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Interview / Archiv | Beitrag vom 11.01.2010

Linke: Ramelow stellt sich hinter Bundesgeschäftsführer Bartsch

Thüringer Fraktionsvorsitzender schlägt Doppelspitze vor

Bodo Ramelow, Landesvorsitzender von "Die Linke"  in Thüringen (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Bodo Ramelow, Landesvorsitzender von "Die Linke" in Thüringen (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat sich hinter den umstrittenen Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch gestellt.

Ramelow sagte, Bartsch habe mit seinen Äußerungen bezüglich der Zukunft Lafontaines weder Majestätsbeleidigung begangen noch vorzeitig über die Führungsstruktur bei der Linkspartei nachgedacht. "Dietmar Bartsch ist ein erfahrener Bundesgeschäftsführer und ein guter Bundeswahlkampfleiter", betonte er. Er gehe davon aus, dass der innerparteiliche Streit um Lafontaine und Bartsch mit der Fraktionsklausur in Berlin beendet sein werde, sagte Ramelow.

Zur personellen Zukunft der Linken sagte Ramelow, er wolle genauso wie Lafontaine die Doppelspitze. Diese müsse sowohl Ost und West wie auch die beiden Geschlechter repräsentieren. Er würde sich neben Lafontaine als West-Mann Gesine Lötzsch oder Dagmar Enkelmann, also eine "starke Ost-Frau", wünschen: "Das wäre ein Markenzeichen, das uns nach außen auch voranbringt", sagte Ramelow.

Zur Programmdebatte sagte Ramelow, die Linke müsse sich als plurale Partei begreifen und unterschiedliche Sichtweisen akzeptieren. "Solange Sarah Wagenknecht ihre Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse von Marx ableitet und ich meine gesellschaftliche Analyse aus der Bibel ableite und wir beide trotzdem gemeinsam an einem Projekt zusammentreffen, nämlich diese Gesellschaft sozialer und gerechter gestalten zu wollen, ist der Zugangsweg von ihr oder mir zweitrangig", sagte er.

Sie können das vollständige Gespräch mit Bodo Ramelow mindestens bis zum 11.06.2010 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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