Seit 23:30 Uhr Kulturnachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 23:30 Uhr Kulturnachrichten
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 09.06.2007

Klimaforscher mit G8-Beschlüssen zufrieden

Edenhofer: Verhandlungen unter Dach der UN entscheidend

Momentaufnahme vom Mond auf die Erde. (AP Archiv)
Momentaufnahme vom Mond auf die Erde. (AP Archiv)

Die Klimaschutz-Beschlüsse des G8-Gipfels von Heiligendamm sind nach Ansicht des Chefökonomen am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, ein großer Erfolg. So habe die USA nicht nur anerkannt, dass das Klimaproblem sehr ernst sei, sondern auch, dass der Klimaschutz notwendig und finanzierbar sei, sagte Edenhofer. Damit könnten jetzt ernsthafte Klimaverhandlungen starten.

Entscheidend sei dabei, dass diese Verhandlungen unter dem Dach der Vereinten Nationen stattfinden werden. "Wenn es um Fragen von Leben und Tod, von Krieg und Frieden und eben auch um Fragen des Klimawandels geht, ist die UN die einzige moralisch legitime Institution, die wir haben, und es wäre eine Schande, wenn dieses globale Problem aus dem UN-Prozess herausgelöst worden wäre", sagte Edenhofer.

Er betonte, dass beim Klimaschutz "die Zeit uns langsam davon läuft". In den kommenden drei Dekaden würden 20 Billionen US-Dollar in den Energiesektor investiert. Damit werde ein Energiesystem aufgebaut, das für die nächsten drei Generationen Bestand haben werde. Da müsse ein "eindeutiges, klares Signal an die weltweiten Investoren" gegeben werden, die CO2-Emmissionen drastisch zu reduzieren. "Wir können etwas tun und das noch zu einem durchaus handhabbarem Preis, ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes. Das sollte uns das schon wert sein", sagte Edenhofer.

Interview

BrexitSorge vor den nationalen Wahlkämpfen
Stadtbild von London (AFP / Rob Stothard)

Angesichts der politischen Unsicherheit werde es sehr schwierig werden, die Finanzmärkte nach dem Brexit-Votum wieder zu stabilisieren, sagt der britische Journalist Quentin Peel. Er sprach von einem "Desaster". Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur