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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 17.11.2010

"Miral"

Das Schicksal zwei palästinensischer Frauen in Israel

Gesehen von Jörg Taszman

Den Maler und Künstler Julian Schnabel (als Filmregisseur vor allem mit "Schmetterling und Tauchergocke" erfolgreich) verschlägt es nun filmisch nach Israel, wo der amerikanische Jude Schnabel zunächst die Palästinenserin Hind porträtiert, die in Ostjerusalem über Jahrzehnte arabische Kinder und Waisen aufnahm und ihnen ein Zuhause anbot.

So auch die junge Miral, die nach dem Suizid der Mutter zu Hind kommt, sich später während der Intifada zunächst radikalisiert, dann langsam ihren eigenen Weg findet. Anhand des Schicksals zweier palästinensischer Frauen erzählt Julian Schnabel auch von Israel zwischen 1948 und 1994.

Formal ein wenig anstrengend durch den exzessiven Einsatz der Handkamera kann "Miral" dramaturgisch nicht immer überzeugen. Trotz aller Schwächen - dazu gehört auch die englische Sprachfassung im Original - hat Julian Schnabel die Häme der Filmkritik bei der Uraufführung beim Filmfestival in Venedig nicht verdient.

Positiv ist beispielsweise, dass er gewissen anti-arabischen Ressentiments eine spannende Vaterfigur entgegensetzt. So versucht Mirals Vater seine Tochter mit Liebe und Toleranz zu erziehen. Schnabels Film gewinnt auch durch die beiden Hauptdarstellerinnen Hiam Abbass und Freida Pinto (die Schöne aus "Slumdog Millionaire") an Kraft.

Frankreich / Israel / Italien / Indien 2010 - Regie: Julian Schnabel - Darsteller: Hiam Abbass, Freida Pinto, Yasmine Al Masri, Ruba Blal, Alexander Siddig, Omar Metwally, William Dafoe, Vanessa Redgrave, Stella Schnabel - Länge: 112 Minuten

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