Agnes-Miegel-Denkmal: in Bad Nenndorf soll verschwinden

Ein Bürgerentscheid für den Verbleib der Statue scheiterte am Sonntag an zu geringer Beteiligung, wie die Gemeinde mitteilte.

Die Initiative hatte sich gegen den Beschluss des Bad Nenndorfer Rats gewandt, das Denkmal aus dem Kurpark zu entfernen. In anderen deutschen Städten sind Schulen und Straßen wegen der zweifelhaften Rolle der ostpreußischen Heimatdichterin (1879-1964) in der Nazi-Zeit bereits umbenannt worden.

Miegel war 1940 in die NSDAP eingetreten. In der Nachkriegszeit hatte sie sich in Bad Nenndorf niedergelassen.

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