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Studio 9 | Beitrag vom 17.09.2014

IS-TerrorVon Ennepetal in den Heiligen Krieg

Gespräch mit dem Journalisten Georg Mascolo

Moderation: Korbinian Frenzel

Unterstützer der Terrorgruppe IS während einer Demonstration in Syrien. (afp / Karam Al-Masri)
Unterstützer der Terrorgruppe IS während einer Demonstration in Syrien. (afp / Karam Al-Masri)

Mindestens fünf deutsch Selbstmordattentäter sollen im Auftrag des Islamischen Staates in Syrien und Irak Anschläge verübt haben. Was treibt junge Männer aus Deutschland in den Dschihad?

Die Zahl der IS-Selbstmordattentäter aus Deutschland steigt nach Erkenntnis der Bundesregierung in besorgniserregendem Tempo. Bundesinnenminister de Maizière sprach von einer "neuen Dimension". Der "Export von Terror aus Deutschland" müsse unterbunden werden.

Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung werden neben fünf als gesichert erachteten Fällen derzeit weitere drei bis vier untersucht.

Georg Mascolo, Leiter der Recherchegruppe von NDR, WDR und SZ, sagte im Deutschlandradio Kultur, junge Männer aus Europa würden auch aus propagandistischen Gründen für Selbstmordanschläge und Enthauptungen ausgewählt. Die IS-Führung demonstriere damit gegenüber dem Westen: "Seht her, die Menschen kommen aus der Mitte eurer Gesellschaft!" Auch der Grad an Radikalisierung junger Männer aus Europa sei oft höher als bei Arabern, so Mascolo weiter.

Die Politik habe den Handlungsbedarf erkannt, sagte Mascolo. Es sei jedoch schwer, Reisen von radikalisierten Deutschen in den Irak oder Syrien zu verhindern.

Mehr zum Thema:

IS-Terror - USA weiten Kampf gegen IS aus (Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 17.09.2014)
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