Sonntag, 25. Januar 2015MEZ13:19 Uhr

Feature

personabile – der Resonanzkörper Mensch
Club mit Anspruch: Auch das Ensemble des Staatsballetts Berlin trat bereits im Berghain auf. Hier in einer Inszenierung des Stücks "Masse".

Der Körper ist kein festes Gebilde. Er schwingt. Töne kommen in Wellen und erklingen in uns wie in einem Musikinstrument. Die per-sona ist das durch-klingbare, an feinsten Saiten gestimmte Wesen. Im Italienischen kommt die "Saite" von "Herz", corda - cuore. Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel

KunstkopfDoktor Faustus - elektrisiert
 "Gertrude Stein" von Pablo Picasso im  Metropole New York

Faust ärgert sich über seine überflüssige Erfindung des Lichts, die ihn seine Seele kostete. Auch von Mephisto lässt er sich nicht beschwichtigen. Da begegnet ihm eine Frau von schwirrender Identität und Namensvielfalt: Frau Marguerite Ida und Helen Annabel. Mehr

weitere Beiträge

Feature / Archiv | Beitrag vom 25.07.2012

Papageno in Chile

Nachforschungen im Paradies. Oder: der Auswanderer Christian Boesch

Von Jutta Jacobi

Chile ist die neue Wahlheimat von Christian Boesch
Chile ist die neue Wahlheimat von Christian Boesch (Mario Pino/Science)

Er ist Sänger, gut im Geschäft - und er will weg. Eines Nachts träumt der berühmte Wiener Papageno Christian Boesch von einer Landschaft. Er sieht einen Vulkan, einen Wald, einen See und macht sich auf die Suche. Als Boesch diese Landschaft in Chile tatsächlich findet, hängt er den Sängerberuf an den Nagel und beginnt ein neues Leben.

Das war im Jahr 1986. Als Bio-Landwirt bestellt er seitdem seine Felder. Aber was ist ein Paradies ohne Musik? In seiner neuen Heimat gründet er eine Musikschule und bringt den chilenischen Kindern Mozart nahe. Die Geschichte von Christian Boesch ist eine Auswanderergeschichte. Alles einfach hinter sich lassen, etwas Neues versuchen: Viele Menschen träumen davon.

Jutta Jacobi, geboren in Göttingen, lebt in Hamburg. Feature-Autorin. Zuletzt: "Der Reigen zu Rad - Wie Arthur Schnitzler die Geschwindigkeit lieben lernte" (DKultur 2011).


Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Werner Wölbern
Ton: Dietmar Fuchs
Produktion: NDR 2009
Länge: 54‘30