Thema / Archiv /

Hingucken statt wegbleiben

Menschenrechtler in Aserbaidschan gegen Boykott des Eurovision Song Contest

In Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist eine Gegenveranstaltung geplant.
In Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist eine Gegenveranstaltung geplant. (picture alliance / dpa)

Der aserbaidschanische Menschenrechtsaktivist Rasul Jafarov hat sich gegen einen Boykott des Eurovision Song Contest (ESC) in Baku Ende Mai ausgesprochen. Ein Boykott sei nicht hilfreich, sagte Jafarov. Es sei gut, wenn Journalisten, Musiker und Fans nach Baku kämen. "Allerdings möchten wir, dass sie nicht die Augen vor den negativen Dingen in Aserbaidschan verschließen", sagte er.

Nach Angaben von Jafarov sind gerade zwei Aktivisten aus dem Gefängnis entlassen worden, 15 weitere säßen aber weiter in Haft. Menschenrechtsgruppen planen in Baku eine Gegenveranstaltung zum ESC unter dem Motto "Sing for Democracy". Ob diese Veranstaltung im Freien stattfinden könne, sei aber noch nicht klar, dies müsse die Stadtverwaltung genehmigen, so Jafarov. Ein entsprechender Antrag werde jetzt gestellt. In einem Nachtclub der Stadt könne "Sing for Democracy" aber in jedem Fall stattfinden.

Sie können das vollständige Gespräch mit Rasul Jafarov mindestens bis zum 12.08.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Thema

Konferenz "Net Mundial""Signal an Überwachungsstaaten, dass es so nicht weitergehen kann"

Ein Messebesucher sitzt am 09.03.2014 auf dem Messegelände der CeBIT in Hannover (Niedersachsen) auf dem Stand der Firma VDE.

Rechtsexperte Matthias Kettemann sieht die Macht im Internet ungleich verteilt. Er pocht auf ein internationales Internetrecht. Das auf der "Net Mundial" diskutierte "Multi-Stakeholder-Modell" hält er nicht für durchführbar.

Seefahrt"Seeleute sind schlecht auf Heldengeschichten zu sprechen"

In Seitenlage: Der Kapitän der havarierten Costa Concordia war unter den ersten, die das Schiff verließen.

Der Kapitän geht zuletzt von Bord? Frauen und Kinder zuerst? Dass das zur See mitnichten immer so ist, zeigen die letzten größeren Schiffsunglücke.

Europa vor der Wahl"In jedem Land ganz unterschiedliche Konstellationen"

Ein Stand auf der Leipziger Buchmesse zeigt die ukrainische Fahne durchlöchert von Schüssen - in Form der Europasterne.

Ein möglicher Erfolg der Rechtsparteien bei der Europawahl habe länderspezifische Gründe, sagt der Politologe Nico Lange. Dass diese vom Ukraine-Konflikt und Putins Politik profitieren könnten, sei nicht erkennbar.