Samstag, 26. Juli 2014MESZ05:12 Uhr

Feature

Brauch ich!
Chaos und Unordnung in einem Arbeitszimmer

Zugemüllte Wohnungen, verdreckte Küchen, Berge schmutziger Kleidung, Batterien leerer Flaschen - das sind die Fernsehbilder, mit denen Messies gerne vorgeführt werden. Doch solche Extremfälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Wo hört das Sammeln auf und wo fängt das Horten an? Wann wird das Horten zur Sucht - und wer sind die Süchtigen? Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 02.03.2013

Ich ziehe meine Einsamkeit um mich

Die Dichterin Gertrud Kolmar

Von Beate Lehner

Endstation Auschwitz: Mehr als eine Million Juden wurden hierher, meist in Güterwaggons, deportiert und ermordet
Endstation Auschwitz: Mehr als eine Million Juden wurden hierher, meist in Güterwaggons, deportiert und ermordet (picture alliance / dpa / CTK)

Gertrud Kolmar, 1894 als Gertrud Käthe Chodziesner geboren, gehört zu den größten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Im Berliner Vorort Finkenkrug führte sie ein zurückgezogenes Leben. Nach dem Machtantritt Hitlers sorgte sie dafür, dass ihr Werk in Sicherheit gebracht wurde.

Auch ihre Briefe an die Schwester blieben erhalten. Es sind berührende Zeugnisse aus der Zeit der Entrechtung und Verfolgung, in denen die Persönlichkeit der Dichterin, ihre Stärke und ihr Geist lebendig werden.

Am 2. März 1943 wurde sie mit dem "32. Osttransport" nach Auschwitz deportiert. Ein großer Teil ihres dichterischen Nachlasses konnte gerettet werden.


Regie: die Autorin
Mit: Katharina Schüttler, Susanne Lothar, Friedhelm Ptok u.a.
Ton: Martin Seelig
Produktion: RBB/HR 2011
Länge: 54‘29



Beate Lehner, geboren 1963 in Münster, studierte Literaturwissenschaft, Alte Geschichte und Italienisch. Arbeitet als Rundfunkautorin. Zuletzt: "Von Heilern, Wunderheilern und der Suche nach dem Glück" (RBB/DLF/SWR 2009).