Dienstag, 21. Oktober 2014MESZ10:50 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter der Branche kommen in Halle an der Saale auf ihre Kosten. Mehr

OperDie Verehrer sind allesamt Trottel
Das Gebäude des Nationaltheaters in München, einer der Spielorte der Bayerischen Staatsoper. Vor dem Gebäude steht das Reiterdenkmal des ersten Königs von Bayern, Max I. Joseph.

In "Die Sache Makropulos" lebt die Hauptfigur Emilia Marty ohne zu Altern, umschwärmt von Liebhabern mehrerer Generationen, und fragt sich: Weiterleben oder doch endlich sterben? Musikalisch gelingt diese tragikomische Oper, doch hapert es bei der Regie.Mehr

Sibylle BergKeine peinlichen Momente!
Die Schriftstellerin Sibylle Berg auf der Leipziger Buchmesse im Jahr 2004.

Eine gute Mischung "aus viel Quatsch, Humor und ein bisschen Traurigkeit" - so könnte man einen gelungenen Theaterabend umschreiben, sagt die Schriftstellerin Sibylle Berg. Im besten Fall sei Theater gelungene Unterhaltung, meint sie. Sie selbst habe dort aber oft "Qual-Gefühle".Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.