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Jazz / Archiv | Beitrag vom 01.04.2015

HighlightsJazz im April

Die Silhouetten von live spielenden Orchestermusikern (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)
Die Silhouetten von live spielenden Orchestermusikern (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

In der Tonart Jazz erinnern wir an eine der bedeutendsten Sängerinnen der Jazzgeschichte - Billie Holiday wäre am 7. April 100 Jahre alt geworden. Die Berliner Jazzpianistin Julia Hülsmann interpretiert auf einem neuen Album den großen Komponisten Kurt Weill.

Montag, 6. April / In Concert, 1:05 – 6:55 Uhr
"Jazz sur le vif" - aktueller Jazz aus Frankreich

Die französische Jazzszene hat sehr viel zu bieten. Neben den bereits seit Jahrzehnten auch international erfolgreichen und anerkannten Musikern wie Lous Sclavis oder Henri Texier tauchen auch ständig wieder neue Künstler auf und liefern Erstaunliches. Einige dieser Musiker wurden im letzten Jahr in der Reihe "Jazz sur le vif" mit ihren aktuellen Projekten vorgestellt Darunter der PianistMarc Benham, die Keyboarder Emmanuel Bex und Jozef Dumoulin, sowie der Posaunist Daniel Zimmermann
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 7. April / Tonart Jazz, 1:05– 5:00 Uhr
Bittersüß und bluesgetränkt –  zum 100. Geburtstag der Gesangs-Ikone Billie Holiday

Die Sängerin Billie Holiday wäre im April 100 Jahre alt geworden.  (imago / United Archives International)Die Sängerin Billie Holiday (imago / United Archives International)

Billie Holiday war eine der bedeutendsten Sängerinnen der Jazzgeschichte. In jungen Jahren wollte sie wie ein Saxofon oder wie eine Trompete klingen und orientierte sich dabei an Kollegen wie Lester Young und Louis Armstrong. Besonders intensiv wurden dann später  ihre melancholisch-bittersüßen Interpretationen von Jazz-Standards, die bis heute unter die Haut gehen. "Lady Day"- wie Billie Holiday gerne genannt wurde - reduzierte mit ihrer herb-zerbrechlichen Stimme jedes einzelne Stück auf das Wesentliche und  packte ihren ganzen Schmerz hinein.
Moderation: Lothar Jänichen

Montag, 13. April / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
Der Saxophonist Gilad Atzmon und sein musikalisches Universum

Der israelische Schriftsteller und Jazz-Saxophonist Gilad Atzmon spielt am 9.10.2003 auf der Frankfurter Buchmesse Saxophon. (picture alliance / dpa / Zucchi)Gilad Atzmon (picture alliance / dpa / Zucchi)
Der israelische Saxofonist Gilad Atzmon – Jahrgang 1963 – ist ein streitbarer Musiker. Er ist seit Jahren ein großer Kritiker der israelischen Palästina-Politik und scheut auch nicht davor zurück, das regelmäßig zu thematisieren. 1995 zog er nach London, um dort Philosophie zu studieren und wurde Mitglied der Band "Blockheads". Bald schmiss er sein Studium, blieb aber der Philosophie treu und legte später zwei Romane und etliche Streitschriften vor. Im Jahr 2000 gründete Gilad Atzmon sein „Orient House Ensemble", mit dem er nun sein neues Album "The Whistle Blower" vorgelegt hat:
Autor: Johannes Kaiser

In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Der große Melodiker am Jazz-Klavier: Alan Broadbent

Der Pianist, Arrangeur und Komponist  Alan Broadbent ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im amerikanischen Jazz. Geboren wurde er 1947 in Auckland, Neuseeland, er lebt aber seit den 60er Jahren dauerhaft in den USA. Broadbent machte in seiner langen Karriere Aufnahmen u.a. mit Woody Hermann, Diana  Krall, Paul McCartney und – über 20 Jahre lang – mit dem Bassisten Charlie Haden und dessen mehrfach ausgezeichnetem „Quartet West".  In den letzten Jahren war Alan Broadbent häufig im Trio zu hören und mittlerweile gibt er auch regelmäßig Solo-Konzerte. Dabei erweist er sich als ein großer Melodiker und hochsensibler Spieler. Sein Auftritt im Sendesaal in Bremen fand im Rahmen der Reihe „Konzerte im Dunkeln" und bekam dadurch noch einmal eine ganz besondere Intensität.

Sendesaal Bremen
Aufzeichnung vom 22.03.2015
Alan Broadbent, Klavier
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 14. April / Tonart Jazz, 1.05– 5:00 Uhr
Kurt Weill und der Jazz

Julia Hülsmann (Deutschlandradio / Matthias Horn)Julia Hülsmann (Deutschlandradio / Matthias Horn)

Der große Komponist Kurt Weill (1900-1950) war vom Jazz fasziniert und nannte ihn den „Rhythmus der Zeit". Viele seiner Werke wurden später auch von Jazzmusikern immer wieder neu interpretiert, allen voran die „Dreigroschenoper". Aber auch Lieder wie „Speak Low" oder der „September Song" wurden beliebte Jazz-Standards und werden bis heute immer wieder neu bearbeitet. Ganz aktuell hat die Berliner Julia Hülsmann ein ganzes Album mit Musik von Kurt Weill vorgelegt, unvergessen sind aber auch die Weill-Interpretationen von Musikern wie Joachim Kühn, Abbey Lincoln, Ella Fitzgerald u.v.a.m.
Moderation: Matthias Wegner

Montag, 20. April / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
"Spiritual Jazz" – legendäre Zeiten und aktuelle Strömungen

Der spirituelle Jazz hatte in den 60er und frühen 70er Jahren seine intensivste und kreativste Zeit. Musiker wie John Coltrane, Pharoah Sanders oder Gary Bartz schufen mit ihren Bands epochale Meisterwerke, die bis heute Gültigkeit haben. Die Veröffentlichungs-Reihe „Spiritual Jazz" widmet sich dem Phänomen dieser Musik aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Und auch im aktuellen Jazz lassen sich zum Beispiel mit dem englischen Trompeter Matthew Halsall und dem italienischen Schlagzeuger und Bandleader Tommaso Cappellato, Musiker finden, denen eine spirituelle Dimension in ihrer Musik äußerst wichtig ist und die damit an die alten Zeiten anknüpfen.
Autor: Andreas Müller

Dienstag, 21. April / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
Höhepunkte vom Tampere Jazz Happening 2014

Die finnische Jazzszene wurde in den letzten Jahren auch bei uns stärker wahrgenommen, da eine jüngere Generation um den Saxofonisten Timo Lassy selbstbewusst und mit großer Spielfreude vor allem die Clubtauglichkeit und den Groove des Jazz sehr intensiv herausarbeitet hat. Und - nicht zu vergessen – es gibt in Finnland auch eine lebendige Festivalszene, die den Jazz fast zu Popmusik macht. Neben dem riesigen „Pori Jazz Festival" ist vor allem das „Tampere Jazz Happening" von großer Bedeutung. Im letzten Jahr traten dort u.a. Mathias Eick, Terence Blanchard und Sons of Komet auf.
Moderation: Lothar Jänichen

Freitag, 24.04.2015 / Konzert 20:03 – 22:30 Uhr
Jazzahead! 2015 – Vincent Peirani "Living Being"

Vincent-Peirani und Living-Being (Sylvain Gripoix )Vincent-Peirani und Living-Being (Sylvain Gripoix )

Das Gala-Konzert zum 10-jährigen Jubiläum der Jazzahead! bestreitet der Franzose Vincent Peirani mit seiner erstklassigen Band. Die letzten beiden Jahre waren sehr erfolgreich für den dynamischen Akkordeonisten. Peiranis Mitwirken im Quartett der Schlagzeug-Legende Daniel Humair, seine Duo-Arbeit mit dem Saxofonisten Emile Parisien und sein im letzten Jahr vielfach prämiertes Album "Thrill Box" haben den Mit-30er in die erste Reihe des europäischen Jazz katapultiert. Sein neues Projekt heißt „Living Being" und zeugt erneut von einem riesigen musikalischen Kosmos und einer großen künstlerischen Offenheit.

Die Glocke, Bremen, Live und Aufzeichnungen vom 23./24.4.2015
Vincent Peirani "Living Being"
Höhepunkte der "French Night" und der "German Jazz Expo"
Moderation: Andreas Müller und Matthias Wegner

Samstag, 25. April / Konzert, 19:05 – 22:30
Jazzahead! 2015 – Höhepunkte "German Jazz Expo" und "European Jazz Meeting"

Jazzahead Kulturzentrum Bremen (Jens Schlenker )Jazzahead Kulturzentrum Bremen (Jens Schlenker )

Die "Jazzahead!" in Bremen hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem der wichtigsten Treffpunkte für Jazz weltweit entwickelt und bildet in seinen zahlreichen Konzertreihen die vitale deutsche und internationale Jazzszene ausführlich ab. Live und in Aufzeichnungen gibt es zahlreiche Höhepunkte der "German Jazz Expo" und dem "European Jazz Meeting". Mit dabei sind Musiker und Bands wie  Hattler, Natalia Mateo, Omer Klein, ADHD u.v.a.m.
Moderation: Andreas Müller und Matthias Wegner

Montag, 27. April / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
Ein New Yorker in Köln – der Flügelhornspieler Ryan Carniaux

Die Kölner Jazzszene ist vital und voller großartiger Musiker. Junge  Hochschulabsolventen, etablierte Jazzgrößen und die Musiker aus dem Umfeld der WDR-Bigband setzen hier immer wieder wertvolle Akzente. Und: nicht selten verirren sich auch internationale Musiker nach Köln und beleben die dortige Szene. Zum Beispiel der New Yorker Flügelhornist Ryan Carniaux, der einst der Liebe wegen nach Europa kam und blieb. Carniaux betreibt verschiedene Bands und hat nun mit seinem Quintett ein neues Album vorgelegt „Never Leave your baggage unattended". Ein feinnerviges, zart-lyrisches Album mit einer großen Anziehungskraft und mit dem Vibraphonisten Wolfgang Lackerschmid als Special Guest.
Autor: Jan Tengeler

In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr

Daniel Humair (Matthias Creutziger)Daniel Humair (Matthias Creutziger)

Der heute 76-jährige Schweizer Schlagzeuger und Wahlfranzose Daniel Humair ist seit Jahrzehnten einer der zentralen Musiker des europäischen Jazz. Humairs  Diskografie ist riesengroß und ein wichtiges Dokument seiner musikalischen Vielseitigkeit. Darin finden sich so unterschiedliche Wegbegleiter wie Joachim Kühn, Eric Dolphy, Gerry Mulligan und Enrico Rava. Daniel Humair mag keine Routine und hat sich bis heute eine große Neugierde bewahrt, sowohl in rhythmischer, als auch in melodischer Hinsicht. Beim Jazzfest Berlin 2014 präsentierte Humair sein aktuelles Quarrtet  mit drei herausragenden Musikern der jüngeren Generation. Das Konzert war einer der großen Höhepunkte des Festivals.

Jazzfest Berlin 2014
Haus der Berliner Festspiele
Aufzeichnung vom 01.11.2014
Daniel Humair Quartet "Sweet & Sour":
Emile Parisien, Saxofon
Vincent Peirani, Akkordeon
Jerome Regard, Bass
Daniel Humair, Schlagzeug
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 28. April / Tonart Jazz, 1.05 Uhr
Starke Frauen im Jazz

Johanna Borchert (Simon Hegenberg)Johanna Borchert (Simon Hegenberg)

Lange Zeit hatten es die Instrumentalistinnen im Jazz sehr schwer, sich in der männlichen Jazz-Domäne zu behaupten. Dennoch gab es etliche Frauen, die ihren eigenen Weg gegangen sind, die Pioniere waren und die den nachfolgenden Generationen einen Weg geebnet haben. Pianistinnen z.B. wie Irene Schweizer, Jutta Hipp und Aki Takase, die Bassistin Joëlle Léandre oder die Arrangeurin Carla Bley.  Mittlerweile hat sich vieles verändert.  Junge Frauen geben im Jazz zunehmend den Ton an.Manuela Krause stellt einige dieser starken und unkonventionellen Musikerinnen vor, widmet sich aber auch den Pionierinnen.
Mit Musik u.a. Charlotte Grewe, Kathrin Pechlof, Eva Kruse, Johanna Borchert, Sandra Hempel.
Moderation: Manuela Krause

 

Konzert

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