Samstag, 1. August 2015MESZ11:50 Uhr

Feature

HeimatAuf der Usedomer Straße
Farbenfroh ist die Fassade von Wohnhäusern Am Nordufer in Berlin-Wedding gestaltet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seit knapp 40 Jahren leben Yevsi und seine Eltern in Berlin, in ein und derselben Straße. Sie erzählen, was es für sie bedeutet hat, in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu bewahren. Mehr

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Hörspiel

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 02.03.2013

Ich ziehe meine Einsamkeit um mich

Die Dichterin Gertrud Kolmar

Von Beate Lehner

Endstation Auschwitz: Mehr als eine Million Juden wurden hierher, meist in Güterwaggons, deportiert und ermordet (picture alliance / dpa / CTK)
Endstation Auschwitz: Mehr als eine Million Juden wurden hierher, meist in Güterwaggons, deportiert und ermordet (picture alliance / dpa / CTK)

Gertrud Kolmar, 1894 als Gertrud Käthe Chodziesner geboren, gehört zu den größten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Im Berliner Vorort Finkenkrug führte sie ein zurückgezogenes Leben. Nach dem Machtantritt Hitlers sorgte sie dafür, dass ihr Werk in Sicherheit gebracht wurde.

Auch ihre Briefe an die Schwester blieben erhalten. Es sind berührende Zeugnisse aus der Zeit der Entrechtung und Verfolgung, in denen die Persönlichkeit der Dichterin, ihre Stärke und ihr Geist lebendig werden.

Am 2. März 1943 wurde sie mit dem "32. Osttransport" nach Auschwitz deportiert. Ein großer Teil ihres dichterischen Nachlasses konnte gerettet werden.


Regie: die Autorin
Mit: Katharina Schüttler, Susanne Lothar, Friedhelm Ptok u.a.
Ton: Martin Seelig
Produktion: RBB/HR 2011
Länge: 54‘29



Beate Lehner, geboren 1963 in Münster, studierte Literaturwissenschaft, Alte Geschichte und Italienisch. Arbeitet als Rundfunkautorin. Zuletzt: "Von Heilern, Wunderheilern und der Suche nach dem Glück" (RBB/DLF/SWR 2009).