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Kulturpresseschau

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Fazit

Anne-Sophie Mutter"Die Feuilletons werden immer verletzender"
Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter, Mai 2012 bei einem Konzert in Washington

Schlechter Musikunterricht, immer weniger Klassik-Liebhaber: Die Geigerin Anne-Sophie Mutter macht sich Sorgen um die Musikszene. Besonders bedauert sie, dass kaum noch ein Kulturjournalist in der Lage sei, dem Leser die "Begeisterung für das Werk" nahezubringen.Mehr

GleichstellungStreit um Quote für Regisseurinnen
Die Schauspielerinnen Nadja Uhl (l-r) mit Filmhund Dr. Freud, Hannelore Elsner, die Regisseurin Doris Dörrie und die Schauspielerin Natalia Avelon auf der Premiere von "Alles Inklusive".

Weniger als 15 Prozent der in Deutschland gedrehten Kino- und Fernsehfilme sind von Frauen. Die neugegründete Initiative "Pro Quote Regie" fordert deshalb eine Frauenquote. Filmfördererin Kirsten Niehuus ist dagegen.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.