Donnerstag, 18. Dezember 2014MEZ20:31 Uhr

Länderreport

NeckarVon der Kloake zur Lebensader
Auf dem Neckar in Tübingen amüsieren sich Studenten beim traditionellen Stocherkahn-Rennen.

Lange habe sich die Schwaben nicht für den Neckar interessiert. Sie sahen die 362 Flusskilometer zwischen Villingen und Mannheim nicht als Lebensader - sondern als Kloake. Doch inzwischen hat sich das Image des Neckar deutlich verbessert.Mehr

NS-Euthanasie im Saarland "Ich wäre so gern heimgekommen"
Beschriftete Steine erinnern auf dem Friedhof der Gedenkstätte Hadamar in Hessen an die hier bestatteten Opfer der NS-Euthanasie-Morde. Während der NS-Zeit wurden in der "Landesheilanstalt Hadamar" 15.000 Menschen ermordet und verbrannt.

Nach Schätzung von Experten fielen dem sogenannten "Euthanasie-Programm" in Nazi-Deutschland rund 200.000 Menschen zum Opfer. Auch im Saarland wurden mehrere Tausend Kranke und Menschen mit Behinderungen von ihren Familien getrennt und schließlich getötet.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 30.07.2012

Morgens halb sechs in Deutschland

Die Geschichte einer afghanischen Flüchtlingsfamilie

Von Lisa Weiß

Migranten suchen immer wieder ihr Heil in Europa.
Migranten suchen immer wieder ihr Heil in Europa. (picture alliance / dpa)

Es ist früh am Morgen, noch vor sechs Uhr, alle schlafen noch. Die Tür geht auf, Polizisten stürmen ins Zimmer, sprechen in einer Sprache, die du kaum verstehst. Sie wecken deine Kinder auf, nehmen dich und deine Familie mit. Wohin es geht, weißt du nicht, ob du jemals zurückkommst, auch nicht.

Es bleibt keine Zeit zu packen, keine Zeit, dich zu verabschieden. Keine Zeit zu fragen, ob das was passiert eigentlich rechtens ist. Dieser Albtraum ist für Familie Rasuli aus Afghanistan wahr geworden - in Kempten im Allgäu.

Die Familie ist unvermittelt nach Italien zurückgeschoben worden. Das bewegende Schicksal ist ein Teil dieser Geschichte - rechtliche Fragen der andere ...

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