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Kompressor | Beitrag vom 07.06.2016

Frage des TagesWarum dürfen Games keine Hakenkreuze zeigen?

Christian Huberts im Gespräch mit Max Oppel

(picture alliance / dpa / Stefan Falke)
Tobias Moretti als Adolf Hitler (l) und Sebastian Koch in der Rolle des Albert Speer stehen in einer Szene des Films "Speer und er" hinter dem Modell des "Deutschen Stadion". (picture alliance / dpa / Stefan Falke)

Nazi-Symbolik darf in Unterhaltungsmedien nicht gezeigt werden. Trotzdem sehen wir in Spielfilmen häufig Nazis mit Hakenkreuzen, in Videospielen werden sie strikt zensiert. Ein Anachronismus, findet der Online-Journalist Fabian A. Scherschel in einem Kommentar auf heise.de. Hat er recht? Warum? Darüber sprechen wir mit dem Game-Experten und Kulturwissenschaftler Christian Huberts.

Hakenkreuze, SS-Runen oder der Hitlergruß mit rechten Arm: Nazi-Symbolik darf grundsätzlich auch in Unterhaltungsmedien nicht gezeigt werden. Trotzdem sehen wir in "Inglorious Basterds” oder "Der Untergang” Horden von Nazis durch die Gegend laufen. Geschützt werden diese Filme von der "Sozialadäquanzklausel” im Strafgesetzbuch - denn sie dienen der Kunst und der Aufklärung.

Heute erscheint der vierte Teil des Videogames "Hearts of Iron”. Und die Macher des Militärstrategie-Spiels haben akribisch darauf geachtet, in der deutschen Version keinerlei verfassungsfeindliche Kennzeichen zu nutzen. Nicht nur Hakenkreuze, auch Hitler-Porträts wurden penibel entfernt.

Während Nazi-Symbolik also in der Kunst und im Fernsehen erlaubt ist, werden die verfassungsfeindlichen Zeichen in Videospielen weiterhin strikt zensiert. Warum?

Darüber sprechen wir ab 14:07 Uhr im "Kompressor" mit Christian Huberts, Kulturwissenschaftler und Game-Experte.

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Kommentar: Warum sind Hakenkreuze in Videospielen eigentlich keine Kunst? (heise.de)

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