Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.01.2011

"Love and Other Drugs"

Romantische Komödie zwischen Wortwitz und Melodrama

Von Jörg Taszman

Viagra-Tabletten zur Potenzsteigerung sind in "Love and Other Drugs" wichtige Requisiten (AP Archiv)
Viagra-Tabletten zur Potenzsteigerung sind in "Love and Other Drugs" wichtige Requisiten (AP Archiv)

Viagra steht nur am Anfang: "Love and Other drugs" ist ein überdurchschnittlich guter Liebesfilm, der ganz vom Charme der Darsteller Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal profitiert.

Auch wenn Regisseur Ed Zwick sich bisher mit so martialischen Filmen wie "Glory", "Last Samurai" oder "Blood Diamonds" nicht gerade als subtiler Feingeist erwiesen hat, kann er diesmal im eher unspektakulären Genre der Romantic Comedy durchaus überzeugen.

Das liegt vor allem an den Darstellern Anne Hathaway als junge, leidenschaftliche aber auch zynische Maggie, die an Parkinson leidet und einfach gerne Sex hat. Sie lebt exzessiv in den Tag und nimmt sich, was und wen sie will. Dabei trifft sie auf Jamie, einen oberflächlichen Playboy und Vertreter der Pharmaindustrie, gespielt von Jake Gyllenhaal, der nach dem unrühmlichen Ausflug in den Sandalenfilm ("Prince of Persia") wieder ins Charakterfach zurückfindet.

Der Film spielt in den 90er-Jahren, kurz bevor Viagra auf den Markt kam. Und Jamie wird die Wunderdroge reißend los und macht Karriere. Als sich die beiden überzeugten Singles Maggie und Jamie dann jedoch wirklich ineinander verlieben und zusammen leben, fangen die Probleme an. Maggie ist davon überzeugt, für Jamie auf Dauer nur eine Last zu sein.

Zwischen Wortwitz, Klamauk, Ernsthaftigkeit, Melodrama und für Hollywood-Verhältnisse natürlichen und leidenschaftlichen Sexszenen pendelnd, ist "Love and other Drugs" endlich einmal ein überdurchschnittlich guter Liebesfilm, der ganz vom Charme seiner beiden Hauptdarsteller profitiert.

"Love and Other Drugs - Nebenwirkung inklusive", USA 2010. Regie: Edward Zwick. Darsteller: Anne Hathaway, Jake Gyllenhaal, Oliver Platt, Hank Azaria, Josh Gad, Gabriel Macht, Judy Greer, Jaimie Alexander, George Segal. FSK: ab 12, Länge: 112 Minuten.

Filmhomepage

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsPutin und Pegida
Pogida-Demonstranten stehen am 20.01.2016 auf dem Bassinplatz in Potsdam (Brandenburg) mit einem Transparent "Wir lassen uns nicht länger belügen! Wir sind das Volk". (Ralf Hirschberger, dpa picture-alliance)

Aus Glasnost, Perestroika und "Wir sind das Volk" hätten sich bedrohliche Strukturen entwickelt, befürchtet der "Tagesspiegel". Es drohe ein Rückfall in Zeiten, in denen Grenzen allein zum Verändern existierten und Herrschaft wechselte wie das Wetter.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur