Fazit / Archiv /

Mousonturm muss sich "in der Szene vor Ort verwurzeln"

Intendant des Frankfurter Künstlerhauses zum Auftaktfest der Wiedereröffnung

Nils Ewerbeck im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Das Künstlerhaus Mousonturm eröffnet nach einem halben Jahr Umbaupause .
Das Künstlerhaus Mousonturm eröffnet nach einem halben Jahr Umbaupause . (picture alliance / dpa / Wolfgang Eilmes)

Das Erwachsenwerden sei eine Art Motto des Festivals zur Wiedereröffnung des Mousonturms in Frankfurt am Main, sagte dessen neuer Leiter Nils Ewerbeck. Er hofft, dass möglichst viele Frankfurter Künstler auch längerfristig am Künstlerhaus arbeiten werden.

Besonders freue er sich auf das Performance Theater der Berliner Gruppe Gob Squad, die mit dem vom Mousonturm koproduzierten Stück "Before Your Very Eyes" beim Eröffnungsfestival mit dabei sein werden. Diese hätten damit bereits beim Theatertreffen in Berlin für Wirbel gesorgt, so Intendant Nils Ewerbeck. Im Stück wird das Erwachsenwerden von Jugendlichen auf der Bühne so dargestellt, dass die erwachsenen Zuschauer auf sich selbst zurückgeworfen würden, erläuterte er.

Das Erwachsenwerden ziehe sich als Roter Faden durch die Eröffnung und den ersten Monat des Programms im Mousonturm, das sich ironisch und ernst mit dem Thema beschäftige, sagte Theaterleiter Ewerbeck.

Als Intendant wolle er am Monsumturm keine der Gattungen Theater, Tanz und Musik bevorzugen, weil er vielmehr an den Themen interessiert sei, betonte er. Entscheidend sei, ob die Künstler angemessen mit ihren Ausdrucksmitteln umgingen: "Ob das jetzt eher aus dem Tanz oder aus dem Theater oder aus der Performance kommt, ist für mich nur dann relevant, wenn ich feststelle, es stimmt."

Ein besonderes Anliegen sei für ihn die Verbindung des von ihm geleiteten Künstlerhauses mit der Szene vor Ort. Ein ganz großer Teil dieser Verwurzlung werde über die Künstler laufen, die hier arbeiteten. Er hoffe, dass Frankfurt und der Mousonturm für viele von ihnen zu einer längerfristigen "Heimstatt" werden können, so Ewerbeck.

Das vollständige Gespräch mit Nils Ewerbeck können Sie mindestens bis zum 5.2.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWer ersetzt Dr. Sommer?

Das Titelbild der Jugendzeitschrift "Bravo" (Ausgabe vom 21.04.1983) zeigt die Sängerin Nena.

Die "taz" mokiert sich über Verformungen im Pressewesen: "Bravo" schmeißt eine Kollegin raus, die 16 Jahre als Dr. Sommer Pubertierende beraten habe. Ersetzen sollen sie Jüngere, die "was mit Medien" machen wollen.

 

Fazit

InternetScheinheiliger Springer-Brief

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Spinger AG

Der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner schrieb heute in der FAZ: "Wir haben Angst vor Google". Springer habe eher Angst, bedeutungslos zu werden, meint Michael Meyer.

Sozialistische Gebäude als Weltkulturerbe?

Narzissen blühen am 30.03.2014 auf dem Mittelstreifen der Karl-Marx-Allee in Berlin. Im Hintergrund stehen die Wohntürme am Frankfurter Tor.

Die Berliner Karl-Marx-Allee, früher Stalinallee genannt, ist mit Bars, Cafés und Galerien wieder hip geworden. Der kilometerlange Komplex sozialistischen Städtebaus hat es zu einer Bewerbung für die Welterbeliste geschafft.

Künstler-NomadenFilmfreundlicher als Los Angeles

Ein Vespa-Fahrer vor einem Motiv des Street-Art-Künstlers "El Bocho" - "Little Lucy", die mit der Schrotflinte in der Hand ihre Katze jagt, aufgenommen in Berlin im Bezirk Prenzlauer Berg im Oktober 2011. 

Bright Blue Gorilla - hinter diesem schillernden Namen verbergen sich zwei US-Künstler: das Ehepaar Robyn Rosenkrantz und Michael Glover. Seit 25 Jahren reisen sie um die Welt, machen Musik und Filme.