Seit 05:07 Uhr Studio 9
 
Donnerstag, 26. Mai 2016MESZ08:49 Uhr

Zeitfragen | Beitrag vom 16.03.2016

Historiker Heinrich August Winkler Warum der Westen nicht am Ende ist

Winfried Sträter im Gespräch mit dem Historiker Heinrich August Winkler

Beitrag hören
Der Historiker Heinrich August Winkler zu Gast im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)
Der Historiker Heinrich August Winkler (2014 in unserem Studio). (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Anlässlich der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung senden wir eine Wiederholung des Gesprächs zum Abschluss der "Geschichte des Westens" aus dem Jahr 2015.

Seit Erscheinen des ersten Bandes 2009 hat Winkler auf über 4500 Seiten nachgezeichnet, wie sich in Europa und von Europa aus Weltgeschichte entwickelt hat.

Es ist nicht die Geschichte Europas, nicht die Geschichte des Abendlandes, sondern letztlich die reale Geschichte einer Idee, die zu einem politischen Konzept geworden ist: die Idee der Eingrenzung politischer Macht, der Anerkennung unveräußerlicher Rechte jedes Menschen und der Selbstbestimmung von Völkern, ihre Regierung selbst zu wählen.

Heinrich August Winkler nennt dies "das normative Projekt des Westens". Er beschreibt, wie wenig Rücksicht der Westen trotz seiner Werte genommen hat, wenn es um die Durchsetzung westlicher Herrschaft in anderen Weltregionen ging. Trotzdem ist die Anziehungskraft westlicher Wertvorstellungen ungebrochen.

Warum der Westen nicht am Ende ist, obwohl seine globale Macht verfällt: Winfried Sträter im Gespräch mit Heinrich August Winkler - zum Abschluss seiner vierbändigen Reihe "Geschichte des Westens".

Die vier Bände der "Geschichte des Westens" von Heinrich August Winkler sind im C.H. Beck Verlag erschienen.

Mehr zum Thema:

Heinrich August Winkler - Westliche Illusionen unter der Lupe
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 26.01.2015)

Heinrich August Winkler - "Am Beginn war eine Illusion"
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 17.09.2014)

Heinrich August Winkler - "Der Weg nach Westen ist nicht abgeschlossen"
(Deutschlandradio Kultur, Tacheles, 19.07.2014)

Zeitfragen

Museum ohne OrtKuratieren im digitalen Zeitalter
"Dein Audioguide" hat der Künstler Olafur Eliasson  für die  Kunstsammlung in Düsseldorf entworfen (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)

Die Rundgänge im Museum werden immer seltener von Museumsführern geleitet. Oft holen sich die Besucher einen Audioguide in ihrer Sprache. Doch mittlerweile haben diese Rundgangsaudios alternative Brüder und Schwestern bekommen: Apps, Audiowalks und Netzmuseen.Mehr

Skulptur von 1880Ein Nachbau wird das erste Goethe-Denkmal Asiens
Goethe-Denkmal des Bildhauers Fritz Schaper von 1880 im Berliner Tiergarten. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Vor seine neue Firmenzentrale in Seoul möchte der südkoreanische Konzern Lotte ein Goethe-Denkmal stellen. Schließlich ist das Unternehmen nach einer Figur des Dichters benannt. Es soll ein Nachbau einer Statue im Berliner Tiergarten sein - allerdings ohne die Gebrauchsspuren.Mehr

Widerstand gegen WindkraftDie Energiewende als Soziallabor
Eine alte Windmühle steht zwischen Wohnhäusern in Kiel, im Hintergrund ein modernes Windrad.  (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland 25.000 Windräder entstanden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen die Erneuerbaren befürwortet, wächst der Widerstand gegen die Windkraft. Was bedeutet das für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

fghjghj