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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 15.08.2014

Johannes Vogel Wie wollen Sie Mensch und Natur zusammenbringen?

Biodiversität als Lebensthema

Moderation: Ulrike Timm

Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor Museum für Naturkunde Berlin (Museum für Naturkunde Berlin / Hwa Ja Götz)
Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor Museum für Naturkunde Berlin (Museum für Naturkunde Berlin / Hwa Ja Götz)

Er ist ein Querdenker, ein Visionär und ein leidenschaftlicher Wissenschaftler: der Botaniker und Museumsdirektor Johannes Vogel. In Berlin leitet er das Naturkundemuseum und hat sein Leben dem Reichtum der Natur gewidmet.

Berühmt ist das Berliner Naturkundemuseum für sein gigantisches Skelett eines "Brachiosaurus brancai". Es ist mit 13,27 Metern das größte Dinosaurierskelett der Welt. Das Haus von Johannes Vogel bietet aber weitaus mehr Schätze, denn es ist mit über 30 Millionen Ausstellungsstücken eines der zehn größten Naturkundemuseen der Welt: "Wir beherbergen 60 bis 70 Prozent aller Berliner Kulturgüter. Wir ziehen mehr Besucher an, als alle wissenschaftlichen Organisationen zusammen, eine halbe Million jährlich!"

Aber das alles reicht dem Botaniker, der mit der Ur-Urenkelin von Charles Darwin verheiratet ist, nicht. Er will mehr: Sein Ziel ist, die unglaubliche Artenvielfalt der Erde in einem einmaligen Forschungsverbund zu entschlüsseln und der Menschheit einst zur Verfügung zu stellen. 1,8 Millionen Arten sind bisher erforscht – noch nicht einmal ein Zehntel der Natur: "Wir gehen davon aus, dass es zwischen acht und 25 Millionen verschiedene Arten gibt."

Jede Art habe ihre Aufgabe in dem komplexen System Erde, das durch die Menschen zunehmend gefährdet wird, wie Vogel sagt:"Ich finde es erschreckend, dass nicht begriffen wird, dass es um unsere Lebensgrundlage geht. Die Leute glauben, Benzin kommt von Shell, Milch aus dem Regal, Wasser aus der Leitung. Das ist hanebüchen!"

Vogels Wunsch ist es, "die Welt für unsere Kinder und Enkel in einem lebenswerten Zustand zu erhalten". Dabei stellt er sich die Frage: "Wie können wir einen neuen Vertrag zwischen Mensch und Natur schaffen?"

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