Mittwoch, 5. August 2015MESZ10:31 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsEin Mann wie ein Baum
Sechs Meter hoher Eisenbaum - eine Installation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei im Yorkshire Sculpture Park in Yorkshire (Großbritannien). (picture alliance / dpa / EPA / LINDSEY PARNABY)

Ai Weiwei fühlt sich inzwischen etwas freier in China. "Ich bin wie ein Baum, ich wachse", meint er in der "Süddeutschen Zeitung" - und zeichnet ein differenziertes Bild von seinem Heimatland.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Samanta Schweblin: "Das Gift"Der Reiz der Verstörung
Die argentinische Schriftstellerin Samanta Schweblin (Imago / Leemage)

Die Argentinierin Samanta Schweblin ist seit Jahren für ihre äußerst präzisen Erzählungen bekannt. Jetzt legt die preisgekrönte Schriftstellerin einen bestechenden und irritierenden Roman vor. Tobias Wenzel hat sie getroffen, um über "Das Gift" zu sprechen.Mehr

Filmstart "About a Girl"Lieber nicht erwachsen werden
Szene aus dem Film "About a Girl" mit Charleen (Jasna Fritzi Bauer) und Linus (Sandro Lohmann) (IMBISSFILM)

Der Jugendfilm "About a Girl" über eine lebensmüde 15-Jährige ist schon vor dem Kinostart mit Preisen ausgezeichnet worden. Was macht den Reiz aus? Vor allem sein ungewöhnliches Tempo und der rabenschwarze Wortwitz, meint unser Kritiker.Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2012

Kölner Oper "in einer sehr schwierigen Phase"

"Opernwelt"-Chefredakteur über das Opernhaus des Jahres 2012

Albrecht Thiemann im Gespräch mit Gabi Wuttke

Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)
Blick auf das Stammhaus der Oper Köln (Bühnen Köln)

In Köln steht die "Oper des Jahres 2012", so lautet die Bilanz des Fachblattes "Opernwelt". Die Auszeichnung soll hauptsächlich als Ermutigung verstanden werden, dass auch unter widrigen Bedingungen ein künstlerischer Aufschwung möglich ist, so Albrecht Thiemann, Chefredakteur der Fachzeitschrift.

Leider sei den kommunalen Politikern oft nicht bewusst, welche Schätze sie vor der eigenen Haustüre liegen hätten, kritisierte Albrecht Thiemann die kulturpolitische Situation in der Stadt Köln.

Darum sei Köln nicht nur für sein Musiktheater als "Oper des Jahres" ausgezeichnet worden, sondern habe gleichzeitig den Titel "Ärgernis des Jahres" erhalten, für die Finanzstreitereien und Querelen um die Oper. Dieses Kölner Klima hätte jede konstruktive mittel- und langfristige Planung unmöglich gemacht, so Thiemann.

Auch wenn der inzwischen entlassene Intendant Uwe Laufenberg sich nicht immer diplomatisch verhalten habe, habe er seit 2009 dem damals unbedeutenden Opernhaus zu einem beachtenswerten künstlerischen Aufschwung verholfen, fasste Thiemann dessen Leistung zusammen.

Daher soll die diesjährige doppelte Auszeichnung Kölns auch als Ermutigung verstanden werden, für Opernhäuser in ähnlich schwieriger Lage, nicht nur in Deutschland: Dass diese gerade in Notsituationen den Mut zum Risiko suchen und ihre künstlerischen Ideale nicht aufgeben sollten.

Das vollständige Gespräch mit Albrecht Thiemann können Sie mindestens bis zum 1.3.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.