Donnerstag, 31. Juli 2014MESZ23:42 Uhr

Feature

Die Todesstrafe ist angemessen
Berliner bewerfen einen sowjetischen Panzer in der Leipziger Straße nahes des Potsdamer Platzes in Berlin mit Steinen. Nach Streiks in Ost-Berlin kam es am 17.06.1953 zum Volksaufstand, der von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurde.

Als am 17. Juni 1953 die Arbeiter in der DDR demonstrierten, war auch der Gärtner Ernst Jennrich aus Magdeburg dabei. Kurz darauf wurde er verhaftet. In einem Schauprozess sollte er zum Tode verurteilt werden, der Rundfunk zeichnete die Verhandlung auf. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 29.09.2012

Fallbeil für "Gänseblümchen"

Der Spionageprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz im Originalton

Von Maximilian Schönherr

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl (rechts) und sein Stellvertreter Walter Ulbricht (Mitte) verlassen den Flughafen Schönefeld.
DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl (rechts) und sein Stellvertreter Walter Ulbricht (Mitte) verlassen den Flughafen Schönefeld. (AP Archiv)

23. September 1955. Ein Gerichtssaal in Ostberlin, nur wenige Kilometer von der Sektorengrenze entfernt. Die langjährige Sekretärin des DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl und ihr Geliebter sind der Spionage für den Westen angeklagt. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.

Doch die Staatssicherheit schneidet die Verhandlung mit. Jetzt, ein halbes Jahrhundert später, sind die Bänder zugänglich: Ein Originalton-Dokument, das von Liebe und Angst erzählt, die Furcht der SED-Führung vor den Aktivitäten der 'Organisation Gehlen' (Vorläufer des BND) offenlegt.

Zwei Menschenschicksale im Getriebe des Kalten Krieges, ehemals überzeugte Genossen vor einem unbarmherzigen Gericht.


Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Gerd Wameling
Ton: Jonas Bergler
Produktion: WDR 2011
Länge: 52‘59


Maximilian Schönherr, geboren 1954 in Unterfranken, studierte Physik, gründete für die ARD das Archivradio, erhielt 2009 für 'Die Stammheim-Bänder' den Deutschen Hörbuchpreis.