Donnerstag, 31. Juli 2014MESZ23:46 Uhr

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

FilmstartDrei sind eine(r) zuviel
Hannah Herzsprung (links, als Caroline von Beulwitz), Florian Stetter (Friedrich Schiller) und Henriette Confurius (Charlotte Lengefeld) in Weimar während der Dreharbeiten von Dominik Grafs Film "Die geliebten Schwestern".

Die leichte, spielerische Dreiecksbeziehung wie in Dominik Grafs Film "Die geliebten Schwestern" ist die Ausnahme. 2000 Jahre christliche Moral sind auch auf der Leinwand nicht einfach so wegzuwischen.Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.09.2012

Mousonturm muss sich "in der Szene vor Ort verwurzeln"

Intendant des Frankfurter Künstlerhauses zum Auftaktfest der Wiedereröffnung

Nils Ewerbeck im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Das Künstlerhaus Mousonturm eröffnet nach einem halben Jahr Umbaupause .
Das Künstlerhaus Mousonturm eröffnet nach einem halben Jahr Umbaupause . (picture alliance / dpa / Wolfgang Eilmes)

Das Erwachsenwerden sei eine Art Motto des Festivals zur Wiedereröffnung des Mousonturms in Frankfurt am Main, sagte dessen neuer Leiter Nils Ewerbeck. Er hofft, dass möglichst viele Frankfurter Künstler auch längerfristig am Künstlerhaus arbeiten werden.

Besonders freue er sich auf das Performance Theater der Berliner Gruppe Gob Squad, die mit dem vom Mousonturm koproduzierten Stück "Before Your Very Eyes" beim Eröffnungsfestival mit dabei sein werden. Diese hätten damit bereits beim Theatertreffen in Berlin für Wirbel gesorgt, so Intendant Nils Ewerbeck. Im Stück wird das Erwachsenwerden von Jugendlichen auf der Bühne so dargestellt, dass die erwachsenen Zuschauer auf sich selbst zurückgeworfen würden, erläuterte er.

Das Erwachsenwerden ziehe sich als Roter Faden durch die Eröffnung und den ersten Monat des Programms im Mousonturm, das sich ironisch und ernst mit dem Thema beschäftige, sagte Theaterleiter Ewerbeck.

Als Intendant wolle er am Monsumturm keine der Gattungen Theater, Tanz und Musik bevorzugen, weil er vielmehr an den Themen interessiert sei, betonte er. Entscheidend sei, ob die Künstler angemessen mit ihren Ausdrucksmitteln umgingen: "Ob das jetzt eher aus dem Tanz oder aus dem Theater oder aus der Performance kommt, ist für mich nur dann relevant, wenn ich feststelle, es stimmt."

Ein besonderes Anliegen sei für ihn die Verbindung des von ihm geleiteten Künstlerhauses mit der Szene vor Ort. Ein ganz großer Teil dieser Verwurzlung werde über die Künstler laufen, die hier arbeiteten. Er hoffe, dass Frankfurt und der Mousonturm für viele von ihnen zu einer längerfristigen "Heimstatt" werden können, so Ewerbeck.

Das vollständige Gespräch mit Nils Ewerbeck können Sie mindestens bis zum 5.2.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.