Dienstag, 5. Mai 2015MESZ04:10 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie störrische Primaballerina
Ballettlegende Maja Plissezkaja  (picture alliance / dpa / Foto: Britta Pedersen)

Sie tanzte bis ins hohe Alter und war eine der größten Ballett-Tänzerinnen des 20. Jahrhunderts. Nun ist Maja Plissezkaja mit 89 Jahren gestorben. Die Feuilletons erinnern respektvoll an die Primaballerina des Bolschoi-Theaters.Mehr

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Fazit

Polyglotten-Treffen in Berlin"Sprache ist wie eine Brille"
Arbeitsmaterialien für den Deutschunterricht für Flüchtlingskinder. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)

Begeisterung für andere Sprachen ist die Grundvoraussetzung, um am "Polyglot Gathering" teilzunehmen. Zu dem kamen am Wochenende in Berlin Hunderte Menschen aus aller Welt zusammen, die vor allem eins verbindet: Sie sprechen mindestens fünf Sprachen.Mehr

Konferenz "Theater und Netz"Spielstätten der Zukunft
Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard (r) (picture alliance / dpa / Foto: Axel Heimken)

Auch 20 Jahre nach Beginn der digitalen Revolution fremdelt das Theater immer noch mit dem Netz. Auch deshalb gibt es seit drei Jahren die Konferenz "Theater und Netz". Die ist jetzt gerade in Berlin wieder zu Ende gegangen. Dieses Mal ging es um Technik, Ästhetik und Politik. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.