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Literatur

Französische RevolutionTugend, Terror, Traumfabriken
Johannes Willms , aufgenommen am 09.10.2014 auf der 66. Frankfurter Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen). (picture alliance / dpa-Zentralbild)

Ein deutsch-französisches Gespräch über Freiheit und Blut, über Tragödie und Farce, über Politik und Gedächtnisräume. Gäste sind der Historiker Johannes Willms, Autor des Buchs "Tugend und Terror", sowie die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.Mehr

Abgründe der LiteraturLob der Angst
Stephen King zeigt bei einer Lesung in Hamburg sein Buch "Doctor Sleep"  (picture alliance / dpa / Maja Hitij)

Der moderne Horror hockt in den Rissen des Lebens. Er spielt sich nicht mehr − wie noch bei "Dracula" − in beruhigender Ferne ab, sondern im Alltag. Wir machen Ausflüge zu den Nachtseiten der Literatur mit Elfriede Jelinek, Georg Klein, Stephen King, Paul Auster und Doris Lessing.Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 04.09.2012

Orte, die wir zu kennen glauben

Literarische Schauplätze

Von Katharina Wilts

Der Berliner Alexanderplatz ist ein beliebtes literarisches Sujet.  (picture alliance / dpa - Jens Wolf)
Der Berliner Alexanderplatz ist ein beliebtes literarisches Sujet. (picture alliance / dpa - Jens Wolf)

Berlin, Stuttgart, Jerichow sind als literarische Schauplätze geprägt und spiegeln sich erneut in der jüngeren Literatur. Wie vermischen sich in Romanen reale und imaginäre Orte, wie gehen Autoren mit Schauplätzen um, die durch andere Texte schon geprägt sind? Annett Gröschner, Jan Brandt und Anna Katharina Hahn haben in ihren Büchern überraschende Verbindungen zur Literaturgeschichte geschaffen.

"Walpurgistag" ist ein Berlin-Roman, wer das Buch aufschlägt, sieht einen Stadtplan von 2002 und in seiner Mitte den Alexanderplatz. Hier versuchte schon Franz Biberkopf in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" mehr vom Leben zu bekommen "als nur das Butterbrot". Annett Gröschner hat einen spielerischen Umgang mit dem literarischen Vorbild gefunden.

Stuttgart ist verglichen mit Berlin ein nahezu unbeschriebener Ort. Wer auf den Spuren von Anna Katharina Hahns Büchern durch die Stadt geht, kann sich schnell verlaufen. "Am Schwarzen Berg" heißt ihr Roman und ist gleichzeitig die Adresse der Hauptfiguren, ein fiktiver Ort und der Beginn eines Gedichts von Eduard Mörike. Anspielungen und Bezüge zu dem schwäbischen Dichter durchweben den ganzen Roman.

Jan Brandt hat als Schauplatz seines umfangreichen Debüts "Gegen die Welt" den fiktiven Ort Jericho gewählt. Ein Ort, der Lesern von Uwe Johnson bekannt klingt. Bei Jan Brandt steht dieser kleine Ort in Ostfriesland für einen ganzen Kosmos.