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Im Gespräch | Beitrag vom 29.02.2016

Paralympics-Seriensiegerin Marianne Buggenhagen"Ich habe noch nicht alles erreicht"

Moderation: Ulrike Timm

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Die Leichtathletin Marianne Buggenhagen lächelt in die Kamera und zeigt ihre Silber-Medaille (dpa / Julian Stratenschulte)
Die Leichtathletin Marianne Buggenhagen, hier bei den Paralympics 2012 (dpa / Julian Stratenschulte)

Seit 40 Jahren sitzt Marianne Buggenhagen im Rollstuhl. Dennoch - oder gerade deswegen - wurde sie zur Spitzensportlerin, holte neun Goldmedaillen bei sechs Paralympics im Kugelstoßen. Warum sie noch immer trainiert, hat sie "Im Gespräch" erzählt.

Niemand verkörpert den Behindertensport so wie Marianne Buggenhagen: neun Goldmedaillen bei sechs Paralympischen Spielen, 20 Siege bei Weltmeisterschaften, drei Weltrekorde im Kugelstoßen, unzählige Ehrungen. Als erste Athletin mit einer Behinderung wurde sie 1994 Sportlerin des Jahres.

Buggenhagen ist, ausgelöst durch einen Bandscheibenvorfall, querschnittsgelähmt und seit rund 40 Jahren Rollstuhlfahrerin. Der Sport, sagt sie, sei ihre Rettung gewesen.

In ihrem Leben spiegelt sich auch der gesellschaftliche Wertewandel, der in den Jahrzehnten stattgefunden hat. Die Wahrnehmung von Menschen mit Handicap sei heute völlig anders als früher, sagte sie in der Sendung "Im Gespräch":

"Heute gehören wir einfach zum normalen Leben dazu."

Buggenhagen trainiert noch immer zwei bis drei Stunden täglich

Derzeit trainiert die 62-Jährige für die Paralympics in Rio de Janeiro, jeden Tag zwei bis drei Stunden, bis auf den Sonntag.

"Ich möchte meine Grenzen kennen, und ich bin der Meinung, ich habe noch nicht alles erreicht", sagte sie: "Ich muss für mich sagen können, ich habe alles dafür getan, um diese Leistung zu bringen."

Und wenn dann jemand besser sei, sei er halt besser. Sie müsse niemandem etwas mehr beweisen, so Buggenhagen.

Die mehrfache Paralymics-Goldmedaillengewinnerin Marianne Buggenhagen. (Deutschlandradio - Andreas Buron)Die mehrfache Paralymics-Goldmedaillengewinnerin Marianne Buggenhagen nach dem einstündigen Interview im Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Ohnehin trainiert sie vor allem, um fit zu bleiben:

"Es tut mir einfach gut, ich kann auch durch den Sport meine Alltagsleistung viel besser bewältigen. Ich sitze ja im Rollstuhl, wenn ich mir jetzt eine karierte Decke über den Schoß legen würde und nichts machen würde, ich glaube, dann wäre ich behindert."

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