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Literatur

Schriftsteller im Exil auf MallorcaDer Tod im Inselgarten
Die Kathedrale der Heiligen Maria in der spanischen Hafenstadt Palma, der Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Viele deutsche Schriftsteller und Künstler flohen vor Hitler nach Mallorca und wähnten sich hier in Sicherheit. Anhand von literarischen Texten, Interviews und bislang unbekannten Archiv-Dokumenten erzählen Daniel Guthmann und Christian Buckard deren bewegende Geschichte.Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 31.07.2012

"Ich finde meine Figuren überall"

Eine Begegnung mit Martin Amis

Von Michael Reitz

Der britische Schriftsteller Martin Amis (picture alliance / dpa - epa efe Juan Ferreras)
Der britische Schriftsteller Martin Amis (picture alliance / dpa - epa efe Juan Ferreras)

Er gilt als das enfant terrible britischer Literatur: Der 1949 geborene Autor Martin Amis recherchierte für seinen Roman "Yellow Dog" im internationalen Pornomilieu, erzählte mit "Pfeil der Zeit" den Holocaust aus einer ungewöhnlichen Perspektive oder arbeitete mit Büchern wie "Koba der Schreckliche" und "Haus der Begegnungen" seine kommunistische Erziehung auf.

Martin Amis brach immer wieder erzählerische und gesellschaftliche Konventionen, machte sich unbeliebt und ging keinem Streit aus dem Weg. Seine Erzählungen und Romane finden sowohl begeisterte Leser, die seinen kompromisslos-bissigen und oftmals humorvollen Stil feiern, als auch harsche Kritiker, die ihn als einen Propheten des Unappetitlichen sehen.

Sein jüngst erschienener Roman "Die schwangere Witwe" ist eine satirische Kritik an der sexuellen Befreiung der 1960er und 70er-Jahre. Die Sendung beschreibt das Wirken eines Autors, der sich jeder Einordnung in bestehende Klischees entzieht.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links zum Thema bei Deutschlandradio
Lob der sexuellen Revolution - Martin Amis über die 60er und sein Buch "Die schwangere Witwe"

Erotisches Dreieck <br> Martin Amis: "Haus der Begegnungen", Hanser, 240 Seiten

Spöttische Selbstbetrachtung <br> Martin Amis' Memoirenband "Die Hauptsachen"