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Fazit / Archiv | Beitrag vom 02.04.2009

Opulent und umstritten

Der Film "John Rabe" kommt in die Kinos

China 1937 - japanische Invasoren besetzen die Hauptstadt Nanking und richten dabei ein wahlloses Gemetzel an. Der deutsche Kaufmann <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="188429" text="John Rabe" alternative_text="John Rabe" /> wird von der Besetzung überrascht und rettet über 200.000 Chinesen das Leben. Florian Gallenberger hat John Rabe, einem Nationalkonservativen mit NSDAP-Parteibuch, mit seinem Film ein Denkmal gesetzt.

Gallenberger erklärte, der Stoff sei für ihn eine "erzählenswerte, spannende Geschichte". Trotz der opulenten Ausstattung habe immer im Vordergrund gestanden, dass "das ein Film über Menschen ist und nicht über eine Katastrophe in einer Stadt". Dank der großen Leistung der Hauptdarsteller würden auch die inneren Prozesse in den Vordergrund rücken.

Der Regisseur erläuterte weiter, es sei schwierig gewesen, auch japanische Darsteller zu gewinnen. Rund 80 Prozent der angefragten Schauspieler hätten abgelehnt. Dass letztendlich doch sehr bekannte Darsteller in dem Film mitwirken, wecke in ihm die Hoffnung, dass in Japan eine Vergangenheitsbewältigung angestoßen werden könne. Der Film berge eine "große Sprengkraft" und errege viel Aufmerksamkeit. In Japan gebe es die Gelegenheit, sich mit diesem Massaker zu befassen, ohne in den Kategorien "Schande oder Nicht-Schande zu denken".

Das Gespräch mit Florian Gallenberger können Sie mindestens bis zum 2. September 2009 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Vom Waschmaschinen-Verkäufer zum Oscar-Gewinner
"John Rabe"

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