Montag, 28. Juli 2014MESZ14:29 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Der Hass zeigt seine Fratze“
Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern sind am 09.06.2013 an einer Gedenkstätte am Nordbahnhof in Berlin zu sehen.

Im "Spiegel" setzt der israelische Politologe Zeev Sternhell auf die Kraft der Vernunft. Die "SZ", "FAZ" und "NZZ" diskutieren dagegen mit Linken-Hass in Israel und Antisemitismus in Europa Formen der Gegenaufklärung. Mehr

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Fazit

DokumentarfotografieElend in Glanz und Würde
Der Fotograf Sebastiao Salgado

Der sozial engagierte Fotoreporter Sebastiao Salgado hat in 40 Jahren zahlreiche Langzeitprojekte geschaffen, in denen er sich Flüchtlingen und Armen widmet. In Bremen ist jetzt seine Serie "Exodus" zu sehen.Mehr

KunstDie soziale Utopie der Spinnen
Tautropfen hängen an einem Spinnennetz

In Kiel wird unter der Überschrift "Netz. Spinnen in der Kunst" eine Ausstellung gezeigt, die kaum etwas Biologisches hat. Die Schau in der Kunsthalle zeigt vielmehr Netz-Objekte, deren "Netz"-Bezüge vor allem virtuell sind.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.