Sonntag, 23. November 2014MEZ01:54 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsViele Meinungen zum "Zeugenhaus"
Die Schauspieler Gisela Schneeberger, Edgar Selge, Iris Berben, Udo Samel und Jeff Burrell präsentieren den ZDF-Film "Das Zeugenhaus", der am 24. November ausgestrahlt wird.

Eine "scharfsichtige filmische Diagnose" zur Nachkriegszeit hat die NZZ gesehen. Ganz anders, nämlich als "quälend" erlebte die FAZ den prominent besetzten ZDF-Film "Das Zeugenhaus" nach einer wahren Geschichte, in dem KZ-Überlebende mit Nazis frühstücken. Mehr

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Fazit

"Rimini Protokoll"Hitzewelle auf der Hinterbühne
Die Umweltexperten Florian Rauser, Satya Bhowmik, Schirin Fahti, Kenneth Gbandi, Sabine Hain, Bernd Hezel und Ana Soliz Landivar Stange (l-r) agieren am 18.11.2014 in Hamburg auf der Fotoprobe von "Welt-Klimakonferenz". Das Projekt von Rimini Protokoll, bei dem die Zuschauer die Rollen der Teilnehmer einer internationalen Klimakonferenz übernehmen, feiert seine Uraufführung am 21.11.2014 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Foto: Markus Scholz

"Rimini Protokoll" gab mit der "Welt-Klimakonferenz" in Hamburg eine große Rollenspiel-Party, die zumindest anfangs sehr faszinierte. Wer sich einen Abend wie ein engagierter Delegierter gefühlt hat, wird die echten Klima-Verhandlungen künftig mit ganz anderen Augen sehen.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.