Montag, 25. Mai 2015MESZ03:23 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie Klomusik in Cannes
Blick auf Fotografen mit ihren Kameras im Anschlag bei einem Photocall bei dem 68. Filmfestival in Cannes, am 13.5.2015 (picture alliance / dpa / Patrice Lapoirie/Botella)

Ausführlich besprechen die nur mittelprächtig gelaunten Filmkritiker, was sie beim Festival von Cannes (nicht) erlebt haben − und spekulieren natürlich, wer heute die Goldene Palme bekommt.Mehr

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Fazit

"Signal Stadt"-KongressDas Ohr baut mit
Schnitzkunst Baumstamm (imago)

Eine Bahnhofshalle, ein Park, ein Fahrstuhl oder eine Sauna – jeder Ort hat eine spezifische Akustik. Wie der Sound unser Wohlbefinden beeinflusst, haben Experten auf dem Kongress "Signal Stadt" diskutiert. Der Klanganthropologe Olaf Schäfer gibt Einblicke in die hörbare Architektur.Mehr

"Kohlhaas-Prinzip" am Maxim GorkiEine Welt im Gerechtigkeitsfuror
Das Maxim Gorki Theater, aufgenommen am 29.10.2012 in Berlin. (picture-alliance / dpa / Michael Kappeler)

Vorzeigemoralist wird Terrorist - so etwa könnte man das "Kohlhaas-Prinzip" zusammenfassen. Die israelische Erfolgsregisseurin Yael Ronen hat Kleists Kohlhaas-Novelle von 1808 auf gegenwärtige Verhältnisse umgemünzt. Ihre Inszenierung am Berliner Maxim-Gorki-Theater ist grandios.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.