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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 24.04.2014

Ethischer KonsumMacht und Ohnmacht der Verbraucher

Über die Konsequenzen für jeden Einzelnen

Ein Werbeaufsteller steht in einer Berliner KiK-Filiale. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Alles immer billiger? Süßigkeiten im Überfluss (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Klimaschutz, Lebensmittel oder Textilien: Ist ein ethischer Konsum möglich? Deutschlandradio Kultur gibt anlässlich des Jahrestages des Fabrikunglücks von Rana Plaza einen Überblick über die Debatte.

Vor einem Jahr stürzte am 24. April 2013 die Textilfabrik von Rana Plaza ein. Mehr als 1100 Textilarbeiter starben bei dem , das bis heute als das schwerste in der Geschichte des Landes gilt. 

Zum Jahrestag des Unglücks appellierte DGB-Chef Michael Sommer an die deutsche Textilindustrie, zu ihrer Verantwortung zu stehen und Entschädigungen zu zahlen. Unglücke in Textilfabriken werfen regelmäßig Fragen nach der Verantwortung für schlechte Arbeitsbedingungen auf - und rücken auch den Verbraucher in den Fokus.

Kann der deutsche Verbraucher durch einen Einfluss auf die Produktionsbedingungen in Asien nehmen? Deutschlandradio Kultur stellt anlässlich der Brandkatastrophe im Folgenden die wichtigsten Beiträge der vergangenen Zeit zu den Themen Verbrauchermacht und verantwortungsbewusster Konsum zusammen.

Aktivisten verschiedener Organisationen nehmen in Berlin an einer Aktion zum Jahrestag des Fabrikeinsturzes in Rana Plaza, Bangladesch teil. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)Aktivisten verschiedener Organisationen nehmen in Berlin an einer Aktion zum Jahrestag des Fabrikeinsturzes in Rana Plaza, Bangladesch teil. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Maßhalten und Teilen als Gegenentwurf

Dass Maßhalten ein persönlicher Gewinn sein kann, zeigen wir in der Reihe "Das Ende des Wachstums". Denn für immer mehr Menschen bedeutet ein Leben mit Weniger ein Mehr an Lebensqualität. Und davon kann das Gewissen genauso profitieren wie der Planet.

Wie Menschen mit der Ökonomie des Teilens gegen soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung ankämpfen, zeigt ein weiterer Beitrag der Reihe. Diese Form der Share-Economy hat allerdings auch Kritiker.

Jaana Prüss im Leihladen "Leila" in Berlin Prenzlauer Berg: Eine "Bibliothek der Dinge". (Deutschlandradio - Anja Krieger)Jaana Prüss im Leihladen "Leila" in Berlin Prenzlauer Berg: Eine "Bibliothek der Dinge". (Deutschlandradio - Anja Krieger)

"Der Konsument ist heute der Spielmacher" 

Im "Politischen Feuilleton" plädiert die Autorin Greta Taubert unter dem Titel "Klima-Chaos und Kapitalismus-Kollaps?" für ein neues Miteinander. Taubert argumentiert: "Natürlich kann keine selbstgezogene Möhre aus dem Nachbarschaftsgarten die industrielle Landwirtschaft ablösen. (...) Doch wenn wir erkennen, dass es an so vielen Stellen der Gesellschaft den Wunsch nach einem neuen Miteinander und Füreinander gibt, kann das die Grundlage für ein anderes Wertebewusstsein sein."

Auch der Marketingexperte Hennig-Thurau von der Universität Münster schwärmte erst kürzlich im Interview mit Deutschlandradio Kultur von der neuen Macht der Konsumenten: "Der Konsument ist heute der Spielmacher, er hat so viel Macht wie noch nie!"

mcz

Programmhinweis:
Weltzeit um 18:07 Uhr:  
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