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Thema / Archiv | Beitrag vom 16.05.2012

"Mich hat das einfach richtig fasziniert"

Filmemacher Martin Witz über die Kulturgeschichte der Substanz LSD und seinen Film über Albert Hofmann

Der Regisseur Martin Witz hat Albert Hofmann und LSD einen Dokumentarfilm gewidmet. (AP)
Der Regisseur Martin Witz hat Albert Hofmann und LSD einen Dokumentarfilm gewidmet. (AP)

Der Schweizer Regisseur Martin Witz, Autor der Dokumentation "The Substance - Albert Hofmann's LSD", hält trotz vieler eigener Erfahrungen mit der Droge nichts von deren Legalisierung. Dafür sei die Substanz LSD zu gefährlich. Aber diskutieren sollte man über eine Entkriminalisierung der Droge.

So könnten Hirnforscher und Psychiater LSD wieder als "Werkzeug" nutzen, um es gezielt und dosiert einzusetzen. Die Droge könne vielleicht auch in bestimmten Zentren ausgegeben werden, um Menschen unter kontrollierten Bedingungen eine psychedelische Woche zu ermöglichen - "so wie andere Menschen Wellness machen oder zur EM gehen".

Witz hat nach eigener Aussage Anfang der 80er-Jahre begonnen, mit LSD zu experimentieren. "Die große Welle war vorbei, ich habe mich eigentlich sogar ein bisschen einsam gefühlt damals mit meinem Interesse", sagte er. Er habe die Droge allein oder mit seiner Freundin zusammen probiert, später auch in einem "geführten Rahmen" in Begleitung eines Arztes. "Mich hat das einfach richtig fasziniert", sagte Witz.

Er habe "unglaublich eindrückliche und rätselhafte Erlebnisse" und das Glück gehabt, nie eine schlechte Erfahrung gemacht zu haben. Nach einigen Jahren habe er dann aber aufgehört: "Weil das Gefühl da war: Ich weiß es jetzt." "The Substance - Albert Hofmann's LSD" kommt am Donnerstag in die deutschen Kinos.

Das vollständige Gespräch mit Martin Witz können Sie mindestens bis zum 20.02.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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