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Kompressor | Beitrag vom 11.02.2015

Frage des TagesWarum attackieren Sie Berlins Olympia-Bewerbung mit Nazi-Symbolik?

Darf man das? Der "Metronaut"-Blog verballhornt Berlins Olympia-Bewerbung mit NS-Symbolik. (Screenshot / Metronaut.de)
Darf man das? Der "Metronaut"-Blog verballhornt Berlins Olympia-Bewerbung mit NS-Symbolik. (Screenshot / Metronaut.de)

Hakenkreuze über dem Stadion, Sportler in Leni-Riefenstahl-Optik: Mit NS-Motiven nimmt der Blog "Metronaut" die Berliner Olympia-Bewerbung aufs Korn. Der Senat ist empört, die Macher betonen die Freiheit der Satire. Ein Gespräch mit dem Blogger John F. Nebel.

Ein Berliner Blog sorgt für jede Menge Aufregung und touchiert mal wieder die Frage der Zeit: Was darf Satire? Der Blog "Metronaut" veröffentlicht eine Werbe-Kampagne für die olympischen Spiele 2024, für die sich Berlin beworben hat. Dazu nimmt "Metronaut" NS-Propagandabilder, die an die Spiele von 1936 erinnern - versehen mit dem aktuellen Slogan "Wir wollen die Spiele" oder "Olympische Spiele 2024". Zu sehen sind beispielsweise das Olympia-Stadion in Berlin mit Hakenkreuz-Fahnen auf dem Dach, Sportler in Leni-Riefenstahl-Optik, Soldaten mit Stahlhelm.

Die Kampagne wurde vom Berliner Senat abgemahnt. "Unsere Olympia-Werbung wird im Internet mit Nazi-Symbolen diskreditiert. Das kann der Senat nicht dulden", sagte ein Sprecher. "Metronaut" wehrt sich und stellte die Motive wieder online - zum Teil mit dem Hinweis "zensiert". Auf ihrer Seite schreiben die Autoren, man werde keine Unterlassungserklärung unterzeichnen. Sie berufen sich auf die Meinungsfreiheit und wollen nun Spenden für die Aktion sammeln. Über die Hintergründe sprechen wir mit Metronaut-Autor John F. Nebel.

Fazit

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