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Hingucken statt wegbleiben

Menschenrechtler in Aserbaidschan gegen Boykott des Eurovision Song Contest

In Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist eine Gegenveranstaltung geplant.
In Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist eine Gegenveranstaltung geplant. (picture alliance / dpa)

Der aserbaidschanische Menschenrechtsaktivist Rasul Jafarov hat sich gegen einen Boykott des Eurovision Song Contest (ESC) in Baku Ende Mai ausgesprochen. Ein Boykott sei nicht hilfreich, sagte Jafarov. Es sei gut, wenn Journalisten, Musiker und Fans nach Baku kämen. "Allerdings möchten wir, dass sie nicht die Augen vor den negativen Dingen in Aserbaidschan verschließen", sagte er.

Nach Angaben von Jafarov sind gerade zwei Aktivisten aus dem Gefängnis entlassen worden, 15 weitere säßen aber weiter in Haft. Menschenrechtsgruppen planen in Baku eine Gegenveranstaltung zum ESC unter dem Motto "Sing for Democracy". Ob diese Veranstaltung im Freien stattfinden könne, sei aber noch nicht klar, dies müsse die Stadtverwaltung genehmigen, so Jafarov. Ein entsprechender Antrag werde jetzt gestellt. In einem Nachtclub der Stadt könne "Sing for Democracy" aber in jedem Fall stattfinden.

Sie können das vollständige Gespräch mit Rasul Jafarov mindestens bis zum 12.08.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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